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Landkreis Landsberg

28.12.2020

Wann kommt der nächste Corona-Impfstoff in Landsberg an?

Die ersten 100 Impfdosen im Landkreis Landsberg sind an die Bewohner von Senioreneinrichtungen verabreicht worden.
Bild: Marcus Merk

Plus Im Landkreis Landsberg ist die erste Ration Impfdosen nach zwei Tagen verbraucht. Jetzt wartet man im Landratsamt auf Nachschub. Derweil laufen im Impfzentrum in Penzing die Telefone heiß.

Die ersten Personen im Landkreis Landsberg sind gegen Corona geimpft. Am vergangenen Samstag waren die ersten 100 Impfdosen in Penzing angekommen – und nach zwei Tagen auch schon verbraucht. Gleichzeitig läuft das Telefon im Impfzentrum in Penzing heiß: Viele der über 80-jährigen Landkreisbürger haben bereits ihre Unterlagen erhalten und wollen sich anmelden. Doch das ist noch nicht möglich. Überhaupt gibt es viele Fragezeichen, wie es mit den Impfungen im Landkreis weitergeht.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag waren die ersten Impfdosen in Penzing angekommen und schon am Sonntag fiel im Senioren-Zentrum Pichlmayr in Landsberg der Startschuss für die Impfungen (wir berichteten). Gerade mal 100 Impfdosen standen zur Verfügung – am Montag waren alle verbraucht. Zunächst nämlich versorgt das mobile Impfteam der Johanniter-Unfall-Hilfe die Senioreneinrichtungen im Landkreis. Insgesamt sieben Einrichtungen mit etwa 630 Bewohnern gebe es, sagt Anna Diem-Sickinger, Pressesprecherin des Landratsamts. Im Senioren-Zentrum Pichlmayr waren am Sonntag 20 Impfdosen verabreicht worden, die restlichen 80 dann am Montag. Dabei wurde nicht nur das Awo-Seniorenzentrum in Landsberg versorgt, ein zweites mobiles Impfteam der Johanniter war mit einem ambulanten Pflegedienst unterwegs.

Im Senioren-Zentrum Pichlmayr war der Corona-Impfstart im Landkreis. Im Bild von links: Landrat Thomas Eichinger, Andreas Ortmann (Leitung Impfzentrum - Johanniter Unfall-Hilfe), Benedikt Habersetzer (Einrichtungsleiter Pichlmayr), Peter Rasch (Leiter Einsatzgruppe Impfzentrum) mit der Kühlbox für den Imfpstoff.
Bild: Wolfgang Müller

„Wie es bei einem Seniorenheim ablaufen kann, haben wir bei Pichlmayr getestet und gesehen“, sagt Diem-Sickinger. Nun sei es auch darum gegangen, Erfahrungen zu sammeln, wie die Impfung in Begleitung von mobilen Pflegediensten gehandhabt werden kann. Von den Pflegediensten würden Personen betreut, die selbst nicht mehr einen Termin im Impfzentrum vereinbaren, beziehungsweise nicht ins Impfzentrum kommen könnten. „Es werden ja auch bettlägerige Personen betreut“, so Diem-Sickinger, und diese würden zur Kategorie Heimbewohner gezählt.

Johanniter können bis zu vier mobile Impfteams stellen

Sollte genügend Impfstoff vorhanden sein, stünden bis zu vier mobile Impfteams zur Verfügung, sagt die Pressesprecherin. Doch die große Frage ist nun: Wann kommt überhaupt wieder neuer Impfstoff in Landsberg an? „Das lässt sich nicht genau sagen“, teilt Diem-Sickinger mit. „Wir hoffen, am Dienstag oder Mittwoch weiteren Impfstoff zu erhalten.“ Wie viele Dosen man aber zugeteilt bekomme, stehe ebenfalls noch nicht fest. Sicher ist dagegen, dass die Senioreneinrichtungen und das Klinikum in Landsberg zuerst mit Impfstoff versorgt werden.

In unserer Bildergalerie bekommen Sie einen Eindruck vom Impfzentrum:

Das Impfzentrum des Landkreises Landsberg hat Quartier im Tower des ehemaligen Fliegerhorstes Penzing bezogen.
16 Bilder
So sieht es im Landsberger Impfzentrum aus
Bild: Thorsten Jordan

Erst wenn die Bewohner dieser Einrichtungen geimpft seien, könne auch – sobald wieder Nachschub gekommen sei – das Impfzentrum in Penzing seinen Betrieb aufnehmen. Dort können sich alle mobilen über 80-jährigen Landkreisbürger impfen lassen. Da momentan aber die Zuteilung des Impfstoffs noch so unklar sei, mache es derzeit keinen Sinn, im Impfzentrum anzurufen. „Ich denke, frühestens ab 5. Januar können Termine vereinbart werden“, sagt Anna Diem-Sickinger, allerdings sei auch dieser Termin mit Vorsicht zu behandeln. „Es macht ja keinen Sinn, jetzt einen Termin auszumachen, um diesen dann wieder abzusagen, weil doch kein Impfstoff vorhanden ist.“

Im Landkreis Landsberg sind 7200 Bürger über 80 Jahre alt

Im Landkreis, so die Pressesprecherin, seien 7200 Bürger über 80 Jahren, egal, ob sie zu Hause oder in einem Heim leben oder ambulant gepflegt werden, angeschrieben und auf die Möglichkeit einer Corona-Impfung hingewiesen worden. Beigelegt waren diesen Schreiben auch sehr ausführliche Anamnesebögen (dabei werden Vorerkrankungen und Ähnliches abgefragt) sowie Fragebögen zu persönlichen Daten. „Inzwischen haben wir die Bögen etwas angepasst.“

Das Impfzentrum des Landkreises Landsberg ist startklar - Leiter Peter Rasch im Interview
Video: Thorsten Jordan

So enthielten die Unterlagen nun einen kurzen Anamnesebogen, der verpflichtend sei, und einen etwas ausführlicheren. Es werde aber angeraten, diesen ausführlicheren ebenfalls auszufüllen. Sämtliche Unterlagen würden dann beim Landkreis – in diesem Fall im Impfzentrum in Penzing – entsprechend der Datenschutzrichtlinien aufbewahrt.

Das alles geschehe zur Sicherheit, so Anna Diem-Sickinger. „Es kann ja sein, dass jemand auf die Impfung allergisch reagiert.“ Dann könne auch nach einiger Zeit noch nachgeprüft werden, ob eventuelle Vorerkrankungen oder Allergien auf dem Bogen angegeben wurden oder nicht. Wie lange die Daten in Penzing aufbewahrt werden, stehe noch nicht fest.

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