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13.03.2009

Wahrheit, Liebe und Gerechtigkeit

Schondorf (lt) - Fans des Krimi-Theaters können sich auf die letzten März-Wochenenden freuen. Dann hebt sich in der Aula des Landheims in Schondorf der Vorhang für einen Kriminal-Klassiker: Die Schondorfer Jakobsbühne, die Spielgruppe des Vereins Theater Schondorf, führt an vier Tagen Agatha Christies "Zeugin der Anklage" auf.

Viele kennen den Stoff aus der legendären Verfilmung des US-Starregisseurs Billy Wilder, der 1957 in Bestbesetzung - unter anderem mit Marlene Dietrich, Charles Laughton und Tyrone Power - einen Kino-Höhepunkt schuf. Ganz so hoch hinaus kann und will die Schondorfer Laientruppe, die sich auf vorwiegend angelsächsische Kriminalstücke spezialisiert hat, natürlich nicht. Aber Regisseur Alex Dorow, vielen als Sprecher beim Bayerischen Fernsehen bekannt, hat sich auch diesmal mit seinen Schauspielern richtig ins Zeug gelegt, versichert der Theaterverein in seiner Pressemitteilung. Schon 2007 hatte die Theatergruppe mit einer Inszenierung von Kesselrings "Arsen und Spitzenhäubchen" für positive Resonanz gesorgt.

Dass sich eine Jakobsbühne, hinter der man eher eine religiös motivierte Stückeauswahl vermutet, auf angelsächsische Krimis spezialisiert, bedarf einer Erklärung: Die Gruppe fand sich zum Schondorfer Kirchenjubiläum vor fast zehn Jahren zusammen und führte am Jakobsbergerl die Jakobslegende auf. Bald darauf wandte man sich dem Krimi-Genre zu und inszenierte 2000 "Ein Inspektor kommt".

In "Zeugin der Anklage" geht es um ein Gerichtsdrama mit starkem zeithistorischen Bezug. Der gut aussehende Leonard Vole (Thomas Eichinger) hat als britischer Soldat nach Kriegsende im zerstörten Hamburg die deutsche Schauspielerin Christine (Alexa Dorow) kennen- und lieben gelernt und sie als seine Frau mit nach England gebracht. Doch der Krieg hat ihn aus der Bahn geworfen, er findet kein dauerhaftes Auskommen. Nach einiger Zeit gerät Vole in Verdacht, die reiche Witwe Emily French ermordet zu haben, um an ihr Vermögen zu kommen.

Wahrheit, Liebe und Gerechtigkeit

Einzige Entlastungszeugin ist seine Frau Christine, doch den Beteuerungen einer liebenden Ehefrau schenkt kein Gericht Glauben. Der gerade von einem Herzinfarkt genesene Staranwalt Sir Wilfrid Robarts (Peter Förg) versucht mit allen Mitteln und gegen den Rat der Ärzte, die ihm Ruhe verordnet haben, Vole zu retten.

Doch plötzlich tritt Christine Vole zu Sir Wilfrids Entsetzen als Zeugin der Anklage gegen ihren Ehemann auf.

Es beginnt ein hochspannendes, immer verwirrenderes und zuletzt dramatisches Spiel um Wahrheit, Liebe und Gerechtigkeit, an dessen überraschendem Ende nichts mehr so ist, wie es zu Beginn war. Alex Dorow und seine Spielertruppe versprechen einen spannenden Theaterabend mit ganz viel 1950er-Jahre-Flair und bester britischer Kriminalatmosphäre.

Termine: Samstag/Sonntag, 21./ 22. März und Samstag/Sonntag, 28./ 29. März, Beginn jeweils samstags 19.30 Uhr, sonntags um 17 Uhr in der Aula des Landheims. Karten sind ab sofort bestellbar in Schondorf bei Der Schumann, Schreibwaren Emmersberger und der Sparkasse Schondorf sowie in Landsberg bei Zeitungen Ebersberger, Hinterer Anger, telefonisch unter 0172/8328649 oder im Internet unter www.theater-schondorf.de.

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