Finanzwesen

13.06.2019

Von Rekord zu Rekord

Unser Foto zeigt (von links) Vorstand Martin Egger, Verbandsprüfer Roland Wengenmayer, Aufsichtsratsmitglied Anton Siefer, Aufsichtsratsvorsitzenden Johann Forster und Vorstandsvorsitzenden Stefan Jörg.
Bild: Alois Kramer

Die VR-Bank Landsberg-Ammersee wächst und wächst

Vorstandschef Stefan Jörg sprach von einem Deutschland-Rekord: Keine Genossenschaft könne im Mitgliederbereich einen vergleichbaren Zuwachs aufweisen wie die VR-Bank Landsberg-Ammersee. Seit 2011 sind zu den bis dahin 10000 Mitgliedern weitere 8000 dazugekommen, wie Jörg bei der Vertreterversammlung im Historischen Rathaussaal in Landsberg verkündete. Vor dieser Versammlung legen Vorstand und Aufsichtsrat einmal im Jahr Rechenschaft ab.

Obwohl Stefan Jörg Bundeskanzlerin Merkel wegen der schleppenden Digitalisierung rügte („Albanien hat ein besseres Mobilfunknetz als wir“), zitierte er sie wiederum lobend mit der Aussage, die Banken sollten nicht so viele Filialen schließen: „Bleiben Sie der Fläche gewogen. Effizienz ist nicht alles, eine Bank muss immer auch die Seele des Ortes und der Region sein.“ Genau das sei die VR-Bank Landsberg-Ammersee mit ihren 20 Filialen. Zum zweiten Mal in Folge habe sie die Auszeichnung „Beste Bank“ im „Focus Money City Contest“ für Qualität bei Service und Beratung erhalten. Von den acht in Landsberg vorhandenen und getesteten Banken habe die VR-Bank „mit Abstand am besten abgeschnitten“.

Während Großbanken Filialen schließen und Personal abbauen, sei die Stärke von Regionalbanken, dass trotz Internet und Apps immer noch Menschen dahinter stünden, die man kenne. „Dieses von Mensch zu Mensch äußert sich neben den üblichen Bankgeschäften auch bei den Veranstaltungen, die wir durchführen“, so Jörg. So habe die VR-Bank bei der „Oiden Wiesn“ 10000 Besucher begrüßen können. Auch die „VR-Classic-Car-Rallye“, der VR-Bank-Cup oder der VR-Sozialpreis seien inzwischen feste Einrichtungen im Raum Landsberg. Nicht vergessen werden dürfe, dass die VR-Bank Landsberg-Ammersee Kunst, Kultur, Bildung, Sport und Soziales unterstütze. 2018 seien rund 150 Schulen, Vereine, kirchliche und karitative Einrichtungen und sonstige Institutionen mit über 200000 Euro gefördert worden.

Von Rekord zu Rekord

Jörgs Vorstandskollege Martin Egger stellte die Bilanzzahlen vor. So habe sich die Bilanzsumme um 44 Millionen Euro erhöht und betrug am Ende des vergangenen Jahres 872 Millionen Euro. Die Kundengelder seien mit 728 Millionen Euro der größte Posten auf der Passivseite und setzen sich aus Spar-, Sicht- und Termineinlagen sowie Tagesgeldkonten zusammen. Mit den 283 Millionen Euro, die die VR-Bank bei den Verbundpartnern betreut, liege das Kundenanlagevermögen bei etwas über einer Milliarde Euro, das seien 58 Millionen Euro beziehungsweise 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Überschuss liege bei 1,2 Millionen Euro, der Bilanzgewinn bei 983000 Euro. An die Mitglieder wird eine Dividende von drei Prozent ausgeschüttet.

Aufsichtsratsvorsitzender Johann Forster betonte, dass die VR-Bank 2018 in Stadt und Landkreis ihre Marktstellung weiter gefestigt habe und damit die Nachhaltigkeit ihrer Geschäftsstrategie und Entscheidungen unter Beweis gestellt worden sei. Man habe die richtungsweisende Entscheidung zur Expansion getroffen, sich also nicht „aus der Fläche zurückgezogen“. Man habe „so ganz nebenbei die Filiale der Zukunft konzipiert“, wie Pflugdorf-Stadl beweise.

Nach der Genehmigung sowie der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Vertreterversammlung und der Wiederwahl der Aufsichtsräte Martina Grunow und Josef Spicker endete die Versammlung mit einer Ehrung. Das Aufsichtsratsmitglied Anton Siefer wurde für sein fast 30-jähriges Engagement mit Urkunde und silberner Ehrennadel ausgezeichnet. (kram)

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