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Landkreis Landsberg

06.04.2021

Wann kommt die Impfstoffflut in den Landkreis Landsberg?

Wann bekommt der Landkreis Landsberg mehr Impfstoff gegen das Coronavirus?
Foto: Friso Gentsch/dpa

Plus Eigentlich sollten die Impfungen gegen Covid-19 im April Fahrt aufnehmen. Doch im Landkreis Landsberg wartet man auf Dosen. Muss das Impfzentrum vorübergehend schließen?

Im April soll sie kommen – die groß angekündigte Flut von Corona-Impfstoffen. Im Landkreis Landsberg ist davon bislang allerdings nicht allzu viel zu sehen. „Wir müssen uns überraschen lassen, was kommt. Es kann sein, dass wir im Impfzentrum ein paar Tage zumachen müssen. Es macht ja keinen Sinn, die Leute zu beschäftigen“, sagt Wolfgang Müller, der Pressesprecher des Landratsamts Landsberg, mit Blick auf die Liefermengen.

Denn: Für diese Woche sind bislang lediglich rund 650 Impfdosen von Biontech/Pfizer angekündigt. Und die sind laut Müller größtenteils für Zweitimpfungen vorgesehen. Zuletzt hatte es deutschlandweit in den Impfzentren massive Verschiebungen gegeben. Wie berichtet, wird seit vergangener Woche der britisch-schwedische Impfstoff von AstraZeneca nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission nur noch bei über 60-Jährigen verimpft, nachdem es in ganz Europa bei Jüngeren immer wieder Fälle von seltenen Thrombosen gegeben hatte. Das führt laut Wolfgang Müller dazu, dass jeden Tag rund eine Handvoll Personen das Impfzentrum auf dem Penzinger Fliegerhorstgelände wieder unverrichteter Dinge verlassen, weil sie den Wirkstoff ablehnen.

Am Osterwochenende seien in Penzing Hunderte Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Am Karfreitag laut Landratsamt 445, am Ostersamstag rund 400 und am Ostermontag rund 600. Nur am Ostersonntag sei geschlossen gewesen. Stand Montag wurden im Landkreis Landsberg 14.113 Erstimpfungen durchgeführt und 6605 Zweitimpfungen.

Foto: Landratsamt Landsberg

In der höchsten Priorisierungsgruppe der über 80-Jährigen seien 5779 Personen erstmals geimpft und 4382 komplett immunisiert. Angeschrieben habe man rund 7200 Personen in dieser Altersgruppe.

Die Erweiterung des Penzinger Impfzentrums ist nahezu abgeschlossen

Doch wann kommt sie nun, die von der Bundesregierung angekündigte Flut der Impfstoffe? Immerhin sollen allein im April deutschlandweit rund zehn Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer kommen. „Uns wurde gesagt, dass es ab 19. April deutlich mehr werden soll. Aber es ist weiterhin schwierig, zu planen“, sagt Wolfgang Müller. Die entsprechende Erweiterung des Impfzentrums sei nahezu abgeschlossen. Sie wird am Donnerstag in einer Pressekonferenz vorgestellt. In Zukunft sollen pro Tag rund 650 Personen dort geimpft werden können, derzeit sind es knapp 500. Unabhängig von den Lieferungen an den Landkreis wird seit Kurzem bei den Hausärzten geimpft. Sie bekommen ihre Lieferungen von Apotheken und dem Großhandel.

Seit sechs Tagen liegt der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Landsberg mittlerweile über der 100er-Marke. Am Dienstag vermeldete das Robert-Koch-Institut Sieben-Tage-Inzidenzwert von 101,4. Damit ist die Zahl gegenüber Ostermontag (106,4) leicht gesunken. Seit Montag greift im Landkreis auch die Notbremse mit großen Auswirkungen für die Bevölkerung. So gelten verschärfte Kontaktbeschränkungen, außerdem müssen viele Geschäfte wieder schließen, dürfen aber Click&Collect anbieten, und es gilt eine nächtliche Ausgangssperre (von 22 bis 5 Uhr).

Kommen Sie mit auf einen Rundgang durchs Penzinger Impfzentrum:

Das Impfzentrum des Landkreises Landsberg hat Quartier im Tower des ehemaligen Fliegerhorstes Penzing bezogen.
16 Bilder
So sieht es im Landsberger Impfzentrum aus
Foto: Thorsten Jordan

Ob die Infektionszahlen so bleiben, wird sich zeigen. Denn rund um Ostern wurde auch weniger getestet. Ausnahme: Hunderte Schüler – der Großteil von der Johann-Winklhofer-Realschule – mussten sich vergangene Woche nach Corona-Fällen an ihren Schulen Reihentests unterziehen. Betroffenen waren auch einige andere Bildungseinrichtungen im Landkreis. Rund 700 Schüler und Lehrer wurden nach Angaben des Landratsamts auf Corona getestet. Fast alle Ergebnisse liegen mittlerweile vor. Laut Wolfgang Müller gab es keinen einzigen weiteren positiven Test. „Es sieht so aus, als ob das Infektionsgeschehen eingegrenzt werden konnte.“

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