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Geschäftsstellenleiter

10.06.2013

Von der Kommunalaufsicht ins Rathaus

Florian Hänle ist seit kurzem Geschäftsstellenleiter im Geltendorfer Rathaus.
Bild: Stephanie Millonig

Florian Hänle ist seit Anfang Juni im Geltendorfer Rathaus

Die Gemeinde Geltendorf hat einen neuen Verwaltungschef. Am Montag hat Florian Hänle die Arbeit als Geschäftsstellenleiter begonnen. Obwohl gerade 30 Jahre jung, bringt der Diplomverwaltungswirt, der an der Fachhochschule Kehl studierte, die Berufserfahrung mit, die man sich in Geltendorf vorstellt, wie Bürgermeister Wilhelm Lehmann bei dem gemeinsamen Gespräch sagte. „Uns hat die Fachkompetenz und die frische Art von Herrn Hänle überzeugt“, berichtete Lehmann, was für das Auswahlgremium ausschlaggebend war. Es hatte 25 Bewerbungen gegeben.

Hänle arbeitete zuvor seit 2008 beim Landratsamt Marktoberdorf in der Kommunalaufsicht, war ab 2011 stellvertretender Sachgebietsleiter, wie er erzählt. Als er die Geltendorfer Stellenausschreibung gelesen habe, habe gereizt, eine Führungstätigkeit in einer Gemeinde zu übernehmen, „die mit über 5600 Einwohnern nicht zu klein ist“. Sein neuer Aufgabenbereich sei vielfältiger und näher ab Bürger, wobei er auch bisher schon viel mit kommunalen Belangen zutun gehabt habe.

Geltendorf war ihm bisher vom Namen her ein Begriff, Hänle findet die Nähe zu München und zum Ammersee spannend. Auch das kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Gemeinde mit Ritterspielen in Kaltenberg und vielen Vereinen scheint ihm reizvoll. Die Nähe zur Landeshauptstadt hat er schon zu spüren bekommen: Die Wohnungssuche gestaltet sich hier nicht so einfach wie in ländlicheren Bereichen. Hänle will vorerst hier alleine leben, die Freundin arbeitet in Marktoberdorf und wird auch weiterhin dort leben. Jetzt muss sich der neue Chef erst einmal mit den Verwaltungsprozessen und Inhalten der Gemeinde vertraut machen, zwölf Mitarbeiter unterstützen ihn. An der Bauausschusssitzung hat er schon an seinem zweiten Arbeitstag teilgenommen.

Von der Kommunalaufsicht ins Rathaus

Und er wird auch künftig bei den Gemeinderatssitzungen anwesend sein – eine Neuerung gegenüber der bisherigen Praxis, die laut Lehmann auch dem Gesundheitszustand des bisherigen Geschäftsstellenleiters geschuldet war. Dieser sei weiterhin vier Stunden pro Tag in der Gemeinde tätig und kümmere sich vor allem um die Bereiche Beitragsrecht und Satzungsrecht. Der Bauamtsleiter, der sich lange im Krankenstand befand, ist laut Lehmann vorübergehend verrentet, wie es weitergehe, werde sich im Herbst entscheiden.

Sportschütze und Leser

Dass in Geltendorf mit dem geplanten Feuerwehrhaus, dem Konzept für eine Sportstätte oder auch der Wohngebietsausweisung an der Bahnhofstraße große und teilweise auch umstrittene Projekte anstehen, schreckt den neuen Geschäftsstellenleiter nicht. Florian Hänle sieht dies als berufliche Herausforderung. Ob ihm neben zu noch genügend Zeit zum Lesen bleiben wird – Hänle ist begeisterter Leser, wie er verrät – wird sich zeigen. Vereinsmäßig Fußballspielen wird nicht drin sein, ist er sich sicher, hofft aber darauf, wie in Marktoberdorf eine Gruppe Fußballbegeisterter zu finden, mit denen er so kicken kann. Radeln, Joggen und Schwimmen sind Sportarten, mit denen er sich fit hält, außerdem ist Hänle Sportschütze.

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