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Greifenberg

12.03.2020

Wahl in Greifenberg: Das neue Freibad ist auf dem Weg

Das Warmfreibad in Greifenberg auf einer aktuellen Luftaufnahme. Es soll erneuert werden. Zuletzt hat die Gemeinde den Bauantrag des Landratsamts genehmigt.
Bild: Christian Rudnik

Plus In Greifenberg bewerben sich vier Kandidaten um das Bürgermeisteramt. Den Wahlsieger wird auch die Erneuerung des Warmfreibads beschäftigen.

Vier Bürgermeisterkandidaten, fünf Listen mit 55 Bewerbern um einen der 14 Plätze im Gemeinderat: Die Auswahl ist groß für die Wahlberechtigten in Greifenberg und seinem Ortsteil Beuern. Ein Thema wird den neuen Bürgermeister und seinen Gemeinderat von Anfang an begleiten. Der Landkreis erneuert das Warmfreibad in Greifenberg und das benachbarte Fitnessstudio will sich auf dem Gelände erweitern. Und da lief im Vorfeld nicht alles rund.

Acht der Gemeinderatskandidaten bestimmen die Geschicke des Ortes mit seinen rund 2250 Einwohnern bereits seit einer oder mehreren Perioden aktiv mit. Johann Albrecht zieht sich nach Jahren als Gemeinderat und zuletzt zwei Perioden als Bürgermeister aus der Kommunalpolitik zurück. Mit Elisabeth Baus und Patricia Müller sind zwei der vier Bewerber um seine Nachfolge weiblich. Beide sind Gemeinderätinnen, Baus seit 2008, Müller seit 2014. Ihre männlichen Konkurrenten sind Hagen Adler und Anton Ettner. Letzterer ist kommunalpolitisch ein Neuling, Adler hingegen sitzt seit 2008 im Gemeinderat, seit 2014 ist er Zweiter Bürgermeister.

Anton Ettner bewirbt sich nur als Bürgermeisterkandidat

Elisabeth Baus ist Bürgermeister- und Spitzenkandidatin der Vorschlagsliste „Aktive Gemeinde“ mit zehn Bewerbern. Neben Baus findet der Wähler dort drei weitere aktive Gemeinderäte. Patricia Müller hat mit 13 weiteren an Kommunalpolitik Interessierten eine neue Liste gegründet und führt diese auch als Spitzenkandidatin an. Der Wahlvorschlag „LWD L(i)ebenswertes Dorf – Greifenberg“ ging aus einer Arbeitsgruppe hervor, deren Mitglieder sich mit Verbesserungen im innerörtlichen Bereich beschäftigten und das auch immer noch tun.

Wahl in Greifenberg: Das neue Freibad ist auf dem Weg

Die elf Kandidaten auf dem Wahlvorschlag „Neugreifenberg“ – drei davon derzeit aktive Gemeinderäte – werden angeführt von Hagen Adler, der von dieser Wählergruppierung auch als Bürgermeisterkandidat nominiert wurde. Der vierte Bürgermeisterkandidat für Greifenberg ist Anton Ettner, nominiert vom Wahlvorschlag „Gemeinwohl Greifenberg“. Ettner führt die sieben Bewerber um einen Sitz im Gemeinderat nicht als Spitzenkandidat an. Er beschränkt sich auf seine Kandidatur als Bürgermeister.

Die „Beurer Liste“ tritt wieder zur Gemeinderatswahl an. Die Kandidaten möchten sich für die Gesamtgemeinde einsetzen und Ansprechpartner für alle Bürger sein. Der Bauleiter und Vorstand der Dorfgemeinschaft, Roman Albrecht, führt die Liste mit 13 Kandidaten an.

Die Duswinkelbrücke ist marode

Greifenberg ist seit mehreren Jahren schuldenfrei. Einige Projekte konnten in den vergangenen Jahren angestoßen und zum Teil abgeschlossen werden. Viele Diskussionen drehten sich um die marode Duswinkelbrücke über die Bahnlinie. Die Brücke ist mittlerweile erneuert, das Projekt fast abgeschlossen. Das Gleiche gilt für die Erneuerung des Warmfreibads, hier hat der Gemeinderat aktuell den Bauantrag des Landkreises genehmigt. Es gibt aber auch Kritik an dem Projekt.

Straßenbau und Glasfaserversorgung des Ortes waren weitere Maßnahmen. Bauland nach dem Einheimischenmodell und Erweiterung des Gewerbegebiets Mitterfeld sind Projekte, die auch den zukünftigen Gemeinderat beschäftigen werden. Die vor Wahlen üblichen Versprechungen wolle sie nicht geben, sagt die 63-jährige Rechtsanwältin Elisabeth Baus. Im Falle ihrer Wahl zur Bürgermeisterin werde jedoch ihre kommunalpolitische Erfahrung und berufliche Kompetenz in vollem Umfang zum Tragen kommen. Auch Patricia Müller hält nichts von Versprechungen. Wesentlich ist für sie ihre „fachliche und persönliche Kompetenz“. Sie sei, sagt Müller über sich selbst, eine „Integrationsfigur und Netzwerkerin“, für die Vernetzen an oberster Stelle steht. So pflege sie seit Jahren bereits in unterschiedlichen Bereichen Kontakte zu den Nachbargemeinden.

Dem 50-jährigen Hagen Adler sind der Erhalt der Nahversorgung wie auch die Unterstützung ortsansässiger Gewerbetreibender über die Bereitstellung von Gewerbeflächen wichtig. Bessere Bürgerinformation und Ausbau des ÖPNV sind weitere Themen, die dem Bankkaufmann am Herzen liegen. Der 61-jährige Agraringenieur Anton Ettner schließlich hat sich bezahlbaren Wohnraum, Arbeitsplätze vor Ort und verbesserten ÖPNV auf seine Agenda geschrieben.

Die Bürgermeisterkandidaten:

Hagen Adler

Hagen Adler
Bild: Hagen Adler

Partei/Wählergemeinschaft Neugreifenberg

Geburtstag 16. Mai 1969

Erlernter Beruf Facharbeiter für Bergbautechnologie/Industriekaufmann/Bankkaufmann

Ausgeübter Beruf Bankkaufmann

Familie verheiratet, drei erwachsene Kinder

Politischer Werdegang seit 2008 im Gemeinderat, ab 2014 Zweiter Bürgermeister

Mich interessiert Kommunalpolitik weil es die direkte und bürgernahste Möglichkeit ist, mit Engagement, mit den gewählten Gemeindevertretern die Errungenschaften der vergangenen Jahre und Jahrzehnte zu sichern und zusammen weiterzuentwickeln.

Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Transparente Kommunalpolitik durch aktive Einbindung aller Bürger, Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Familien und für kleinere Haushalte, Weiterentwicklung des Gewerbegebietes und Einbindung der ortsansässigen Gewerbetreibenden.

Meine größte Stärke ist die positive Einstellung im Leben.

Meine größte Schwäche ist, dass ich selber gerne arbeite und mehr delegieren sollte, damit mich meine Familie nicht nur am Abend sieht.

Elisabeth Baus

Elisabeth Baus
Bild: Baus

Partei/Wählergemeinschaft

Aktive Gemeinde

Alter 63 Jahre

Erlernter Beruf Rechtsanwältin

Ausgeübter Beruf Partnerin einer Münchner Anwalts-, Steuerberater- und Wirtschaftskanzlei

Familie verheiratet, eine Tochter

Politischer Werdegang seit 2008 Gemeinderätin

Mich interessiert Kommunalpolitik, weil ich so zu den politikübergreifenden Herausforderungen unserer Zeit wie Klimawandel, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auf gemeindlicher Ebene einen konstruktiven Beitrag leisten kann.

Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Greifenberg soll im Ortszentrum wieder eine Gastronomie erhalten. Ein zeitnaher „erster Spatenstich“ zum neuen Warmbad sowie eine längst fällige Entscheidung darüber, ob ein Investor das benachbarte Areal bebauen darf, sind nötig. Ich bin gegen die weitere Ausweitung des geplanten Gewerbegebietes bis zur Painhofener Straße, wobei die überplante erste Erweiterung (Mitterfeld II) selbstverständlich bestehen bleibt.

Meine größten Stärken Kompetenz, kommunalpolitische Erfahrung und Durchsetzungsfähigkeit.

Meine größte Schwäche ist -

Anton Ettner

Anton Ettner
Bild: Anton Ettner

Partei/Wählergemeinschaft Gemeinwohl Greifenberg

Geburtstag 23. Januar 1959

Erlernter Beruf Landwirt

Ausgeübter Beruf Stationstechniker

Familie verheiratet, sechs Kinder und drei Enkelkinder.

Politischer Werdegang -

Mich interessiert die Kommunalwahl, weil ich nach 40 Jahren in Greifenberg weiß, wo Veränderungen nötig sind und keine Scheu habe, diese gemeinsam anzupacken.

Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Die Deckung des Wohnbedarfs ortsansässiger Bürger soll nach dem „Einheimischenmodell“ gefördert werden. Mir liegt eine generationsübergreifende Kommunikation sehr am Herzen. Mir schwebt zudem ein Treffpunkt vor für 50 bis 100 Leute. Darüber hinaus setze ich mich für den Ausbau der öffentlichen Nahverkehrsanbindung mit Bus und Bahn ein. Meine Idealvorstellung ist es, den Bahnhof in Greifenberg wieder in Betrieb zu nehmen.

Meine größte Stärke Ich habe einen guten Draht zur Jugend.

Meine größte Schwäche Mein Schweizer Schwiegersohn hat zwei Jahre gebraucht, bis er meinen Dialekt verstanden hat.

Patricia Müller

Patricia Müller
Bild: Franz Dilger

Partei/Wählergemeinschaft LWD - L(i)ebenswertes Dorf – Greifenberg

Geburtsjahr 1964

Erlernter Beruf Projekt-Event-Managerin, Haus- und Grundstücksverwalterin

Ausgeübter Beruf Selbstständig im Projekt-Event-Management

Familie verheiratet, drei erwachsene Kinder

Politischer Werdegang Gemeinderätin seit 2014

Mich interessiert Kommunalpolitik, weil sie die Basis unserer Demokratie ist und ich unmittelbaren Einfluss auf ein bürgerfreundliches und zeitgemäßes Lebensumfeld in meiner Gemeinde nehmen kann.

Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Die Informationspolitik der Gemeinde soll besser und transparenter werden. Deswegen möchte ich zum Beispiel ein Rederecht für alle Bürger vor jeder Gemeinderatssitzung. Wichtig ist mir die Umsetzung der Ergebnisse aus der Bürgerbefragung. Ich möchte einen lebendigen Ortskern mit einem Bürgertreffpunkt etablieren.

Meine größte Stärke ist mein kommunikatives Talent.

Meine größte Schwäche Für meinen Mann und meine drei Kinder würde ich alles tun.


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