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Rott

08.01.2021

Veronika Kemser geht baden – während andere Schlittschuh laufen

Veronika Kemser aus Rott hat das Eisbaden als neues Hobby für sich entdeckt.
Bild: Kemser

Plus Die 23-jährige Veronika Kemser aus Rott hat ein eiskaltes Hobby. Das erregt Aufsehen.

Die „komischen“ Blicke und Kommentare stören Veronika Kemser nicht, wenn sie ihrem neuen Hobby nachgeht – sie sind ja auch verständlich. Sie hat in diesem Jahr nämlich zum ersten Mal „Eisbaden“ für sich entdeckt. Auf die Frage, wie man darauf kommt, hat sie eine ganz einfache Antwort.

Nach Weihnachten hat die 23-Jährige ihre Premiere gefeiert: Zum ersten Mal ist sie ins eiskalte Wasser gestiegen. Momentan ist Veronika Kemser, die in der Landwirtschaft als Betriebshelferin arbeitet, auf „Heimaturlaub“ in Rott: Mitte Januar geht es für sie zurück nach Schweden, wo sie bis Ende Juni in einem Lohnunternehmen arbeitet. Doch von dort hat sie die Idee mit dem Eisbaden nicht mitgebracht, wie man vielleicht vermuten könnte.

Der Engelsriedersee ist nicht weit weg von Rott

„Ich lebe und arbeite im Süden von Schweden, da hatten wir bislang immer mindestens fünf Grad, so kalt, wie man immer meint, ist es nicht“, erzählt sie. Vielmehr war es so, dass sie schon mehrfach das Eisbaden im Fernsehen verfolgt hat, und „das wollte ich einfach mal ausprobieren, weil ich auch gerne schwimmen gehe“. Zusammen mit einem Freund hat sie am 26. Dezember ihre Premiere im Engelsrieder See gefeiert. „Von mir zu Hause aus, ich wohne etwas außerhalb von Rott, ist es ein Katzensprung dorthin“, erzählt sie. Und so zog sie ihre Badesachen zu Hause gleich an, warf sich den Bademantel über und fuhr so zum See. „Aber die Leute haben schon komisch geschaut, als ich im Bademantel am Parkplatz ausgestiegen bin“, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Während sich die Spaziergänger für einen Besuch des Engelsrieder Sees warm anziehen, zieht sich Veronika Kemser aus: Sie geht ins Wasser.
Bild: Kemser

Deshalb kleidet sie sich jetzt immer erst am See um – wobei sie natürlich auch dabei erstaunte Blicke von den Spaziergängern erntet. Immerhin war bei der Premiere der See noch nicht so zugefroren – das stellte sich nach Neujahr dann anders dar. „Wir dachten, wir könnten wie bisher reingehen, aber das ging nicht. Am Steg war aber ein Loch geschlagen, da muss schon jemand vor uns dagewesen sein“, sagt die 23-Jährige.

Nicht viel Platz zum Schwimmen

Viel Platz zum Schwimmen war dann aber nicht, doch das machte nichts. „Etwa zwei Minuten bin ich im Wasser“, sagt sie, das reiche pro Badegang vollkommen aus - und wenn sie die Spaziergänger ansprechen, dann gehe sie für diese auch ein zweites Mal rein - welche Temperatur das Wasser hat, weiß sie übrigens nicht. „Das fühlt sich momentan wie lauter Nadelstiche an.“ Kaltes Wasser ist für sie nichts Neues: „Normalerweise gehe ich gerne in die Sauna und danach auch ins kalte Wasser.“ Da wegen der Corona-Pandemie alle Saunen derzeit aber geschlossen sind, bleibe es eben beim kalten Wasser.

Nach dem Eisbaden geht es vor den Kachelofen

Unangenehm kalt sei es nur an den Füßen, so die Eisschwimmerin, „aber dafür gibt es dann zu Hause dicke Wollsocken“. Überhaupt gehe es nach der Rückkehr erst mal zum schön warmen Kachelofen – und dann genießt sie das Gefühl: „Man ist einfach herrlich erfrischt nach dem Eisbaden.“

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