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Epfach

04.07.2018

Wangergasse in Epfach: Das Flickwerk wird beseitigt

Die Wangergasse in Epfach soll saniert werden. Der zuständige Planer bezeichnete die gut 150 Meter lange Straße in der Ortsmitte als „Flickwerk“. 
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Wangergasse in Epfach soll für rund 223000 Euro saniert werden. Die Planungen wurden jetzt vorgestellt. Unter anderem müssen zwei Öltanks entsorgt werden

Ein bis zwei Straßen sollen pro Jahr im Gemeindegebiet saniert werden. Das hat der Denklinger Gemeinderat im vergangenen Jahr beschlossen. Nun folgt die Umsetzung. Sebastian Rehm vom Ingenieurbüro Wipflerplan stellte in der jüngsten Sitzung die vorgesehenen Maßnahmen in der Wangergasse in Epfach vor. Dort müssen aber noch zwei Öltanks auf der Fläche einer früheren Tankstelle entsorgt werden. Laut Gutachten ist die Tragschicht gut, nur die Asphaltschicht müsse ausgetauscht werden.

Schlaglöcher und Ausbrüche

Risse im ausgewaschenen Asphalt, Schlaglöcher, Verdrückungen und Ausbrüche, so stellt sich die Wangergasse dar. „Flickwerk“, wie es Sebastian Rehm kurz darstellte. Die gute Nachricht aber sei, dass die Probleme der gut 150 Meter langen Gasse nur die Asphaltschicht betreffen, die mit etwa zehn Zentimetern Stärke zu gering sei. Laut Vorschrift müssten es 14 Zentimeter sein. „Man hat damals beim Asphalt gespart“, sagte der Planer. Ansonsten sei die Straße, vor allem der Unterbau, in bestem Zustand. Weshalb man nur die Asphaltschicht abfräsen, die oberen Zentimeter der Kiesschicht ausbauen und wieder neu einbauen, verdichten und dann eine neue Verschleißschicht aufbringen werde: auf einer Breite von durchschnittlich 4,5 Metern Breite, in den Kurven bis maximal 4,94 Meter. Die Arbeiten sollen dabei so ausgeführt werden, dass die Baustelle jeweils bis zum Feuerwehrhaus reicht und die Floriansjünger zur entsprechend intakten anderen Seite hin ausrücken können.

Öltanks im Boden

Mit einer gewissen Problematik ist das Nordosteck im Straßenverlauf verbunden, sagte Rehm. Dort stand vor vielen Jahren eine Tankstelle, die zwar aufgelassen ist, deren Altlasten aber immer noch in Form zweier Öltanks im Boden schlummern. Zu erkenne seien die Tanks an zwei Bodenplatten. Das Eck soll, so Rehm, begrünt werden und zwei Poller dafür sorgen, dass nicht auf den Gehsteig gefahren werden kann. Zunächst aber müssen die beiden Tanks, für die die Gemeinden verantwortlich ist, ausgebaut werden.

Wangergasse in Epfach: Das Flickwerk wird beseitigt

Die Entsorgung der Tanks werde 27000 Euro kosten, das Verlegen der Leerrohre für den Breitbandausbau knapp 9000 Euro und der Straßenbau als solches 150000 Euro. Dazu kommen laut Sebastian Rehm gut 37000 Euro Nebenkosten. Gut 1200 Quadratmeter Fahrbahnfläche werden wieder hergerichtet und etwa 200 Kubikmeter Frostschutzkies erneuert. Die Baufirma, die den Auftrag erhält, hat für das Bauvorhaben zwei Monate Zeit. Einzig mögliche Funde im Boden, immerhin ist Epfach in dieser Hinsicht ja vorbelastet, könnten die Bauarbeiten hinauszögern. Aber bis auf kleinere Gräben für die Leerrohre ist nicht geplant, den Untergrund aufzugraben, sagte Rehm.

Diskussion um die Räumpflicht

Wenn die Wangergasse fertiggestellt ist, können sich die Anrainer mit der in der Gemeinderatssitzung verabschiedeten „Verordnung der Gemeinde Denklingen über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter“ befassen. Darin wird unter anderem geregelt, auf welcher Breite die Anlieger die Straße nebst Gehwegen zu räumen haben. Ab 7 Uhr müssen die Anrainer laut Satzung mit der Räumung im Winter beginnen. Das wurde im Gemeinderat durchaus kritisch hinterfragt, weil heutzutage manche Familie das Haus bereits vor 7 Uhr verlassen müsse.

Eine weitere Frage bezog sich auf die Gleichbehandlung. Also ob die Anwohner einer Nebenstraße diese zu räumen hätten, während die an einer Kreisstraße dies nicht müssten. Darauf antwortete Denklingens Geschäftsstellenleiter Johann Hartmann. Kein Bürger sei von der Räumpflicht befreit. Wer ihr nicht nachkommt, könne belangt werden. Die beschlossene Satzung tritt ab September in Kraft.

Die Diskussion ist geschlossen.

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