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Landkreis Landsberg

04.08.2020

Viel Wasser, aber (noch) kein Hochwasser im Landkreis Landsberg

Die Arbeitsplattform beim Lady-Herkomer-Steg am Lech in Landsberg ist überschwemmt.
Bild: Christian Rudnik

Nach dem Starkregen: So sehen die Pegelstände im Landkreis Landsberg aus. Die Arbeitsplattform beim Lady-Herkomer-Steg im Lech ist fast verschwunden.

Von weit über 30 Grad am Wochenende und strahlendem Sonnenschein zu 13 Grad und Dauerregen: Der Start in den August ist im Landkreis Landsberg wettertechnisch durchwachsen abgelaufen. Der Regen war seit Sonntag so stark, dass vereinzelt Bäche und Flüsse über die Ufer traten und sich auf vielen Wiesen Seen bildeten.

Folgen hat der Regen auch an der Baustelle des neuen Lady-Herkomer-Stegs in Landsberg: Die Arbeitsplattform wurde überspült. Nach Angaben der Stadt aber kein Problem, da diese vorher geräumt wurde und die bereits stehenden Pfeiler ein festes Fundament haben.

Die Windach bei Finning ist nach dem Starkregen der vergangenen Tage zum reißenden Strom geworden.
Bild: Christian Rudnik

Hochwassermeldestufen wurden im Landkreis keine erreicht, dennoch waren die Regenmengen beachtlich. Am Ammerpegel in Weilheim wurde die Meldestufe eins am Dienstag gegen 3 Uhr überschritten. Auch bei Fischen uferte die Ammer aus. Bis zum Dienstagabend, so die Prognose, sollte das Wasser wieder zurückgehen.

Der Wasserstand des Ammersees stieg seit Sonntag um 22 Zentimeter auf 533,17 Meter. Er liegt jedoch damit noch 33 Zentimeter unter Meldestufe eins. Von Sonntag bis Dienstagmittag fielen laut den Aufzeichnungen der Wetterstationen in Hübschenried bei Dießen gut 72 und in Landsberg 76 Liter Regen pro Quadratmeter. Der nasseste Tag war mit rund 50 Litern der Montag.

Das Schondorfer Rathaus steht aus anderen Gründen unter Wasser

Die Bauern sehen den Regen positiv: Auch wenn einige Wiesen unter Wasser steht – den meisten landwirtschaftlichen Kulturen tue der Regen gut. „Vor allem dem Wald“, sagt Johann Drexl, Kreisobmann des Bauernverbands. Auch Hackkulturen wie Mais profitierten. Höchstens die Qualität bei noch nicht geerntetem Weizen könnte leiden. Ab heute kehrt der Hochsommer laut Meteorologen wieder komplett zurück.

Einen massiven Wasserschaden aus ihrem Rathaus meldete am Dienstagnachmittag auch die Gemeinde Schondorf: Grund dafür waren jedoch nicht die starken Regenfälle. Am Wochenende platzte im ersten Stock des Verwaltungsgebäudes eine Wasserleitung, berichtete Bürgermeister Alexander Herrmann auf Nachfrage. Betroffen sind die Büros im Westflügel, unter anderem vom Bürgermeister, technischen Bauamt, von der Kämmerei und der Kassenverwaltung.

(ger/smi/wimd)

Lesen Sie dazu auch: Hochwasser nach Dauerregen in Südbayern stärker als erwartet

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