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Prittriching

27.08.2020

Vom Vize zum Chef im Prittrichinger Rathaus

Alexander Ditsch war sechs Jahre lang Zweiter Bürgermeister in Prittriching. Seit 1. Mai ist der 47-Jährige Chef im Rathaus und leitet auch die Verwaltungsgemeinschaft.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Alexander Ditsch ist seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik aktiv und war bereits Zweiter Bürgermeister in Prittriching. Beim Einstieg ins neue Amt hilft ihm seine frühere Firma.

Bei den Kommunalwahlen im vergangenen März sind in mehreren Gemeinden im Landkreis Landsberg neue Bürgermeister gewählt worden. Am 1. Mai sind sie ins Rathaus eingezogen. Im LT ziehen sie eine Bilanz nach 100 Tagen im Amt. Heute: Prittriching.

Nahezu gleitend sei die Einführung in das Amt des ersten Bürgermeisters gelaufen, sagt Alexander Ditsch. Er ist nach 18 Jahren als Gemeinderat und davon die vergangenen sechs Jahre als Zweiter Bürgermeister nun zum 1. Mai dieses Jahres auf den Chefsessel im Rathaus der rund 2500 Einwohner zählenden Lechraingemeinde gerückt.

Zu Beginn seiner Amtszeit stehen gleich jede Menge Themen an

„Mein langjähriger Arbeitgeber, die Baufirma Franz Ditsch, hat mir sechs Wochen lang halbtags eine Einführungsphase ermöglicht“, so der 47-Jährige. Diese Zeit habe er mit seinem Amtsvorgänger Peter Ditsch gut nutzen können, um sich auch in Details der laufenden Projekte einzuarbeiten und sie inzwischen abzuschließen – wie den Hochwasserschutz am Verlorenen Bach, die Sanierung des Spatzenturms und des Baderhauses sowie den Glasfaserausbau in der gesamten Gemeinde.

Dass er sich dabei voll und ganz auf „seine funktionierende Verwaltung“ stützen kann, habe er schon in den Vertretungszeiten als Zweiter Bürgermeister erfahren dürfen. Zudem habe die Pandemie bei allen negativen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft in der aktuellen Phase den Vorteil gebracht, dass sich die Außen- und Abendtermine in Grenzen gehalten haben. Eigentlich ideale Voraussetzungen, um die Verantwortung dieses fordernden Amtes übernehmen zu können. „Und doch macht es einen Unterschied, ob man als Vertreter agiert oder bei allem Handeln die volle Verantwortung zu tragen hat“, so der neue Bürgermeister.

Die erste große Herausforderung sei gewesen, möglichst schnell ein Notkonzept für die Erweiterung des Kindergartens zu entwickeln und umzusetzen. Mit der Containerlösung, die zusammen mit dem Gemeinderat auf den Weg gebracht wurde, könne nun allen Familien für das kommende Kindergartenjahr ab Herbst ein Betreuungsplatz angeboten werden.

Einige Straßensanierungen beschäftigen den Bürgermeister

Viel Aufmerksamkeit hätte auch die Umsetzung der Corona-Auflagen in der Gemeinde, speziell in Rathaus, Schule und Kindergarten erfordert. „Mit der Eröffnung des Freibades haben sich die Corona-Bestimmungen nahezu täglich geändert“, sagt Alexander Ditsch. Volle Aufmerksamkeit brauche nun der Ausbau der Verdistraße und der Teilausbau der Bachstraße. Beide Projekte müssen laut Ditsch bis Ende des Jahres abgeschlossen werden, um die gesetzlichen Vorgaben zur Umlegung der Straßenausbaubeiträge zu erfüllen.

Auch im Kreistag ist Alexander Ditsch aktiv

Aber Alexander Ditsch ist nicht nur als Bürgermeister in der Gemeinde gefordert. Er wurde auch zum Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Prittriching-Scheuring gewählt. Dort warten unter anderem Herausforderungen im Bereich Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Neben den nun anfallenden Bürgermeister-Dienstbesprechungen hat Ditsch als Kreisrat auch Termine und Aufgaben in Ausschüssen und in der CSU-Fraktion auf Kreisebene wahrzunehmen. Ein breites Spektrum also, das der erfahrene Kommunalpolitiker abzudecken hat.

„Es waren interessante erste drei Monate, bei denen ich meine Erfahrungen einbringen konnte“, fasst Ditsch seine Eindrücke zusammen und ergänzt, es gäbe im Tagesgeschäft auch immer wieder Momente, wo man wie ein Neuling vor zu lösenden Problemen stehe. Dass er dabei auf die Unterstützung bauen könne, sowohl der Mitarbeiter im Rathaus als auch der Kollegen im Gemeinderat, dafür sei er dankbar.

Lesen Sie auch: Der neue Bürgermeister hat viele Großprojekte auf der Agenda

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