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Wahlkampf in Zeiten von Corona

Wahlkampf in Zeiten von Corona
Kommentar Von Stephanie Millonig
06.03.2020

Veranstalter haben es derzeit nicht leicht: Sie tragen wegen der Corona viel Verantwortung. Warum es im Landkreis Landsberg noch viele Events gibt, erklärt Stephanie Millonig.

Leben mit der Corona-Ansteckungs-Gefahr? Auf persönlicher Ebene kein so großes Thema: Immer wieder die Hände waschen, keinen Handschlag oder Bussi-Bussi zur Begrüßung und Abstand zu erkrankten Menschen – entsprechende Ratschläge finden sich auf den Internetseiten von Landratsamt und Stadt. Schwieriger wird es für Veranstalter, sie tragen größere Verantwortung. Der Starkbieranstich am Nockherberg in München wurde am Freitag abgesagt, bei der Bundesliga könnte es zu Absagen oder Spielen vor leeren Rängen kommen.

Wie ist vorzugehen? Es gibt eine allgemeine Handlungsanweisung des Robert-Koch-Instituts. Ein erhöhtes Risiko liegt beispielsweise vor, wenn Menschen aus einem bekannten Risikogebiet teilnehmen oder aus Regionen mit gehäuften Auftreten von Covid-19 Fällen zu der Veranstaltung kommen.

Kommunalwahlkampf ist eine lokale Sache

Bei den derzeitigen Wahlveranstaltungen ist dies eher unwahrscheinlich, Kommunalpolitik ist von lokalem Interesse. Der Landkreis Landsberg hat den Vorteil, dass die erste Corona-Ansteckungswelle gestoppt werden konnte und bisher keine neuen Fälle aufgetreten sind.

Wahlkampf in Zeiten von Corona

Also Ja zur aktuellen Podiumsdiskussion der Dießener Bürgermeisterkandidaten moderiert vom Landsberger Tagblatt. Plakate werden an den Türen angebracht, um alle aufs richtige Verhalten hinzuweisen. Auch der HCL wagt es und lädt am Sonntag zur Eisgala ein (Stand Freitagnachmittag) und selbst im Wohnstift Augustinum in Dießen findet demnächst eine Podiumsdiskussion statt.

Auch Südtirol ist jetzt Risikogebiet

In den Nachbar-Landkreisen sieht es anders aus: In Weilheim-Schongau wurden beispielsweise die Hegeschau und auch eine Jobmesse abgesagt. Doch dort gibt es auch Patienten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Glaubt man den Prognosen der Experten, dass die Spitze der Krankheitsausbreitung noch nicht erreicht ist, dann wird es wahrscheinlich, dass es uns erneut trifft.

Südtirol ist als Risikogebiet hinzugekommen und so könnten sich auch Landsberger Skiurlauber dort in den Faschingsferien angesteckt haben. Dann werden wohl alle größeren Veranstaltungen abgesagt werden. Gott sei Dank sind im zeitigen Frühjahr kaum Großveranstaltungen terminiert. Bis in Mai oder Juni, wenn beispielsweise der Töpfermarkt in Dießen ansteht, ist die Epidemie dann hoffentlich abgeklungen.

Lesen Sie dazu auch: Großveranstaltungen, Messen, Sport: Was wurde wegen des Coronavirus abgesagt?

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