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SPD-Neujahrsempfang

14.01.2014

Vielfältige Anerkennung für das Ehrenamt

Das Festthema „Ehrenamt“ sorgte für einen gut gefüllten Saal beim Neujahrsempfang des SPD-Kreisverbands
Bild: Thorsten Jordan

Kreisverband bedankt sich bei Helfern. Abgeordnetenbüro ab März

Landsberg Der Neujahrsempfang des SPD Kreisverbands Landsberg stand heuer ganz im Zeichen des Ehrenamts, war als eine Hommage an alle engagierten Bürger gedacht. Zum Thema des Abends „Ehrenamtlich und humanitär – eine Landsberger Hilfsaktion für Kamerun“ hatte die Partei Dr. Soeren Gatz und Dr. Francois Djomou als Referenten eingeladen. Gatz ist Projektleiter für die in Landsberg ansässige „Humanitäre Hilfe“, Djomou ist Direktor des von dem Verein unterstützten „Hopital Protestant de Ndoungue“ in Kamerun (LT berichtete).

Nach einleitender, experimenteller Musik von Njamy Sitson (Perkussion) mit Begleitern aus Brasilien (Gitarre) und Deutschland (Cello, Jakob Roters) ergriff zunächst Kreisvorsitzender Dr. Albert Thurner das Wort. Schwungvoll seien die Wahlkämpfe ja nicht gerade gewesen, meinte Thurner in seinem Rückblick auf 2013. Über die Landtagswahlen sagte Thurner, Christian Ude habe sich zum Ende hin einfach totgelaufen. Die Wahlergebnisse seien dabei doppelgesichtig: „Wir haben zwar dazugewonnen, konnten die absolute Mehrheit der CSU aber nicht verhindern.“

Die neuen Kandidatenlisten für die Kommunalwahlem am 16. März bezeichnete Thurner als schöne Mischung; über die Landratskandidatur von Markus Wasserle freue er sich besonders. Als kommende Aufgaben nannte der SPD-Kreisvorsitzende das Vorantreiben der Energiewende, die Verbesserung der Infrastruktur mit Ausbau des Nahverkehrs im Landkreis, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Gegend, die weitere Vervollständigung der Barrierefreiheit. Besonders am Herzen liege der SPD aber der Erhalt des Greifenberger Bades sowie die Finanzierung des Awo-Mehrgenerationenhauses für die Zukunft. Zum Ehrenamt sagte Thurner: „Ehrenamtliche leisten zuverlässigen Dienst an der Allgemeinheit, der heutige Abend soll Anerkennung und Wertschätzung dieser Arbeit sein.“

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Zum Thema Mehrgenerationenhäuser sagte der Landtagsabgeordnete Dr. Herbert Kränzlein, die Hürde der Finanzierung werde wahrscheinlich geschafft. Allerdings müsse sich auch die Stadt zu einer Unterstützungszusage durchringen. Weiter berichtete Kränzlein, der ab 1. März ein Büro in der Zederpassage betreiben wird, dass Bestrebungen im Gang seien, den Landkreis Landsberg ans Tarifsystem des MVV anzubinden.

Immer wieder Helfer vor Ort in Kamerun

„Wir haben uns vorgenommen, das Krankenhaus wieder auf Vordermann zu bringen.“ Dr. Soeren Gatz meinte damit das „Hopital Protestant de Ndoungue“ in Kamerun, in dem seit zwei Jahren immer wieder Helfer der Humanitären Hilfe tätig sind. In seinem Festvortrag berichtete er über die Arbeit der Helfer vor Ort. „Wir haben zunächst den technischen Support in den Vordergrund gestellt“, so Gatz, das seien dann so selbstverständliche Dinge wie ständige Stromversorgung oder klares Wasser aus der Leitung. „Ein Landsberger Architekt hat uns einen Plan des Hauses erstellt, wir haben einen Wasserfilter installiert, einen Generator in Betrieb genommen.“ Mittlerweile wurden 25 komplett ausgestattete Krankenhausbetten abgeschickt, es laufen zehn Endoskope, es gibt ein (in London ersteigertes) Röntgengerät. „Alles wurde nach den Prinzipien der Humanitären Hilfe geschultert“, so Gatz. Die bedeuten: Für Anschaffungen werden Spenden gesammelt, die Helfer fliegen auf eigene Kosten in den Kamerun. (löbh)

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