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Stadttheater

28.11.2018

Vor Weihnachten sind Hänsel und Gretel nicht weit

Sepp Wörsching ließ die Kinder im Stadttheater das Drama um Hänsel und Gretel und die Hexe fast hautnah miterleben.
Bild: Julian Leitenstorfer

Auch in Landsberg hat der Weihnachtsklassiker einen festen Platz gefunden

Geht es auf Weihnachten zu, dann sind Hänsel und Gretel nicht weit. Die Kinder aus dem reichen Märchenschatz der Gebrüder Grimm gehören – obwohl sie sich beim sommerlichen Beerenpflücken im Wald verirren – einfach zu dem winterlichen Fest. Vielleicht weil Engelbert Humperdinck aus den Versen seiner Schwester Adelheid Wette so eine wunderbar romantische Oper gemacht hat? Egal, auch in Landsberg hat das Märchen mittlerweile seinen vermutlich zur Tradition werdenden, vorweihnachtlichen Platz gefunden – in einer Kombination Blechbläser und Sprecher.

Die Besucher im nicht ausverkauften Landsberger Stadttheater erlebten eine unterhaltsame sonntägliche Matinee. Hans-Günter Schwanzer hatte aus jungen Musikern verschiedener von ihm geleiteter Blasorchester, Schülern seiner Bläserklassen an der Musikschule, ein 20-köpfiges Ensemble namens „WeLL(b)lech“ geformt, kongenialer Partner in der Sprecherrolle war der schier unverwüstliche Sepp Wörsching. Letzterer hatte einen besonders guten Tag, sein Vortrag der Verse und vertonten Texte war klasse. Wie er seine Stimme den verschiedenen Personen lieh, wie er sich verbal in die unterschiedlichen Stimmungen hineinfühlte, das hatte Stil. Zudem bewies Wörsching mit nur kleinen Handbewegungen oder angedeutetem Minenspiel, wie sehr er sich dem Schauspiel beziehungsweise Theater verbunden fühlt. Dank Wörschings vollem Einsatz konnte der Zuschauer das Drama um Kinder und Hexe fast hautnah miterleben. Es nahm sogar ein wenig wunder, dass die Kleinen in den vorderen Reihen nicht plötzlich doch Angst bekamen ob der Vortragskunst des Erzählers.

Und WeLL(b)lech? Hans-Günter Schwanzer hatte die Truppe sehr gut vorbereitet. Die Fanfare zum Auftakt saß, mit dem Abendgebet aus der Oper verbreiteten die Bläser heimelige Stimmung. Eine Stimmung, die Stück für Stück nicht nur über den Text, sondern auch mithilfe einer passend gewählten, dynamisch servierten Musik kippte: Kinder tanzen fröhlich, Mutter macht Riesentheater. Kinder im unheimlichen Wald, Hexe schmeichelt, Hexe wird böse, der Rest ist bekannt. Wörsching legte sich stimmlich ins Zeug, WeLL(b)lech verband, trennte oder untermalte die teils schaurig-schönen Texte. Schlussendlich wendete sich wie im Märchen auch in der Landsberger Fassung alles zum Guten. Wie heißt es so schön in Wettes Versen: „Böse Werke dauern nicht.“ (löbh)

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