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Igling

28.05.2020

VG Igling: Bitterer Wahlabend für Günter Först

Die Verwaltungsgemeinschaft Igling bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Amtsinhaber, Iglings Bürgermeister Günter Först, wurde nicht mehr gewählt.
Bild: Jordan (Archiv)

Plus Der bisherige Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Igling scheitert zwei Mal. Wie er die Abstimmung beurteilt und was der neue Chef des Gremiums ändern will.

In den vergangenen sechs Jahren ist Günter Först Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Igling gewesen, zu der auch Hurlach und Obermeitingen gehören. Gerne hätte Iglings Bürgermeister das Amt weiter übernommen, doch die konstituierende Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft wurde eine bittere Angelegenheit für ihn.

In das Gremium entsenden Hurlach und Obermeitingen je drei Räte und Igling als einwohnerreichste Gemeinde vier. Neben Först waren auch Hurlachs neuer Bürgermeister Andreas Glatz und der Obermeitinger Rathauschef Erwin Losert angetreten. Glatz konnte bereits im ersten Wahlgang mit sechs Stimmen die absolute Mehrheit holen, sodass keine Stichwahl mehr nötig war. Für den bisherigen VG-Vorsitzenden Först votierten drei Mitglieder und Erwin Losert erhielt eine Stimme.

Andreas Glatz
Bild: Klinger (Archiv)

Für Glatz ist es ein ereignisreiches Jahr. Seit 1. Mai ist er ehrenamtlicher Bürgermeister von Hurlach und ebenfalls seit dieser Amtszeit Mitglied im Kreistag. Nun kommt noch der Vorsitz in der VG neu hinzu, in der aktuell 6317 Menschen leben. „Ich bin überzeugt, dass wir zwischen unseren drei Gemeinden viel mehr Synergien schaffen können und so die einzelnen Verwaltungen entlasten. Das war der Grund, warum ich mich für die Aufgabe beworben habe“, sagt er auf Nachfrage des LT.

VG Igling: Bitterer Wahlabend für Günter Först

Andreas Glatz möchte mehr Austausch und Synergien

Beispielhaft sprach er sich dafür aus, dass sich die Bürgermeister künftig deutlich öfter zum Austausch treffen sollten und dass eine gemeinsame Strategie für die Bauhöfe sinnvoll sei. Dass er kandidieren werde, habe er Günter Först bei einem Gespräch am 14. Mai mitgeteilt, als dieser ihn auf das Thema angesprochen habe, so Glatz.

Auffällig am Ergebnis des ersten Wahlgangs ist, dass Först nicht alle vier Stimmen seines Heimatortes bekommen hat. Neben ihm sitzen noch Claudia Jetzt-Schwarz, Dominique Graf von Maldeghem und Thomas Ziegler für Igling in dem Gremium. „Wenn man sich zur Wahl stellt und die geht dann anders aus, dann ist das eben so“, sagt Günter Först auf Nachfrage des LT.

Günter Först
Bild: Fabig (Archiv)

Als es darum ging, wer Erster Stellvertreter werden soll, entschied sich das Gremium für den Obermeitinger Bürgermeister Erwin Losert mit 7:3 Stimmen. Einen Kontrahenten hatte Först auch bei der Wahl des Zweiten Stellvertreters. Hier sprach sich Glatz dafür aus, Först zu wählen. Diesmal setzte sich dieser gegen den Iglinger Dominique Graf von Maldeghem mit 7:2 Stimmen durch. Ein Wahlzettel war ungültig.

Standort des VG-Gebäudes ist Streitthema gewesen

Zu den beiden Niederlagen sagte Först nur: „Ich wühle nicht in alten Wunden. Wir haben einiges auf den Weg gebracht, unter anderem ein neues Gebäude für die VG in Igling, aber das wird offenbar nicht gewürdigt.“ Mit den Wunden meint Först die Kontroverse um die Standortfrage für das Gebäude. Im Sommer 2016 entschied sich der VG-Rat dazu, das Angebot der Gemeinde Igling anzunehmen. Mit 7:3 Stimmen sprach sich das Gremium dafür aus, das neue VG-Gebäude auf dem damals noch freien Platz beim Feuerwehrgebäude errichten zu lassen. Das von Hurlachs ehemaligen Bürgermeister Wilhelm Böhm – der diesmal nicht mehr zur Kommunalwahl angetreten war – angebotene Areal bei der Sport- und Kulturhalle in Hurlach war zuvor mehrheitlich abgelehnt worden.

Obermeitingens Bürgermeister Erwin Losert hatte bereits im Dezember 2015 einen „mittlerweile eineinviertel Jahre andauernden Zickzack-Kurs“ beklagt. Die anfänglich angedachte Sanierung des damaligen Standorts habe sich zerfahren dargestellt. Als sich das Gremium schließlich zu einer Alternativlösung durchgerungen habe, sei eine Diskussion um einen anderen Standort losgetreten worden, beklagte er seinerzeit.

Erwin Losert
Bild: Losert (Archiv)

Der Blick von Andreas Glatz geht derweil nach vorn. „Ich wünsche mir eine gute Zusammenarbeit zum Wohle unserer Gemeinden. Ich will für die Mitarbeiter da sein und werde regelmäßige Präsenzzeiten festlegen, in denen ich in der VG anwesend sein werde.“

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