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Stöbern in Rott

05.02.2017

Von Alien bis Zauberer war alles dabei

Beim Secondhand-Faschingsmarkt in Rott war nicht nur an der Kasse viel los. Etliche der Besucher stöberten und fanden neben Kleidung auch passende Accessoires. 
Bild: Lisa Gresser

Beim Secondhand-Faschingsmarkt werden alle Faschingsträume wahr. Und das für einen guten Zweck.

Der siebenjährige Aaron möchte dieses Jahr an Fasching gerne als sein Comicbuchheld Hulk verkleidet sein. Falls das passende Kostüm nicht gefunden wird, hat er sich jedoch schon eine Alternative ausgedacht: „Dann werde ich Indianer!“ An der Auswahl wird es wohl nicht scheitern. Vom Alien- bis zum Zauberer-Kostüm gibt es beim Secondhand-Faschingsmarkt in Rott alles, was das Narrenherz begehrt.

Offiziell geht der Verkauf um 10 Uhr los, jedoch sind die ersten Faschingsfreunde schon eine halbe Stunde früher vor Ort, um die tollsten Kostüme zu ergattern. Ob für Kinder, Frauen oder Männer – hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Man weiß gar nicht, was einem zuerst ins Auge sticht, bei all den Glitzerkostümen und Accessoires. Die zweijährige Anna ist mit ihrer Mama auf der Suche nach einem passenden Kleid zu ihrem bereits lieb gewonnenen Hut. Als Burgfräulein wird die Kleine in diesem Jahr verkleidet sein. Auch Tine Mende stöbert für ihren zweieinhalbjährigen Sohn Paul. Bisher ist sie zwar noch auf der Suche nach der passenden Größe, jedoch hat sie schon ein paar Kostüme gefunden, in die Paul noch hineinwachsen wird: „In der Hoffnung, dass er die Kostüme auch noch anzieht, wenn er groß genug ist. Allerdings liegt man mit den Klassikern wie Cowboy und Indianer ja eigentlich nie schief.“

Der Faschingsmarkt wird von der aktion hoffnung sowie der Katholischen Arbeiterbewegung „Hand in Hand“ und der Pfarrei Hl. Familie Rott ausgerichtet. Der Erlös aus dem Verkauf der Kostüme kommt der Ausbildung von jungen Menschen im Südsudan zugute. Im letzten Jahr konnten 39 700 Euro an 19 Projekte weltweit gespendet werden. Auch Katharina Socher ist der Meinung, dass solche Aktionen gefördert werden sollen: „Wir waren letzten Jahr schon beim Verkauf in Peißenberg. Super, dass der Verkauf heuer auch in Rott stattfindet. Es gibt wirklich immer tolle Kostüme und für einen guten Zweck ist es ja auch noch.“ Ihre eineinhalbjährige Tochter Laura wird dieses Jahr als Sandmännchen verkleidet sein. Das Kostüm dafür näht ihre Mama selbst, sie ist nun noch auf der Suche nach ausgefallenen Stoffen und den passenden Accessoires.

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Davon gibt es beim Faschingsmarkt in Rott wirklich genügend. Während die Eltern auf Kostümsuche sind, toben sich die Kinder am Tisch für Masken und Hüte aus und begutachten ihre Auswahl im Spiegel. Aber auch erwachsene Faschingsfreunde kommen nicht zu kurz. Pia Doppelberger ist auf der Suche nach einem Kostüm zum Motto „Süßigkeiten“. Ihre Freunde und sie einigen sich jedes Jahr auf ein neues ausgefallenes Thema. Noch auf der Suche hat sie sich schon einmal einige pinkfarbene Kostüme gesichert, die in die engere Auswahl kommen. Bei der Vielfalt wird die Entscheidung am Ende sicherlich nicht leichtfallen.

Alles in allem war der Secondhand-Faschingsmarkt in Rott aus Sicht der Veranstalter ein voller Erfolg. Rund 250 Faschingsfreunde hätten sich auf die Suche nach Kostümen begeben. Laut der aktion hoffnung wurden 850 Euro eingenommen, die für die Flüchtlingsarbeit und Ausbildung von jungen Menschen in Juba im Südsuden gespendet werden. Zusammen mit den weiteren 56 Faschingsmärkten in Bayern könne so auch dieses Jahr wieder ein toller Beitrag zur Entwicklungshilfe geleistet werden.

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