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Urbanes Leben Landsberg: Schwierige Geschäfte

Urbanes Leben Landsberg: Schwierige Geschäfte
Kommentar Von Gerald Modlinger
02.12.2019

Der Investor des neuen Stadtviertels in Landsberg finanziert keinen zweiten Kindergarten. Wie LT-Redakteur Gerald Modlinger die Entwicklung bewertet.

Nach vielen hitzigen Debatten im Sommer steht nun ein paar Monate später fest: Die immensen Mehrkosten für den Lechsteg tragen allein Stadt und Staat. Es gibt nicht einmal eine indirekte höhere Beteiligung des ULP-Investors in Form eines zweiten Kindergartens. Diese von Oberbürgermeister Mathias Neuner skizzierte Kompensation würde allein schon an den rechtlichen Vorgaben scheitern, sagte er jetzt. Das ist zwar alles andere als ein politischer Erfolg, aber es erspart dem Oberbürgermeister eine weitere möglicherweise unerfreulich endende politische Debatte über dieses Thema. Die Gegner eines solchen Deals hatten sich ja bereits im Stadtrat positioniert.

Wohnung ist Wohnung

Solche gibt es auch bei Neuners Überlegung, die im Stadtrat immer wieder geforderten sozial geförderten Wohnungen nicht am Wiesengrund zu bauen, sondern einfach am Papierbach von ehret+klein zu kaufen. Den Kritikern sagt Neuner, Wohnung sei Wohnung, egal ob selbst gebaut oder gekauft. Da hat er recht. Doch er wird sich schwertun, die Stadtratsmehrheit davon zu überzeugen, die Wohnungen zu kaufen, wenn deren Preis der Verkauf des Baulands am Wiesengrund ist.

Ein Baulandverkauf ist auch nicht zwingend erforderlich: Das Geld für Wohnungen bekommt man bei der Bank für praktisch null Zinsen und die Schulden zahlen die künftigen Bewohner über die Miete zurück. Auf diese Weise Wohnraum zu schaffen, trauen sich übrigens auch etliche kleinere Gemeinden im Landkreis zu – siehe Utting und Kaufering.

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