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Serenade

18.07.2013

Von beachtlicher Qualität

Bild: Walter Herzog

Romantik mit Heinz-Jürgens-Orchester und Vox Villae

Weil Ein abwechslungsreicher Streifzug durch Jahrhunderte, Regionen und Stilrichtungen prägte die Sommerserenade, die in diesem Jahr zum zweiten Mal gemeinsam durch den gastgebenden Chor Vox Villae Weil und dem Heinz-Jürgens-Akkordeonorchester der Vhs Kaufering gestaltet wurde.

Die beachtliche Qualität der vorgetragenen Gesangs- und Musikbeiträge bescherten der zahlreichen Zuhörerschaft zwei entspannende Abendstunden bei lauen Temperaturen. Vogelgezwitscher und der mit Windlichtern und Stehtischen herausgeputzte Pausenhof der Grund- und Mittelschule Weil bot dazu einen stimmungsvollen äußeren Rahmen.

Unter der Leitung von Dr. Karl Heinz Moser eröffnete Vox Villae die Abendmusik mit vier Stücken aus der Renaissance. „Lieder aus dem 16. Jahrhundert, man glaubt es kaum, wenn man die hört, sind witzig, lustig und machen auch Stimmung“, so Moser.

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Mit sauberer Intonation und klarem Klang vorgetragen, locker aber doch beherrscht interpretiert, machte der Chor Laune auf mehr. Aus dem Chor heraus hat sich ein Frauenensemble gebildet, das „Freude daran gefunden hat, ohne Männerstimmen zu singen und dies auch weiter pflegen will“, so Heike Müller-Sühre. Mit ihren zehn Frauen entführte sie die Hörer ins schwedische Värmland und bezeugten, dass sie „edele Musik nicht verachten“. Nach der Pause überraschte ein Frauendreigesang aus den Reihen des Weiler Chores mit Frühlings- und Liebesmelodien aus dem alpenländischen Raum. Christine Arnold war es vorbehalten, mit ihrem Akkordeonorchester weitere Kontrapunkte zu setzen. Konzentriert, aber doch mit der notwendigen Lockerheit und spürbarer Spielfreude führte sie ihr Ensemble beschwingt durch die Straßen von Paris, besuchte Spanien und versprach in Mexico jemanden tausendmal zu küssen (Bésame Mucho). Nachdem sich die Musiker mit Michael Jackson für eine bessere Welt einsetzten (Heal the world), trafen sich Orchester und Chor mit Hello Dolly zu einem gemeinsamen Swing.

In die hereinbrechende Dunkelheit bot Vox Villae mit gefühlvoll vorgetragenen Liedern einen romantischen Ausklang eines rundum gelungenen Abendständchens, das mit „Kimmt schö hoamli die Nacht“ keinen passenderen Abschluss hätte finden können. (hewa)

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