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04.12.2010

Vornehm und großzügig

Mehr Platz ist jetzt im Altarraum der Kirche St. Petrus Canisius, dabei wurde unter anderem das Eichenpodest, auf dem früher der Altar stand, entfernt. Foto: ger
Bild: ger

Riederau Viel großzügiger als bisher ist seit Kurzem der Altarraum in der Riederauer Kirche St. Petrus Canisius. Mit sechsjährigem Abstand zur damaligen Renovierung der Kirche hat nun dieser Teil des Gotteshauses eine weitere Veränderung erfahren: Der alte, zur Wand hin ausgerichtete Altar wurde abgebaut, ebenso das Eichenpodest, auf dem er sich erhob, erläutert Kirchenpfleger Johann Grünbauer, der nun die Umgestaltung des Chors als vollendet ansieht.

Die erste Etappe war dabei bereits 2004 beschritten worden, als im Rahmen einer größeren Renovierung die Kirche mit einem Volksaltar aus Stein und Glas ausgestattet wurde, der das bisherige schlichte Holztischchen ersetzte. Außerdem wurde das Chorgewölbe teilweise gelb getüncht und eine neue Beleuchtung installiert, die diesen Teil der Kirche besonders betonen soll. Der steinerne zur Wand hin ausgerichtete Altar von 1958 blieb damals noch stehen, obwohl er nunmehr nur noch die Funktion eines Tabernakels hatte.

Platz reichte nicht immer aus

Das Thema wurde jetzt wieder aufgegriffen, weil es in dem Altarraum manchmal recht eng hergeht, etwa wenn sich dort zu besonderen Anlässen Fahnenabordnungen postieren oder wenn sich am Weißen Sonntag die Schar der Erstkommunikanten versammelt - im nächsten Jahr immerhin gleich 13, wie Grünbauer betont.

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Diese werden im nächsten Frühjahr ausreichend Platz haben. Das ganze Altarrund hat nun eine Ebene. Anstelle des Altars trägt jetzt ein Podest aus Muschelkalkblöcken den Tabernakel, dem eine liegende Platte vorgelagert ist. "Das empfindet die Grabeshöhle Christi nach", schildert Grünbauer die Überlegungen, von denen sich der Bildhauer Karlheinz Torge aus Gundelfingen bei der Gestaltung leiten ließ. Für die sechs Altarleuchten wurden einfache steinerne Säulen angefertigt, die die Jugendstilformen der Kerzenständer besonders hervorheben. In Verbindung mit den beiden Lorbeerbäumchen ist dem Architekten Klaus Windisch eine vornehme Raumwirkung gelungen, die die klare und zurückhaltende Formensprache des 1929 geweihten Gotteshauses fortsetzt.

Für die Neugestaltung hat die Filialkirchenstiftung in Riederau 16 000 Euro aufgewendet. (ger)

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