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Landkreis Landsberg

21.06.2017

Von störrischen Linden und riesigen Hainbuchen im Westerholz

Nicht nur um die Theorie geht es bei den Walderlebnistagen: Im Bild hilft Förster Roland Schörry bei einer praktischen Übung mit. Das störrische Lindenholz wird durchgesägt.
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Nicht nur um die Theorie geht es bei den Walderlebnistagen: Im Bild hilft Förster Roland Schörry bei einer praktischen Übung mit. Das störrische Lindenholz wird durchgesägt.
Bild: Romi Löbhard

Zum Auftakt der Walderlebnistage dürfen die Kauferinger Grundschüler das Westerholz erkunden und erleben. Weil Sägen gar nicht so leicht ist, müssen die Förster mithelfen.

Auftakt der Walderlebnistage 2017: An einem sonnigen Vormittag, wie geschaffen für einen Spaziergang durch den Wald, erlebten die Schüler der vier 3. Klassen an der Grundschule Kaufering als erste im Landkreis unsere grüne Lunge hautnah, lernten am praktischen Beispiel und versuchten sich auch in der Praxis.

Im Westerholz zwischen Kaufering und Scheuring hatten die Förster vier ganz unterschiedliche Stationen aufgebaut. Diese sind spielerisch konzeptioniert, es wird auf spezielle Bedürfnisse der Kinder eingegangen.

Und ganz nebenbei stellt sich am Ende der dreistündigen Führung unter fachkundiger Leitung ein Lerneffekt ein. Da ist einmal neu erworbenes Wissen über Bäume und Tiere des Waldes, die bei einem Quiz erraten werden sollen. Ein Hit ist der Bau einer Blockhütte: Dort können sich kleine Baumeister beweisen. Und einen echten Aha-Effekt verspricht das Mischwaldspiel, bei dem die Kinder hautnah erleben, warum eine gesunde Mischung an Baumarten im Wald sehr wichtig ist. Auch sägen – mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen – dürfen die Schüler. Die Lindenrundlinge im Westerholz sperren sich allerdings gegen das Kleinsägen, weshalb die Förster ein wenig mithelfen.

Was sind eigentlich Bodendecker?

Zwischen den Stationen bei der Wanderung durch den Wald gehen die Förster auf Dinge ein, die sich zufällig ergeben. Es wird über den Nutzen des Regenwurms gesprochen oder warum die riesigen Totholzstämme im Wald liegen, wofür die blühenden Bodendecker gut sind und dass es fast nur im Westerholz noch riesige Hainbuchen gibt.

Lernen am praktischen Beispiel sei wesentlich nachhaltiger als jede Theorie im Klassenzimmer, erklärt Günter Biermayer, Chef am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürstenfeldbruck. Er war gemeinsam mit Robert Boxberger von den Bayerischen Staatsforsten, Frederik Birkmeier von der Waldbesitzervereinigung (WBV) und Michael Siller, Chef am Städtischen Forstamt, zum Start der Walderlebnistage gekommen. „Bei uns in Landsberg gibt es zusätzlich einen Wettbewerb“, erzählt Siller.

Für die besten Arbeiten gibt es einen Preis

Die Klassenergebnisse der vier Grundschulen werden ausgewertet, und diejenige Klasse, die am besten abgeschnitten hat, erhält ein Präsent. „Was glauben Sie, wie die sich freuen“, meint Siller lachend. In den kommenden zweieinhalb Wochen bis 7. Juli werden auch fast alle anderen Drittklässler in Stadt und Landkreis „Wald erleben“.

Je nach Schulstandort werden die Schüler im Westerholz, Finninger oder Vilgertshofer Wald und alle Landsberger in der Pössinger Au mit Förstern unterwegs sein. Für die Landsberger organisiert das Städtische Forstamt den Tag, bei den Landkreisschulen ist es das AELF Fürstenfeldbruck – immer in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten, dem Forstbetrieb Landsberg, der WBV Landsberg sowie dem Landesbund für Vogelschutz.

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