Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Von Enttäuschung bis Anerkennung

Reaktionen

14.01.2015

Von Enttäuschung bis Anerkennung

Mathias Neuner
4 Bilder
Mathias Neuner

Das sagen Fans und Kicker aus der Region Landsberg zur Weltfußballer-Wahl

Für viele war es klar. Ein Torhüter kann nicht Weltfußballer werden. Eher doch ein Stürmer, dessen Tore ein Spiel entscheiden können und oft spektakulärer sind als ein mit einer Faust abgewehrter Ball. Und so hält sich die Enttäuschung über die erneute Wahl des Portugiesen Christiano Ronaldo auch bei den von unserer Zeitung befragten Experten in Grenzen. Dass Welttorhüter Manuel Neuer hinter Lionel Messi landete, stieß jedoch auf wenig Verständnis.

Mindestens auf Platz zwei hätte Tobias Heiland, Keeper beim Bayernligisten TSV Landsberg, Manuel Neuer schon gesehen, denn „Messi hat da nichts verloren“. Dass sich ein Torhüter bei einer solchen Wahl gegen einen Feldspieler hätte durchsetzen können, das glaubt Heiland schon, auch wenn es die Keeper schwerer hätten – wie er aus eigener Erfahrung weiß. „Da kann man 90 Minuten ein gutes Spiel machen, wenn einem dann ein Fehler passiert und der Gegner gewinnt 1:0, dann bleibt eben dieser Fehler hängen.“ Andererseits ist für ihn aber auch Ronaldo ein würdiger Gewinner dieser Wahl. „Wenn einer 50 Tore pro Saison macht, dann ist das schon beachtlich. Und Ronaldo ist einfach Weltklasse.“

Das findet auch Landsbergs Oberbürgermeister Mathias Neuner. In seiner aktiven Zeit war er Stürmer. „Da konnte ich nicht so viel Schaden anrichten“, sagt der 48-Jährige. Die Wahl habe er mit Spannung verfolgt, auch wenn er von Anfang an Christiano Ronaldo auf der Rechnung gehabt habe. Er sei ein Spitzenspieler und mit seinen Toren Sonderklasse. Manuel Neuer ist für Neuner der beste deutsche Spieler und ein großes Vorbild für Kinder und Jugendliche. Auch sein Sohn habe ein Trikot des Torhüters des FC Bayern München.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Auch wenn er eingefleischter Löwen-Fan ist, hätte Quirin Krötz Bayern-Keeper Manuel Neuer den Titel des Weltfußballers gegönnt. „Weil er ein super Sportsmann ist, der alles für die Mannschaft tut. Und er ist einfach ein sympathischer Typ“, sagt der Rotter Bürgermeister. Dennoch sei es klar gewesen, dass Ronaldo die Wahl gewinnen würde. „Ein Torhüter steht halt doch nicht so im Rampenlicht wie ein Superstar, der viele Tore schießt.“ Trotzdem sei Neuer, der hinter Lionel Messi Dritter wurde, mit seinem Abschneiden bei der Wahl kein Verlierer. „Wer in der Liste der Top drei steht, ist herausragend.“ Neuers Sprung in die Endauswahl und die Titel des Welttrainers für Joachim Löw und Ralf Kellermann (Frauen) sowie für Nadine Keßler (Weltfußballerin) seien große Erfolge für den deutschen Fußball.

Sie war selbst lange aktive und erfolgreiche Fußballerin: Nicole Kugelmann vom MTV Dießen. Die Trainerin der zweiten Mannschaft findet den Ausgang der Wahl „schade“. Sie hätte Manuel Neuer den Titel gewünscht. „Er beherrscht das Torwartspiel wie kein anderer und gibt ja auch den elften Mann auf dem Feld.“ Es sei sehr schade, dass Spieler, die auch bei der WM und das ganze Jahr über eine Topleistung abgerufen hätten, nicht gewählt oder zu wenig gewählt worden seien. „Im Verein hat Ronaldo Wahnsinniges geleistet, bei der WM hingegen war er ein Totalausfall.“ Aber Kugelmann ist optimistisch: „Es kommt eine neue Wahl, vielleicht wird’s dann endlich wieder ein Deutscher.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren