VR-Sozialpreis

07.05.2018

Von Mensch zu Mensch

Copy%20of%20leit673234564.tif
2 Bilder

Es gibt eine neue Kategorie Sport und ein besonderer Ehrengast besucht Landsberg

Mit einem Preisgeld von 3000 Euro wurde das Engagement der erst im vergangenen Jahr gegründeten Nachbarschaftshilfe Landsberg um Traudl Melloh und Ulrich Bender, die unter dem Motto „Hilfe von Mensch zu Mensch“ aktiv ist, ausgezeichnet. Damit gehört die Organisation zu den vier neuen Preisträgern des VR-Sozialpreises.

Nach der Auszeichnung mit dem Silbernen Stern des Sports kann sich der Ammersee-Sportverein jetzt über eine weitere Auszeichnung freuen. Für den angebotenen Inklusionssport erhält der Verein 1500 Euro.

Mit der Ausbildung von Trauma-Helfern schafft der BRK-Kreisverband Landsberg eine Plattform, die Flüchtlingen dabei helfen kann, Erlebtes zu verarbeiten, eine Perspektive für ihr Leben zu finden und in ihrer neuen Heimat anzukommen. Dieses Engagement ist der Jury ebenfalls 1500 Euro wert.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

„Alles, was ihr euch von den Menschen erwartet, das tut ihnen auch“, heißt eine der Pfadfinderregeln der Royal Rangers in Landsberg.

Für ihren christlich-sozialen Auftrag, Kindern die Natur nahezubringen, Respekt gegenüber anderen Kulturen und Religionen zu zeigen und einfach nur Spaß zu haben, erhält auch der Stamm 270 Landsberg 1500 Euro für seine Arbeit.

Alle Preisträger durften neben ihren Schecks auch eine gläserne Sozialpreis-Trophäe entgegennehmen. Mit dem 3. Mai habe man wieder ein denkwürdiges Datum für die Verleihung des VR-Sozialpreises 2018 gewählt, sagte Stefan Jörg, der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Landsberg-Ammersee, die in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Landsberg den Preis ins Leben gerufen hat.

Immerhin sei Englands „eiserne Lady“ Margret Thatcher an einem 3. Mai zur Premierministerin gekürt worden und Christoph Kolumbus entdeckte Jamaika. Zudem sei der 3. Mai 2018 der Tag der Sonne, was ihn persönlich ganz besonders freue. Mit den heuer eingereichten 30 Projekten aus Stadt und Landkreis wurden seit Bestehen des VR-Sozialpreises 28 Preisträger aus insgesamt 202 Bewerbungen gekürt.

Dass Banken das Soziale für sich entdeckt hätten und mit Aktionen wie dieser dafür sorgten, dass über Gutes geredet werde, betonte Landrat Thomas Eichinger. „Man muss gute Dinge betonen und darstellen“, meinte er weiter und begrüßte einen der beiden Gastredner, Erzabt Wolfgang Öxler aus St. Ottilien, mit den Worten: „Letztes Jahr war Markus Söder hier Gast, heuer sind Sie es. Es bleibt also alles im Zeichen des Kreuzes.“

Landsbergs Bürgermeister Axel Flörke betonte, „das große Lob und die Anerkennung gilt nicht nur für die Preisträger, sondern für alle Bewerber, die sich sozial engagieren. Denn sie helfen, der Gesellschaft ein menschliches Gesicht zu geben.“ „Eine Blume fragt nicht warum oder ob es sich lohnt, sie blüht einfach“, waren eindringliche Worte, die Erzabt Wolfgang Öxler an die Gäste richtete.

Er erlebe immer häufiger, dass Menschen nach dem Vorteil suchten, den sie aus ihrem Handeln ziehen könnten. Umso wichtiger seien diejenigen, die dort aufblühten, wo sie gebraucht würden, so der Erzabt, der seine Rede an der Gitarre mit seinem Lied „Schau auf die Blumen“ begann und beendete. Stargast des Abends war neben den Preisträgern die mehrfache Paralympics-Gewinnerin im Monoski, Anna Schaffelhuber, die sich den Fragen des Moderators, LT-Redakteur Dominic Wimmer, stellte. Im Gepäck hatte die Sportlerin von 2015 eine ihrer Goldmedaillen aus Pyeongchang sowie ihren Monoski. Schaffelhuber, die 1983 mit einer inkompletten Querschnittslähmung geboren wurde, sprach unter anderem über das Thema Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung. „Man meint in Deutschland, man sei hier sehr weit, aber wir befinden uns da eher im hinteren Mittelfeld.“ Über Inklusion und Barrierefreiheit werde zwar viel geredet und diskutiert, aber „man muss jetzt auch mal was tun.“

Sie selbst habe beispielsweise bei einer zweimonatigen Rucksack-Tour durch Australien nicht ein einziges Mal erleben müssen, irgendwo nicht hin zu kommen. „Hier in Deutschland ist das nicht so. Da muss ich mir schon ganz gezielt einen Bäcker suchen, bei dem ich problemlos meine Semmeln kaufen kann“, mahnte Schaffelhuber an.

Ob die Zuschauer darauf hoffen können, Anna Schaffelhuber bei den Paralympics 2022 in Peking wieder auf dem Siegerpodest sehen zu können, wollte Moderator Dominic Wimmer wissen.

„Das kann ich jetzt noch nicht sagen, das lasse ich auf mich zukommen“, antwortete die Lehramts-Studentin. (vang)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20LT-3724.tif
Landsberg

Eishockey: Ein Hauch von Play-off-Atmosphäre

ad__starterpaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket