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Feuerwehrhaus

22.11.2011

Verzicht auf Fahrgasse brächte 165000 Euro Einsparung

Unter 2,7 Millionen Euro Gesamtkosten wird sich das geplante Feuerwehrhaus in Geltendorf beim derzeitigen Raumkonzept nicht verwirklichen lassen, sagen die Projektsteuerer.
Bild: Zeichnung: Büro Schleburg

Projektsteuerer meinen, dass sich akutelles Raumkonzept nicht unter 2,7 Millionen Euro Kosten verwirklichen lässt. Geltendorfer Gemeinderat trifft noch keine Entscheidung

Geltendorf Unter 2,7 Millionen Euro Gesamtkosten wird sich das geplante Feuerwehrhaus in Geltendorf beim derzeitigen Raumkonzept nicht verwirklichen lassen. Dies ist die Ansicht von Erwin Kuhn, der mit seinem Kollegen Andreas Magotsch (KPS Projektsteuerungs-GmbH) am Montag in einer zweieinhalbstündigen Sondersitzung dem Gemeinderat die Thematik erläuterte. Entschieden wurde nichts, Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU) nannte es eine Informationsveranstaltung, um dem Eindruck vorzubeugen, „es wird gemauschelt“.

Die Analyse der Zahlen durch die Projektsteuerer hatte ergeben, dass bisher die Baukosten in einem Schwankungsbereich von 2,1 bis 2,5 Millionen korrekt berechnet worden waren, jedoch die Kostenstellen für Außenanlagen und Nebenkosten fehlten (LT berichtete). Durch Streichungen in Einzelpositionen konnten die Gesamtkosten jetzt von 3,1 Millionen Euro auf 2,95 Millionen Euro gedrückt werden, wie Magotsch verdeutlichte.

Ließe man die fünfte Fahrgasse weg, in der ein Fahrzeug des Landkreises Platz finden soll, wären es weitere 165000 Euro an Ausgaben weniger. Da eine Fahrgasse mit 57000 Euro bezuschusst wird, reduziert sich der Kostenvorteil auf 100000 Euro.

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Josef Weiß (CSU) kritisierte, dass vom Architekturbüro keine wirklichen Alternativen gekommen seien für eine einschneidende Kostenreduzierung. Die Planer hätten sagen müssen, dass die Kostengruppen für Außenanlagen und Planung noch nicht angesetzt seien, so Weiß, der das Gefühl hat, als Gemeinderat vor der Bevölkerung jetzt „wie ein Depp“ dazustehen. Er hege ein gewisses Misstrauen gegenüber dem Büro. Christian Engelstädter (CSU) forderte, dass der Gemeinderat sich überlegen müsse, welche Summe man bereit sei auszugeben. „Man muss an die Kubatur gehen.“

Kuhn geht davon aus, dass auch bei einer neuen Planung die Gesamtkosten kaum unter 2,7 Millionen Euro zu drücken seien. Eine neue Planung wird die Gemeinde vermutlich auch zahlen müssen. Alternative Entwürfe können laut Magotsch zu Beginn einer Planung verlangt werden. Dem Architekturbüro sei jedoch seit zwei Jahren suggeriert worden, dass der jetzige Entwurf der sei, den die Gemeinde wolle. Ausgaben deckeln sei auch nicht die Aufgabe eines Architekten, der Gemeinderat müsse Angaben machen über die Summe und Größenordnung eines Gebäudes. „2009 hätte der Gemeinderat sagen müssen, es gibt eine Deckelung bei zwei Millionen.“ Damals hätte man über die Nebenkosten sprechen müssen.

Gegenüber dem Raumprogramm nach der DIN-Norm gibt es aufgrund der Architektur eine Flächenmehrung von 25 Prozent. Es lassen sich aber nicht 25 Prozent der Kosten einschränken, wenn man diese Überfläche reduziert, da beispielsweise Räume im Dachgeschoss untergebrachtund beheizt werden müssten.

Mit der Feuerwehr zusammensetzen

Nachdem mehrere Redner geäußert hatten, man drehe sich im Kreis, forderte Martina Goldbrunner (SPD) in sehr deutlicher Wortwahl dazu auf, endlich den Mut für eine Entscheidung zu haben. „Man muss mit der Feuerwehr noch einmal alles durchgehen, vielleicht muss man auch so was wie die Schlauchwaschanlage in Frage stellen.“ Goldbrunner ist sich sicher, dass die Kosten deutlich unter 2,9 Millionen Euro zu bringen sind. Thomas Dietsch (Freie Bürger) kritisierte, dass schon vor fast einem Jahr Streichungen gefordert worden seien, dass aber seitens des Architekurbüros nichts passiert sei. Benedikt Lichtenstern (CSU) plädierte dafür, dass Feuerwehr und Feuerwehrausschuss nochmal durchgehen solle, was sich streichen lässt. „Die sollen sich zusammensetzen.“

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