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09.08.2019

Wanderarbeiter zocken Senioren ab

Zwei Wanderarbeiter, die Dienstleistungen zu Wucherpreisen angeboten haben sollen, gingen Schleierfahnder der Grenzpolizei ins Netz.
Bild: Ralf Lienert, Symbolbild

Schleierfahnder greifen zwei Männer aus Nordrhein-Westfalen auf. Arbeitsverträge zu Wucherpreisen.

Schleierfahnder der Grenzpolizei Murnau haben zwei 22- und 27-jährige reisende Gewerbetreibende aus Nordrhein-Westfalen erwischt, die seit Anfang August in den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau Dienstleistungen zu völlig überhöhten Preisen angeboten haben sollen. Opfer der Wucherer waren vor allem Senioren.

Bis zu 3000 Euro für die Reinigung zweier Teppiche

Bei der Kontrolle an der Bundesstraße 2 bei Polling fanden die Grenzpolizisten mehrere „Arbeitsverträge“ zu Wucherpreisen. Betroffen waren vorwiegend ältere Personen, die ein Einfamilienhaus alleine bewohnen. So wurden zum Beispiel bis zu 3000 Euro für die Reinigung von zwei Teppichen oder 1800 Euro für die Pflasterreinigung einer 18 Quadratmeter großen Terrasse eines Einfamilienhauses verlangt. Bei der Kontrolle konnte Bargeld in Höhe von mehr als 13.000 Euro sichergestellt werden, das offensichtlich aus Betrügereien stammte, heißt es im Bericht der Schleierfahnder.

Die Polizei rät die Angebote gut zu prüfen

Die betrügerischen Wanderarbeiter sind bei der Grenzpolizei Murnau nicht unbekannt. Zuletzt ermittelten die Schleierfahnder im Mai 2019 wegen gewerbsmäßigen Betrug in ähnlichen Fällen. Auch bei anderen Dienststellen im gesamten Bundesgebiet laufen weitere Ermittlungen wegen versuchten Betrugs beziehungsweise Wuchers.

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Die Polizei bittet, verdächtige Wahrnehmungen zu melden.

Allen Bürgern rät die Polizei bei Angeboten von Wanderarbeitern, die Angebote genau zu prüfen und sich auch von bedrängenden Hinweisen („Dieses Angebot gilt nur noch heute!“) auf keinen Fall unter Druck setzen zu lassen.

Jegliche Offerten von Wanderarbeitern, die spontane Bauarbeiten auf einem Grundstück (insbesondere Dach- und Pflasterarbeiten) anbieten, sollten abgelehnt werden. Tatsächlich sofort angefangene Arbeiten dienten nur als Täuschung und werden nicht beendet. Niemals solle Geld im voraus bezahlt werden. Seriöse Handwerker schreiben eine Rechnung und bieten die Bezahlung mit Banküberweisung an und verlangen an der Haustüre kein Bargeld.

Mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, sollten Vereinbarungen getroffen werden, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten. Außerdem sollten nur Handwerker in die Wohnung gelassen werden, die man selbst bestellt hat oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. (lt)

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