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Egling

27.02.2020

Wahl in Egling: In der Ortsmitte ist ein soziales Zentrum geplant

Das Gemeindehaus in Egling soll zwei Neubauten weichen. Die Schützen bekommen aber an anderer Stelle im Ort eine neue Heimat, weil das Projekt sonst zu teuer geworden wäre.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Zwei Konkurrenten fordern den Amtsinhaber in Egling heraus. Es stehen einige Großprojekte an.

Ferdinand Holzer ( CSU ) ist seit sechs Jahren Bürgermeister von Egling. Damals beerbte er Leonhard Wörl. Bei den Kommunalwahlen tritt er erstmals zur Wiederwahl an und muss sich gegen zwei Konkurrenten behaupten. Gegen einen konnte er sich bereits bei der vergangenen Wahl durchsetzen.

Vor sechs Jahren hatte Sebastian Herbig mit 29,01 Prozent der gültigen Wahlstimmen das Nachsehen. Diesmal tritt er wieder an. Der dritte Kandidat, der ins Rathaus möchte, ist Anton Baur. Nicht nur bei der Frage wer Bürgermeister wird, haben die Eglinger eine große Auswahl, sondern auch bei den künftigen Gemeinderäten. Gleich 64 Bewerber haben sich aufstellen lassen bei den fünf Listen. Diese gehören der CSU-Bürgergemeinschaft Egling-Heinrichshofen (16), Dorfgemeinschaft Egling-Heinrichshofen (13), ÖDP (11), Bayernpartei - Freier Bürgerblock (14) und der Wählergemeinschaft Heinrichshofen (10) an.

Trinkwasserversorgung muss gesichert werden

Auf den neuen Bürgermeister und den neuen Gemeinderat warten einige Großprojekte , die in der kommenden Legislatur angepackt werden sollen beziehungsweise müssen. Dazu gehört die Sicherung der Trinkwasserversorgung durch einen Notverbund mit der Adelburggruppe sowie die regelmäßige Abnahme einer festgelegten Wassermenge von der Gruppe. Auch steht bei dem Thema die Modernisierung und Ertüchtigung der gemeindeeigenen Infrastruktur an. Hierfür werden voraussichtlich 1,26 Millionen Euro fällig, wobei die Gemeinde hofft, dass der Zuschuss an staatlicher Förderung 80 Prozent betragen wird.

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Ein weiteres großes Projekt ist das „Soziale Zentrum Dorfmitte“. Das Bestandsgebäude – das Gemeindehaus an der Hauptstraße – soll abgerissen und durch zwei Gebäuderiegel ersetzt werden, die durch ein Parkdeck und eine Terrassenkonstruktion miteinander verbunden werden sollen. Auf der Terrasse ist angedacht, einen „sozialen Begegnungsraum“ zu realisieren. In der Summe sollen in beiden Gebäudekomplexen acht Wohneinheiten Platz finden, deren Größe sich an den Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus orientieren soll. Daneben sind verschiedene Funktionsräume geplant, die beispielsweise durch den Eine-Welt-Laden sowie durch eine Gesundheitspraxis und eine Post genutzt werden könnten.

Schützen bekommen eine neue Heimat

Verworfen wurde aus Kostengründen die Idee, auch die Schützen dort unterzubringen. Bei der vorgelegten Planung hätte der Keller deutlich größer sein müssen, damit diese ausreichend Platz haben. Die Planer präsentierten im Oktober eine Summe von 4,9 Millionen Euro für dieses Szenario. Deswegen kommt eine kleinere Lösung, die nach aktuellem Stand 3,7 Millionen Euro kosten wird.

Die Schützen sollen derweil ein eigenständiges Gebäude am Schulzentrum, südöstlich der Mehrzweckhalle, bekommen. Dafür müssen voraussichtlich rund 700000 Euro aufgebracht werden. Nach monatelangen Debatten über verschiedene Standorte hatte sich der Gemeinderat kürzlich auf diese Lösung geeinigt.

Finanziert werden muss auch der Neubau des Bauhofs. Dieser soll bei der Kläranlage entstehen und 1,5 Millionen Euro kosten. Das vorgesehene Gebäude hat eine Länge von 40 Metern und eine Breite von 14 Metern. Zudem wird es künftig einen Tankplatz für die Fahrzeuge des Bauhofs geben.

Die Bürgermeisterkandidaten:

Ferdinand Holzer

Ferdinand Holzer
Bild: Julian Leitenstorfer


  • Name Partei/Wählergemeinschaft: CSU-Bürgergemeinschaft Egling-Heinrichshofen
  • Geburtstag: 25. März 1973
  • Erlernter Beruf: Wirtschaftsjurist
  • Ausgeübter Beruf: Finanzberater
  • Familie: ledig
  • Politischer Werdegang: Seit 1996 Mitglied des Gemeinderats, ab 2008 Zweiter Bürgermeister und seit 2014 Erster Bürgermeister
  • Mich interessiert Kommunalpolitik, weil ich unsere Heimat nachhaltig gestalten will.
  • Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Die Sicherstellung der Wasserversorgung Eglings durch einen Notverbund und zweiten Brunnen, die Fertigstellung unseres Gewerbegebiets für einheimische Gewerbetreibende sowie den Neubau der Liegenschaft Hauptstraße 33 mit verschiedenen sozialen Einrichtungen
  • Meine größte Stärke: Klares, strukturiertes Arbeiten
  • Meine größte Schwäche: Ungeduld


Sebastian Herbig

Bild: Herbig


  • Partei/Wählergemeinschaft: Dorfgemeinschaft Egling-Heinrichshofen
  • Geburtstag: 26. März 1979
  • Erlernter Beruf: Studium der Wirtschaftsinformatik
  • Ausgeübter Beruf: Unternehmer, IT-Branche
  • Familie: verheiratet, vier Kinder
  • Politischer Werdegang: Gemeinderat seit 2014
  • Mich interessiert Kommunalpolitik, weil das die echte Politik ist, die uns vor Ort direkt betrifft.
  • Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Die Bürger sollen mehr Mitentscheidung bei generationenübergreifenden, großen Projekten erhalten. Durch Bebauungspläne will ich ein nachhaltiges, energiebewusstes Bauen fordern und unterstützen. Auch eine wohnortnahe ärztliche Versorgung muss gewährleistet sein.
  • Meine größte Stärke ist meine Unabhängigkeit. Entscheidungen sollen zum Wohl aller beitragen und nicht einzelne besserstellen.
  • Meine größte Schwäche ist oftmals nicht Nein sagen zu können. Ich arbeite aber daran, um dadurch gewonnene Zeit für bereits begonnene Projekte gezielter einsetzen zu können.


Anton Baur

Bild: Albert Niedermeyr


  • Partei/Wählergemeinschaft: Bayernpartei - Freier Bürgerblock
  • Geburtstag: 21. Dezember 1985
  • Erlernter Beruf: Lehrer
  • Ausgeübter Beruf: Lehrer
  • Familienstand: ledig
  • Politischer Werdegang: Bislang keine politische Funktion.
  • Mich interessiert Kommunalpolitik, weil mir das Wohl meiner Mitbürger am Herzen liegt.
  • Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Ich werde mich für den Erhalt und die Belange der ortsansässigen Vereine einsetzen, da eine Identifizierung mit der Heimat hauptsächlich über die Vereine passiert. Mir ist es wichtig, dass eine bedarfsgerechte Ausweisung von bezahlbarem Baugrund erfolgt, sodass Einheimische auch zukünftig in Egling und Heinrichshofen wohnen können. Mir liegt es am Herzen, dass alle Generationen unterstützt werden. Dazu müssen Projekte für seniorenfreundliches Wohnen als auch für die Jugend gefördert werden.
  • Meine größte Stärke ist, dass ich für alle ein offenes Ohr habe und deshalb versuche, Kompromisse zu finden.
  • Meine größte Schwäche ist, dass ich oft nicht Nein sagen kann.
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