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18.03.2009

Vom Bürgermeister zum Lektor

Graben (monik) - Sonst liest er Bauanträge im Gemeinderat vor, rezitiert vielleicht mal ein amtliches Gutachten oder hält Gruß- und Dankesreden. Aber einen Roman vorlesen? Vor einem großen Publikum eine Geschichte vortragen? Nein, in der Rolle des "Vorlesers" kannte man Grabens Bürgermeister Andreas Scharf bisher nicht. Dafür tut es jetzt ein breites, literaturinteressiertes Publikum.

Grabens Rathaus-Chef trat bei der Leipziger Buchmesse auf. Er las aus dem Roman eines befreundeten Autors. Der Verlag, der das Buch herausgibt, hatte ihn dazu eingeladen. Gut 20 Minuten lang trug Scharf Passagen aus "Wenn die Nacht den Tag nicht mehr erneuert", einem Roman zum Thema Mobbing, vor.

"Mir hat es Spaß gemacht", erzählt Scharf. Aufgeregt sei er nicht gewesen. "Ich muss ja öfter vor vielen Leuten sprechen", sagt er. "Und in Leipzig hat mich ja nicht mal jemand gekannt." Bisher. Nach seinem Vortrag sei Scharf "ein begehrter Interviewpartner" gewesen, verrät der Autor des Romans.

"Er hat das hervorragend gemacht", lobt er. Der Autor ist ein Freund des Bürgermeisters. Das Buch hat er unter dem Pseudonym Theo Retisch verfasst. Seinen wahren Namen will er vorerst nicht verraten. Scharf hat den anonymen Autor während der Entstehung des Buchs begleitet. Er hat erste Manuskripte gelesen, als Lektor fungiert - und jetzt bei der Buchmesse den ersten großen Erfolg mit ihm gemeinsam gefeiert.

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