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31.08.2007

Wanderweg statt "halber Autobahn"

Utting Seit Donnerstag kann man im Uttinger "Tal des Lebens" sehen, wie sich die Teilnehmergemeinschaft (TG) der Flurbereinigung den Verlauf des Weges entlang des Mühlbachs vorstellt. Der neue Weg soll an der Westseite des Mühlbachs entlang der dort eingeschlagenen Pflöcke gebaut werden. Die Einmessung des Trassenvorschlags ist in den nächsten Tagen vorgesehen. Damit soll eine Gesprächsgrundlage für Gemeinderat und Behörden geschaffen werden, erklärte TG-Vorsitzender Johann Reinhart.

Der Vorschlag der TG sieht einen 1,50 Meter breiten Weg vor, der zunächst vom Dorf bis zur Trafostation an der Staatsstraße führen soll. Der Weg solle ein "reiner Wanderweg" bleiben, allerdings von besserer Qualität als der bisherige Pfad. "Wir wollen das Wasser in Gräben oder Drainagen abführen und eine fünf Zentimeter dicke Mineralbetondecke aus Jurastein", so Reinhart zur Bauweise, die sich an derjenigen der vor einigen Jahren geschaffenen Flurbereinigungswege orientiere.

Im oberen Verlauf soll der Weg vom bisherigen ufernahen Verlauf abrücken, kurz vor der Einmündung in die Staatsstraße bis in etwa der halben Höhe der Hangkante. Diese Verlegung geht vor allem auf eine Forderung der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt zurück: Dort wird auf die Biotope am Bach verwiesen. Um Eingriffe in den Wurzelbereich der Bäume zu vermeiden, wurde zudem verlangt, den Weg außerhalb der Baumkronen zu bauen.

Der Bach soll ausufern können, wie er will

Wanderweg statt "halber Autobahn"

Eine Bachverbauung, die in den vergangenen Monaten immer wieder diskutiert worden war, ist laut Reinhart nun kein Thema mehr: "Der Bach soll ausufern können, so wie er will." Eine mögliche Bachverbauung war als Begründung für die ursprüngliche Planung für einen neuen Weg im "Tal des Lebens" angeführt worden: Demnach wäre ein 2,50 Meter breiter Fahrweg vorgesehen gewesen. Diese Planung wurde jedoch als "halbe Autobahn" kritisiert. Sie hätte nach ersten Schätzungen die Gemeinde und den Erholungsgebieteverein Augsburg eine Viertelmillion Euro gekostet.

Daraufhin nahm sich der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft des Themas an. Die TG brachte eine kleinere Variante in die Diskussion ein und bezifferte deren Kosten auf 70 000 Euro. Der befahrbare Weg, so die Befürchtung Reinharts, hätte irgendwann dem Bau von Sommerhäuschen und Schrebergärten Tür und Tor geöffnet. "Das Tal des Lebens soll aber eine grüne Lunge bleiben und nicht kapitalisiert werden", so die Auffassung des TG-Vorstands. Den für die große Lösung angekündigten 40-prozentigen EVA-Zuschuss werde es seinen Informationen zufolge auch für die jetzt ausgepflockte Variante geben.

Zum weiteren Prozedere kündigte Reinhart an, dass der von der Gemeinde beauftragte Ingenieur zunächst eine Planung machen werde. Die Arbeiten werden ausgeschrieben, wofür auch die Teilnehmergemeinschaft - vertreten durch die Maschinenring-AG und in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Firma - ein Angebot abgeben werde.

Die Diskussion ist geschlossen.

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