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Gauschießen

27.06.2017

Volles Zelt zum Finale

Voll war das Zelt beim Finale des Gauschießens in Apfeldorf. Und die Zuschauer bekamen auch einiges geboten: Mehrmals musste ein Stechen darüber entscheiden, wer den Stand verlassen musste.
Bild: Rosi Geiger

In Apfeldorf lieferten sich die Schützen spannende Endkämpfe. Rund 400 Zuschauer fieberten mit.

Jeder der 48 Teilnehmer des Finalschießens in Apfeldorf wurde mit einem persönlichen Motto vorgestellt. Dabei wurden Sprüche wie „dabei sein ist alles“, „ins Schwarze treffen“ oder „möglichst nicht als Erster gehen müssen“ genannt. Der spannende Wettbewerb in den Kategorien Jugend, Pistolen- und Luftgewehr-Schützen war mit der Beteiligung mehrerer Bundesliga-Schützen auch derart hochkarätig, dass man sich einen Schuss außerhalb der schwarzen Ringe sowieso nicht erlauben durfte.

Seit 1996 wird im Schützengau Schongau jedes Jahr zum Abschluss des Gauschießens ein spannendes Finale ausgetragen, das auch in Apfeldorf gut 400 Zuschauer ins Festzelt lockte. Für die gastgebenden Stamm-Schützen ein Kraftakt, denn nach dem letzten Schießbetrieb am Samstag musste das Zelt soweit umgebaut, mit Tribüne und Leinwänden versehen werden, dass schon am Montag die Finalteilnehmer perfekte Bedingungen vorfinden.

Lediglich das schwül-warme Wetter war nicht ganz optimal, als elf Jugendliche ab 18 Uhr zum Wettbewerb antraten. Erstaunlich dabei, mit welchen Spitzenleistungen die Jugend im Schützengau Schongau nachrückt. Im K.-o.-Modus scheidet in jeder Runde der Schütze mit dem niedrigsten Ergebnis aus. In den elf Runden bis zum Sieg schoss die Siegerin Kerstin Fahl aus Prem immer zwischen 9 und 10,7 Ringe. Auch die beiden Apfeldorfer Teilnehmerinnen schlugen sich wacker, Linda Mayr landete auf Platz neun und Marina Mayr konnte zwei Stechen für sich entscheiden, was letztendlich zu Platz fünf führte.

Bei den Pistolen-Schützen war der Wettbewerb besonders hochkarätig, denn es waren sechs Bundesliga-Schützen dabei. Eine davon war die Apfeldorferin Franziska Menhart, die sich als einzige Frau neben zwölf Männern behauptete und am Ende auf Rang fünf landete. Sieger war Michael Holderried aus Tannenberg, dessen Ziel es war, „besser als der Bruder“ zu sein, und das schaffte er auch mit einem Stechen um die Treppchenplätze.

Die 24 Luftgewehr-Schützinnen und Schützen bestritten zunächst zwei Vorrunden und als es ins Finale ging, war es bereits 21.30 Uhr. Trotzdem waren die Zuschauer auf den Rängen mit Begeisterung dabei und wurden vom Moderator Martin Menhart auch bestens über das Geschehen informiert.

Die Apfeldorfer Lokalmatadorin Evelyn Baab schied leider gleich beim ersten Finalschuss mit 8,3 aus. Deswegen war der weitere Verlauf nicht minder spannend, besonders beim Kampf um die Treppchenplätze lieferten sich Anna Stanka aus Peiting und Siegfried Bernert aus Steingaden ein zweimaliges Stechen. Am Ende stand Jürgen Geisenberger aus Urspring ganz oben am Siegertreppchen, gefolgt von Birgit Waldmann aus Schwabniederhofen und Siegfried Bernert. Für die beiden weiteren Apfeldorfer Luftgewehr-Finalisten Georg Lang und Claudia Strommer galt mehr das Motto „Spaß haben“, oder wie es Claudia Strommer ausdrückte, „besser als Küchendienst und Toiletten putzen“.

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