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Wasserstofftechnologie

10.09.2019

Verkehrsministerium plant zwei Wasserstoffregionen in Bayern

Bislang gibt es nur sehr wenige Autos die mit Wasserstoff fahren. Das Bundesverkehrsministerium will die Entwicklung der Wasserstofftechnologie nun voranbringen.
Bild: Ole Spata, dpa (Symbolbild)

Die Gemeinde Fuchstal wird zusammen mit dem Kreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren Modellregion für Wasserstoff. Auch Neustadt an der Waldnaab wird gefördert.

Das Bundesverkehrsministerium will die Entwicklung der Wasserstofftechnologie voranbringen. Dazu sind nun neun "Wasserstoffregionen" in Deutschland ausgewählt worden, wie das Ministerium am Dienstag bekanntgab. Darunter sind aus Bayern Neustadt an der Waldnaab in der Oberpfalz und Fuchstal. Die oberbayerische Gemeinde hatte sich in einem gemeinsamen Antrag mit Kaufbeuren und dem Ostallgäu um die Förderung durch das Bundesverkehrsministerium beworben.

Im Rahmen der Förderung sollen Gutachter die Modellregion dabei unterstützen, vor Ort herauszufinden, ob Wasserstoff zu konkurrenzfähigen Preisen produziert werden kann und ob es genügend Interessenten für dessen Einsatz gibt.

Bundesweit gibt es neun Modellregionen für Wasserstofftechnologie

Ressortchef Andreas Scheuer sagte laut Mitteilung: "Wir wollen lieber heute als morgen klimafreundlich unterwegs sein. Wasserstoff-Mobilität erfüllt genau das: Tanken in drei Minuten mit einer Reichweite von 500 bis 700 Kilometern." Wichtig sei, dass nun ausreichend Tankstellen bundesweit verfügbar seien.

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Die weiteren "Vorbildregionen" sind: Kiel und Region, Rügen-Stralsund, Landkreis Schaumburg, Weimar und Weimarer Land, der Landkreis Marburg-Biedenkopf und Reutlingen sowie die Lausitz, die auch beim Strukturwandel im Zuge des Kohleausstiegs gefördert wird.

Im Zentrum der Konzepte soll laut Ministerium die regionale Wasserstoff-Produktion mit Strom aus Erneuerbaren Energien stehen. Es gehe um die langfristige Nutzung von "grünem" Wasserstoff in den Regionen. 

Scheuer hat mit Blick auf alternative Antriebe für Autos stets betont, es müsse eine "Technologieoffenheit" geben, neben der Elektromobilität müsse auch die Wasserstofftechnologie vorangetrieben werden. Diese ist aber derzeit noch sehr teuer, wie es in der Autoindustrie heißt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bis Jahresende eine Wasserstoffstrategie der Bundesregierung angekündigt.

In Fuchstal könnte Wasserstoff aus Windenergie gewonnen werden

In einem ersten Schritt sollen die Regionen mit der Hilfe von Beratern unter anderem herausfinden, ob vor Ort Wasserstoff erzeugt, gespeichert und verwendet werden kann, teilte der Allgäuer Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke (CSU) in einer Pressemeldung mit. Ein Hauptaugenmerk bei der Verwendung von Wasserstoff liege im Bereich Verkehr.

In Fuchstal soll bis zum Jahr 2021 ein 10.000 Kubikmeter Wasser fassender Wärmetopf für das Fernwärmenetz und eine Drei-Megawatt-Batterie für den Strom der vier Windräder gebaut werden. Strom aus Windkraft zu Wasserstoff zu wandeln und zu speichern, um ihn bei Bedarf als Wärme zu nutzen, könnte ein Ansatz für die Modellregion sein. Für das Fünf-Millionen-Projekt „Wärmetopf“ erhält die Gemeinde eine Förderung des Bundes von 3,845 Millionen Euro. (mit dpa)

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