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Landsberg

24.05.2020

Wann geht’s vom Klösterl wieder in den Wildpark?

Die Baustellen an den Lech-Ufermauern neigen sich dem Ende entgegen. Auf der Westseite wird noch eifrig gearbeitet.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Die Sanierung der Lechmauer in Landsberg auf der Ostseite ist fast abgeschlossen. Im Westen wird immer noch gebaut. Wildpark-Besucher müssen sich wegen der Sperrungen noch gedulden.

Im Osten wurden bereits Spundwände gezogen, im Westen steht der Deich entlang der Häuserreihe: Die Arbeiten an den beiden Ufermauern des Lechs in Landsberg neigen sich sichtbar dem Ende zu. Bis der Lechpark Pössinger Au, im Volksmund Wildpark, wieder von allen Seiten frei zugänglich sein wird, werden aber noch einige Wochen vergehen.

„Die Mauer ist fertig“, berichtet Projektleiter Johannes Haas vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim über das Stadium der Bauarbeiten auf der Ostseite. Südlich der Karolinenbrücke wird auf beiden Seiten des Lechufers die Uferbefestigung saniert. Auf der Ostseite war dafür auch ein großes Arbeitsplateau aus Kies notwendig, damit an der bestehenden Mauer Arbeiten vorgenommen werden konnten. Eine neue Mauer wurde zur Stützung gebaut. Vor rund drei Wochen seien schon ein Teil der Spundwände gezogen worden, erzählt Haas. „Jede dritte Doppelbohle bleibt jedoch und wird unterhalb des Wasserspiegels bündig mit dem Fundament abgeschnitten. Das soll in der nächsten Woche passieren.“ Vor zwei Wochen seien Wasserbausteine eingebracht worden, die als Erosionsschutz dienen sollen.

Die Baustellen an den Lech-Ufermauern neigen sich dem Ende entgegen. Die Ostseite ist fast fertig.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der Kies des Arbeitsplateaus hat sich laut Johannes Haas bereits etwas verschoben. Er soll planiert werden, sodass das Plateau sich dann 30 bis 40 Zentimeter unter der Wasseroberfläche befindet. „Damit ist es auch ein potenzieller Kieslaichplatz für Fische.“ Außerdem tue dem Lech jede Zugabe an kiesigem Material gut, um dem Geschiebemangel entgegenzuwirken. „Aus dem Wasser sind wir nächste oder übernächste Woche heraus“, sagt Haas. Doch auch dann ist noch viel zu tun: Die Baustelle auf der Ostseite muss noch zurückgebaut werden, beginnend mit dem Lagerplatz auf dem Parkplatz am Klösterl. Außerdem muss die Baustraße am Lech wieder entfernt und der ursprüngliche Weg hergerichtet werden.

Ab Mitte Juni soll der Weg vom Klösterl her frei sein

Johannes Haas hofft, dass bis Mitte Juni der Weg vom Klösterl bis zum ersten Gatter des Wildparks – von dort aus geht es dann in den abgezäunten Wildbereich, der während der Bauphase vom Eselssteig aus zu erreichen war – freigegeben werden kann. Bis die Baustraße entlang des Lechs bis hin zum Verbindungsweg zum Campingplatz Pössinger Au wieder für die Allgemeinheit nutzbar ist, wird es noch dauern – voraussichtlich bis Ende Juli. Gerade beim Abbau seien wieder viele Lkw unterwegs, die das Material über die Straße beim Campingplatz abtransportierten, sagt Haas. „Auf der Westseite sind wir schon ziemlich weit.“

Der Deich, ein 150 Meter langes Stück entlang der Häuser, die sich dicht am Wasser befinden, sei bereits fertig und die Mauer von der Karolinenbrücke bis zum Deich erstellt. Es fehle noch ein Dammbalkenverschluss als Durchgang zum Englischen Garten. Das sei ein Bauwerk, bei dem nur bei Hochwasser die Dammbalken die Öffnung verschließen würden. 200 Meter vom Deich weg Richtung Süden müssten sie noch fertiggestellt werden. Haas rechnet damit, dass man auf der Westseite Ende Juli oder Anfang August fertig sein wird.

Corona hat auch Auswirkungen auf die Baustelle am Lech

„Auf der Ostseite wären wir gerne früher fertig geworden“, sagt Johannes Haas. Die Sperrung der Hauptzugänge zum Wildpark hatte für Ärger bei den Landsberger Bürgern gesorgt – und Besucher, die sich nicht an die Absperrungen hielten, für Probleme für die Baufirmen. „Es sind immer wieder Bauzäune beschädigt worden“, erzählt Johannes Haas.

Auch die Corona-Pandemie sorgt für mehr Aufwand an der Baustelle. Abstandsregeln seien einzuhalten und es müsse fließendes Wasser für die Mitarbeiter vorgehalten werden, sagt Johannes Haas. Wie berichtet, hatte es auch bei der Sanierung selbst einige Überraschungen gegeben, beispielsweise tauchte ein unbekannter Nagelfluhfelsen im Bereich der 90 Meter langen Ostmauer auf. Er war ein Rammhindernis für die Spundwände und musste per Bagger stückweise entfernt werden. Außerdem verzögerte starker Regen im Februar die Bauarbeiten.

Die angenommenen Kosten von 4,5 Millionen Euro lassen sich laut Wasserwirtschaftsamt nicht halten. Johannes Haas geht davon aus, dass sich die Summe Richtung fünf Millionen Euro bewegen wird.

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