1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Wachstum auch ohne neue Baugebiete

Flächennutzungsplan

19.09.2011

Wachstum auch ohne neue Baugebiete

Nur im Westen von Utting sieht der Entwurf des Flächennutzungsplans noch etwas bauliche Entwicklung vor, beispielsweise an der Achselschwanger Straße in Form eines Mischgebiets.
Bild: Foto: Julian Leitenstorfer

Demnächst Auslegung, dann besteht für Bürger und Behörden nochmals Gelegenheit, Stellung zu nehmen

Utting Die Gemeinde Utting läutet die zweite Runde im Verfahren für den neuen Flächennutzungsplan ein. Der Entwurf, der in wenigen Wochen ausgelegt werden soll, ist jetzt nochmals im Gemeinderat vorgestellt und gebilligt worden. Inhaltliche Änderungen haben sich derweil nicht ergeben.

Größere bauliche Entwicklungsmöglichkeiten sieht der Flächennutzungsplan nicht vor, fasste Ortsplanerin Ulrike Angerer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München zusammen. Die gegenüber dem alten Plan neu aufgenommenen Siedlungsflächen sind bereits seit mehreren Jahren vorhanden – so die Wohngebiete auf dem Sulzfeld und dem ehemaligen Dyckerhoff-Gelände.

Die einzige größere zukünftige (Wohn-)Baufläche ist ein Mischgebiet, das an der Achselschwanger Straße dargestellt ist. Hier befand sich einst ein Sägewerk. Das rund 5000 Quadratmeter große Gelände erwarb dann die Gemeinde, derzeit wird es von einer örtlichen Zimmerei als Betriebsgelände genutzt.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Daneben stellt der Flächennutzungsplan neu einige kleinere sogenannte „Gemeinbedarfsflächen“ dar. Angerer erwähnte einen möglichen neuen Bauhof-Standort an der Auraystraße und zwei Plätze für ein Jugendhaus: einmal hinterm Rathaus im Bereich des jetzigen Bauhofs, zum anderen südlich des Bahnhofs.Ansonsten ist eine Entwicklungsfläche nur noch für gewerbliche Zwecke an der Nordwestseite des Industriegebiets vorgesehen – und das inklusive Umfahrungstrasse zwischen Schondorfer und Landsberger Straße.

Trotz dieser weitgehenden Entwicklungszurückhaltung für den Außenbereich wird aber mit einem weiteren Bevölkerungswachstum gerechnet. Die Bebauungsreserven im Innenbereich bezifferte Angerer auf zwölf Hektar in Utting und 2,8 Hektar in Holzhausen. Auf diesen Flächen könnten rein rechnerisch 1100 Einwohner untergebracht werden. Halte das Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahre von durchschnittlich 1,2 Prozent weiter an, würden diese Reserven bis zum Jahr 2025 noch nicht ganz ausgeschöpft sein. Auf der Basis von 1,2 Prozent Zuwachs im Jahr würde sich bis dahin die Einwohnerzahl um 850 auf dann rund 5200 erhöhen.

Wer sich den Entwurf des Flächennutzungsplans noch einmal genau anschauen und sich während der Auslegung gegebenenfalls auch äußern will, muss dazu übrigens nicht mehr ins Rathaus kommen. Über die Internetseite des Planungsverbands (pv-muenchen.de) können alle Unterlagen heruntergeladen werden. Wann das so weit sein wird, blieb jedoch in der Gemeinderatssitzung noch offen. „Zeitnah“ lautete die Antwort auf diese Frage, worauf sich Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) veranlasst sah, den Zeitraum auf „einige Wochen“ einzugrenzen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren