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Dießen

05.08.2019

Verkehrschaos rund um den Dießener Flohmarkt

Viel Verkehr herrschte am Sonntag in Dießen. Tausende Flohmarktbesucher kamen in den Ort und suchten oft vergeblich einen Parkplatz. Es wurden etliche Strafzettel verteilt.
Bild: Silvio Wyszengrad (Symbolbild)

Plus Weil deutlich mehr Besucher als je zuvor den Dießener Flohmarkt besuchten, war die Park- und Verkehrssituation im Ort extrem. Jetzt fordert die Polizei Konsequenzen.

So viele Besucher wie noch nie hätten den Flohmarkt in den Dießener Seeanlagen am Sonntag besucht, sagt Organisator Peter Kaun jun. auf Anfrage. Genaue Zahlen konnte er noch nicht nennen, aber „das Klopapier ist uns ausgegangen. Und das ist für mehr als 6000 Leute eingekauft worden“. Um die 6000 Besucher waren es in den vergangenen Jahren immer. Mehr Besucher und auch mehr Anbieter in den Seeanlagen haben aber auch ein größeres Verkehrsaufkommen zur Folge. Was Polizei, Gemeinde und Veranstalter zum Verkehrschaos vom Sonntag sagen und welche Konsequenzen nun drohen.

Einige Unfallfluchten wurden gemeldet

An alle möglichen und „vor allem an unmöglichen Stellen“, wie es Boris Netschajew, der stellvertretende Dienststellenleiter der Dießener Polizei ausdrückte, wurde geparkt. Von der Marktgemeinde Dießen aufgestellte Halteverbotsschilder seien missachtet worden, Einfahrten blockiert gewesen und auch der fließende Verkehr sei für Stunden stark beeinträchtigt gewesen. Daran änderte auch nichts, dass sowohl die kommunale Verkehrsüberwachung als auch die Polizei in den Straßen der Marktgemeinde unterwegs war. „Drei Verkehrsunfälle mit beschädigten Autos und dem Verdacht der Unfallflucht“ habe es gegeben, berichtet Netschajew. Schlimmeres sei zum Glück nicht passiert. Darüber zeigt sich auch Florian König, der Kommandant der Feuerwehr Dießen, erleichtert. Zur Verkehrssituation und möglicherweise zugestellten Rettungswegen kann er noch nichts sagen. „Da ist erst ein Gespräch mit dem Ordnungsamt nötig, bei dem der Tag nachgearbeitet werden muss.“

Dass ein Nacharbeiten von Nöten ist, sieht auch die Polizei. „Wenn sich das weiter so darstellt, dass die Leute unvernünftig sind und Verkehrsschilder missachten, dann muss etwas geschehen“, sagt Boris Netschajew. Ein Verkehrskonzept, so wie es auch beim Töpfermarkt mit Parkplätzen am Ortsrand und Shuttlebussen umgesetzt wird, hält er für einen möglichen Ansatz.

Für den Töpfermarkt gibt es ein Parkkonzept

Warum gibt es solch ein Konzept nicht für den von Peter Kaun jun. privat und kommerziell durchgeführten Flohmarkt? „Bisher waren die Verwaltung und der Marktgemeinderat der Meinung, das sei beim Flohmarkt nicht erforderlich“, sagt Karl Heinz Springer, Geschäftsstellenleiter der Marktgemeinde. Er sieht die Verkehrssituation rund um den Flohmarkt schon länger als eine grenzwertige Angelegenheit, die überdacht werden müsse. Auch von der Bevölkerung habe es Beschwerden gegeben – wegen zugeparkter Grundstücke und weil der landwirtschaftliche Verkehr auf der Lachener Straße mit Problemen zu kämpfen hatte. „Wir versuchen, zusammen mit der kommunalen Verkehrsüberwachung und durch Aufstellen von Halteverbotsschilder etwas zu tun“, so Springer.

Zwei Überwacher seien am Sonntag im Einsatz gewesen. Wie viele Knöllchen verteilt wurden, konnte er aber am Montag beim Zweckverband kommunales Dienstleistungszentrum Oberland nicht in Erfahrung bringen. Springer erinnert sich, dass schon in den vergangenen zwei Jahren von Seiten der Fachbehörden moniert worden sei, dass die Situation so nicht mehr zu tolerieren sei. Weil jetzt zum dritten Mal hintereinander Zustände geherrscht hätten, die grenzwertig waren, müsse vermutlich doch über ein neues Konzept nachgedacht werden.

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