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16.11.2007

Vier Bäume für die Bahnhofstraße

Utting In der Uttinger Bahnhofstraße sollen vier Bäume gepflanzt werden. Der Gemeinderat hat sich in der jüngsten Sitzung darauf geeinigt, dies als Start zur Entwicklung der Straße anzugehen. Die Pflanzung stellt jedoch nur ein Provisorium dar, das bei einer weiteren Umgestaltung der Straße wieder entfernt werden kann. Aufgrund dieser Definition müssen die Kosten nicht auf die Anlieger umgelegt werden, was sonst beim Straßenbegleitgrün der Fall wäre. Basieren soll das Ganze auf der Aktion des Bund Naturschutz, der sich um Baumpaten bemüht hat. Die gespendeten Bäume werden auf Kosten der Gemeinde gepflanzt.

Weitere Maßnahmen sind vorerst nicht geplant, da der Erwerb des Steinhauser-Grundstücks als zentralem Punkt für die Gestaltung des Ortskerns noch aussteht. Angesichts dieser Einigung zog die Fraktion der Grünalternativen Liste (GAL) ihren Antrag zurück. Dessen Ziel war gewesen, dass die Gemeinde die Städtebauförderung beantragt.

Plangutachten und Wettbewerb

Die zuständigen Bauexpertinnen der Regierung von Oberbayern, Ursula Kirchner und Katharina Zahn, waren wie berichtet Ende Oktober zu einem Ortstermin in Utting gewesen. Nach Kirchners Urteil muss Utting nicht flächensaniert werden, so dass nur eine Förderung über ein bayerisches Landesprogramm in Frage kommt. Zum weiteren Vorgehen schlägt die Baudirektorin laut Klingl vor, dass ein Plangutachten für das Gebiet vom Seefelder Hofberg bis zum Bahnhof durchgeführt wird. Die Kosten dafür seien eventuell förderfähig. Dann müsste die Gemeinde einen Wettbewerb ausschreiben, in dem ein Preisgericht die Planungen bewertet. Bevor jedoch überhaupt ein Plangutachten erstellt wird, muss nach Ansicht der Expertinnen die Standortfrage für das Rathaus geklärt werden. Und es sollte eine Entscheidung zum Steinhauser-Grundstück gefallen sein, damit klar ist, was auf diesem Grundstück passieren soll.

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Eine Vorgehensweise, die offensichtlich auch den Anliegern von Bahnhofstraße und Dorfbrunnen zu vermitteln war. Klingl berichtete, dass am Dienstag eine Anliegerversammlung stattgefunden habe und von einer "sehr guten Diskussion". Die Anlieger würden sich der Vorgehensweise anschließen. Lob bekam der Bürgermeister hier auch von Josef Lutzenberger (GAL), der selbst in der Bahnhofstraße wohnt. Es sei gut, dass Klingl so deutlich gemacht habe, dass die Städtebauförderung "nicht ohne den Bürger geht". Die Pflanzung der Bäume bezeichnete Lutzenberger als ersten Schritt in die richtige Richtung.

Angst vor "schlafenden Hunden"

"Ich stelle mit Freude fest, dass sich unser Antrag erledigt hat", befand GAL-Sprecher Peter Noll und zog den Antrag zurück. Es sei seiner Fraktion darum gegangen, im Ortskern etwas weiterzubringen. Angesichts dessen, was Klingl vorgetragen hatte, sah es Noll aber nicht mehr als notwendig an, dass, wie im Antrag formuliert, ein Architekt beauftragt wird. Einzig Susanne Fischbach (SPD) durchbrach die parteiübergreifende Harmonie. Sie fürchtet, dass "schlafende Hunde geweckt würden", und auch die Anlieger anderer Straßen den Wunsch nach Bäumen äußern könnten. Sie gab die einzige Gegenstimme ab.

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