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Landsberg

12.05.2020

Vier Stellvertreter für den Landrat

Die konstituierende Sitzung des Kreistags fand in der Aula der Kauferinger Realschule statt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Im Landsberger Kreistag gehen CSU, SPD, Freie Wähler und UBV eine Kooperation ein. Das sorgt für Kritik.

Jetzt ist es offiziell. Landrat Thomas Eichinger ( CSU) hat in den nächsten sechs Jahren vier Stellvertreter. In der konstituierenden Sitzung des Kreistags am Dienstagabend in der Aula der Kauferinger Realschule stimmte die Mehrheit für dieses Modell, das wie von unserer Zeitung berichtet, im Vorfeld der Sitzung von CSU, SPD, Freien Wählern und UBV ausgearbeitet worden war. Kritik an der Kooperation kam von den Grünen, die als zweitstärkste Fraktion erneut keinen Stellvertreter stellen werden.

„Warum sollen wir überhaupt noch wählen? Es stand doch schon alles in der Zeitung“, sagte Renate Standfest, die Fraktionssprecherin der Grünen. Warum die Zahl der Stellvertreter von zwei auf vier erhöht werden solle, erschließe sich ihr nicht. „Hat sich deren Arbeit verdoppelt?“, fragte sie. Was kostet das den Steuerzahler?“ Standfest kritisierte, dass erst in der Sitzung Ende Juni über die Bezüge der Stellvertreter entschieden werden soll. Ihr Fraktionskollege Alexander Herrmann, der sich zur Wahl des stellvertretenden Landrats stellte, ärgerte vor allem, dass mit den Grünen als zweitstärkster Fraktion nicht gesprochen wurde. Auch wenn das Ergebnis schon feststehe, wolle er, dass die Kreisräte eine Wahl haben.

Landrat Thomas Eichinger sagte, in den vergangenen sechs Jahren habe er etliche Besuche bei Jubiläen oder Auszeichnungen absagen müssen, weil er oder seine beiden Stellvertreter keine Zeit gehabt hätten. Zum Thema Bezahlung sagte der Landrat, dass diese wohl in Höhe einer geringfügigen Beschäftigung ausfallen werde.

Landrat Thomas Eichinger (vorne) mit der neuen stellvertretenden Landrätin Margit Horner-Spindler und den weiteren Stellvertretern (hinten von links) Günter Först, Erich Püttner und Markus Wasserle.
Bild: Julian Leitenstorfer

Und so wurde gewählt: Neue stellvertretende Landrätin ist Margit Horner-Spindler (CSU). Die ehemalige Bürgermeisterin von Reichling setzte sich mit 36:24 Stimmen gegen Alexander Herrmann durch. Eine Stimme erhielt Christoph Raab (Die Partei). Bei der Abstimmung über die weiteren Stellvertreter zeigte sich, dass nicht alle Kreisräte der Kooperationspartner die Linie ihrer Fraktion mitgingen. Monika Groner, die Kandidatin der Grünen, erhielt die eine oder andere Stimme. Sie war jeweils gegen Markus Wasserle (SPD), Günter Först ( Freie Wähler) und Erich Püttner (UBV) angetreten, die künftig die Posten der weiteren Stellvertreter innehaben.

Der jüngste Kreisrat: Lennart Möller (Grüne).
Bild: Julian Leitenstorfer

Am Ende der Sitzung wandte sich der jüngste Kreisrat Lennart Möller (Grüne) an seine Kollegen. Das Abstimmungsverhalten habe er als befremdlich und als ein falsches Signal empfunden. Gleichzeitig richtete er einen Wunsch an die Mitglieder des Kreistags: Sie sollten das Thema Klimawandel aktiv in die Kreispolitik einbeziehen. Landrat Thomas Eichinger sagte, dass eine Einbeziehung der Grünen aus inhaltlichen Gründen nicht möglich gewesen sei. Bei wichtigen Themen, unter anderem dem Neubau des Warmfreibads in Greifenberg, dem Neubau des Feuerwehr-Ausbildungszentrums und dem Neubau des Landratsamts, sei man in der Vergangenheit nicht auf einer Linie gewesen.

Einen Kommentar zum Thema lesen Sie hier: Vier Landrats-Stellvertreter sind zwei zu viel

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