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Geltendorf

10.03.2020

Wahl in Geltendorf: Wie geht es mit der Paartalhalle weiter?

Die Paartalhalle in Walleshausen ist ein kommunalpolitischer Dauerbrenner in der Gemeinde Geltendorf. Renovieren oder abreißen und neu bauen – die Meinungen, was mit dem Gebäude geschehen soll, gehen auseinander.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Die marode Sporthalle im Ortsteil Walleshausen ist eines der großen Themen im Wahlkampf in Geltendorf. Die Bürgermeisterkandidaten haben dazu unterschiedliche Lösungsansätze.

Drei Perioden lang war Wilhelm Lehmann Bürgermeister in Geltendorf und seinen Ortsteilen Kaltenberg, Walleshausen und Hausen. Damit ist jetzt Schluss. Drei Bürger der Gemeinde mit 5600 Einwohnern wollen ihn beerben. Marion Wisura wurde vom CSU-Ortsverband Geltendorf nominiert, Claudius Mastaller ist Bürgermeisterkandidat des Wahlvorschlags Unabhängige Bürger und Zweiter Bürgermeister Robert Sedlmayr Kandidat der ÖDP. Ein Dauerbrenner ist die marode Paartalhalle im Ortsteil Walleshausen. Renovieren oder abreißen und neu bauen? Die Kandidaten sind dabei nicht einer Meinung.

78 Bürger auf sechs Listen wollen einen der 20 Gemeinderatssitze. Und es warten große Aufgaben auf den neuen Gemeinderat. So hat das derzeitige Gremium die Anpassung des Kinderbetreuungsangebots an die aktuellen Zahlen im Gemeindebereich bereits auf den Weg gebracht. Bis der geplante Neubau beim Bürgerhaus bezogen werden kann, hält die Gemeinde vorübergehende Notlösungen für den Nachwuchs bereit. Stark sanierungsbedürftig ist auch die Grundschule. Hier wurden erst Zahlen für die Ertüchtigung vorgelegt. Das Gleiche gilt für den Alten Wirt, auch diese gemeindliche Liegenschaft ist renovierungsbedürftig.

Die Parksituation am Bahnhof nervt Anwohner und Pendler

Seit Jahren Dauerbrenner im Gemeinderat ist die Paartalhalle in Walleshausen. Renovieren oder abreißen und neu bauen – schon hier scheiden sich die Meinungen im Gremium. Die Vorgehensweise bei einer möglichen Sanierung ist ebenfalls umstritten. Dazu kommen schadhafte Straßen und Wasserleitungen in allen Ortsteilen und die Einrichtung eines weiteren Standbeins für die Trinkwasserversorgung, die gemeindliche Mitwirkung bei der Optimierung der Parksituation am Bahnhof. Die Bereitstellung finanzieller Mittel für zumindest einige dieser Projekte wird nur über den Verkauf von Bauland und Gewerbeflächen möglich sein. Langweilig dürfte es dem neuen Bürgermeister und seinem Ratsgremium bei dieser Fülle an Aufgaben kaum werden. Dazu setzen die drei Kandidaten, die ihren jeweiligen Wahlvorschlag auch als Spitzenkandidaten anführen, weitere Prioritäten.

Wahl in Geltendorf: Wie geht es mit der Paartalhalle weiter?

Claudius Mastaller nennt drei Punkte, die ihm als Bürgermeister wichtig wären. So ist ihm ein Anliegen, dass die Ortsteile zusammenwachsen. Hier sieht er Nachholbedarf. „Wir haben deshalb geschaut, dass auf unserer Liste möglichst alle Ortsteile vertreten sind.“ Weiterer wichtiger Punkt ist für den 47-jährigen Sachgebietsleiter bei der Polizei, dass Geltendorf wirtschaftlich handlungsfähig bleibt. Daraus resultiert ein dritter Punkt: Der Bürgermeisterkandidat favorisiert die Sanierung, nicht einen Neubau der Paartalhalle. „Die Sanierung sollte in mehreren Schritten geschehen, um den Gemeindefinanzen finanzielle Erholungsphasen zu ermöglichen.“

Sedlmayr möchte etwas für die Umwelt tun

Robert Sedlmayr von der ÖDP vertritt seit mittlerweile vier Wahlperioden die Interessen Geltendorfer Bürger. Seit 2014 ist der 53-jährige Bankfachwirt Zweiter Bürgermeister. Sedlmayr möchte vor allem die Umweltpolitik ausbauen und vorantreiben. Beispiele sind Blühstreifen auf öffentlichen Flächen, Klimaneutralität der Gemeinde bis in zehn Jahren, stark verbesserter ÖPNV, Renaturierung von Gewässerrändern, Radwegebau. Zur Paartalhalle vertritt Sedlmayr die Meinung, dass ein Neubau die vernünftigste Lösung ist.

CSU-Kandidatin Marion Wisura ist kommunalpolitisch ein unbeschriebenes Blatt. Die 58-jährige Bankkauffrau dürfte allerdings vielen Geltendorfern über ihre sportlichen Aktivitäten in mehreren Ortsvereinen bekannt sein. Sie wolle frischen Wind ins Gremium bringen und als Frau neue Ideen beisteuern, hatte Wisura bei ihrer Nominierung erklärt. Begonnenes weiterführen und zu einem guten Ende bringen, bei schwierigen Angelegenheiten nach alternativen Wegen suchen, ist Wisuras Vorstellung, wie sie als Bürgermeisterin agieren würde.

Die Bürgermeisterkandidaten:

Claudius Mastaller

Claudius Mastaller
Bild: Franz Dilger


Partei/Wählergemeinschaft Unabhängige Bürger Geltendorf

Geburtstag 11. August 1972

Erlernter Beruf Kfz-Sachverständiger, Dipl. Ing. (FH)

Ausgeübter Beruf Sachgebietsleiter Polizeitechnik

Familie verheiratet, vier Kinder

Politischer Werdegang Gemeinderat seit 2014

Mich interessiert Kommunalpolitik, weil ich gerne mit Menschen umgehe, Verantwortung übernehme, meine Heimat sowie Traditionen bewahren und dadurch Vorbild für unsere Jugend sein möchte.

Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Verschiedene Modernisierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen. Dazu brauchen wir auch eine leistungsfähige und bürgerorientierte Verwaltung. Den Kindern und künftigen Bewohnern unserer Erde ein intaktes Umfeld zu hinterlassen, ist existenziell.

Größte Stärke pragmatisch und lösungsorientiert handeln.

Meine größte Schwäche ist mitunter ein Perfektionismus, um Nacharbeiten zu vermeiden.

Robert Sedlmayr

Robert Sedlmayr
Bild: ÖDP/Sedlmayr


Partei/Wählergemeinschaft ÖDP

Geburtstag 9. Oktober 1966

Erlernter Beruf Bankfachwirt

Ausgeübter Beruf Vermögensberater bei der Sparkasse

Familie vier Kinder, ein Enkelkind

Politischer Werdegang Seit 1996 im Gemeinderat. 2008 bis 2014 Dritter und seit 2014 Zweiter Bürgermeister. Seit 2002 Kreisrat.

Mich interessiert Kommunalpolitik, weil ich mit Leidenschaft die Lebensverhältnisse meiner Mitbürger mitgestalten will. Die Bewahrung unserer Landschaft ist Motivation für all meine Handlungen.

Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Verbesserung der Parksituation am Bahnhof, Neubau der Paartalhalle mit Schützenheim in Walleshausen und einer Sporthalle in Geltendorf, Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Meine größte Stärke Meine aktive Kommunikation mit Bürgern.

Meine größte Schwäche Das Zurückstellen von privaten und familiären Belangen hinter meine Aktivitäten für die Gemeinschaft.

Marion Wisura

Marion Wisura
Bild: Franz Dilger


Partei/Wählergemeinschaft CSU

Geburtstag 24. August 1961

Erlernter Beruf Bankkauffrau

Ausgeübter Beruf Bankkauffrau

Familie verheiratet, eine Tochter

Politischer Werdegang seit 2010 stellvertretende Ortsvorsitzende der CSU Geltendorf

Mich interessiert Kommunalpolitik, weil ich mich meiner Heimat verbunden fühle. Geltendorf ist die viertgrößte Gemeinde im Landkreis und hat ein unglaubliches Potenzial, das es voranzubringen gilt.

Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Mit den Mitarbeitern der Gemeinde in den Dialog treten, Bestandsaufnahme der bereits laufenden und der offenen Tätigkeiten und die Einbeziehung der Gemeinderäte in die Umsetzung der anstehenden Arbeiten.

Meine größte Stärke Entscheidungen zu treffen und diese umzusetzen.

Meine größte Schwäche Ich konnte bis jetzt keine feststellen, aber jedem sind welche zuzugestehen.

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