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Greifenberg

21.01.2020

Warmfreibad: Der Landrat will mit Hardy‘s sprechen

Der Neubau des Warmfreibads in Greifenberg ist momentan großes Thema.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Zuletzt gab es klare Signale von der Unternehmerfamilie Klinke in Sachen Warmfreibad in Greifenberg an den Landkreis. Jetzt will Landrat Thomas Eichinger das Gespräch suchen.

Der Landkreis führt das Warmfreibad in Greifenberg in Eigenregie, das wurde in der letzten Sitzung im alten Jahr noch einmal mit einem Kreistagsbeschluss besiegelt. Aber wie geht es mit Flächen drumherum weiter? Die Unternehmerfamilie Klinke betreibt das Fitnessstudio Hardy’s neben dem Warmbad und hat Interesse das Areal zu entwickeln. Unter anderem sollen ein Hallenbad und ein Hotel entstehen. Jetzt kommt möglicherweise Bewegung in die Sache.

Das Warmbad in Greifenberg ist marode und muss saniert werden. Der Landkreis, dem das Bad gehört, beschloss 2018 einen Neubau anzugehen. Im Herbst 2019 flammte die Diskussion noch einmal auf, da die anvisierten Kosten von 7,2 Millionen Euro auf 10,4 Millionen Euro stiegen. Letztendlich entschied sich der Kreistag jedoch mehrheitlich, das Bad zu sanieren und selbst weiterzubetreiben. Die Familie Klinke (Hardy‘s Fitnessstudios) hatte kürzlich ihre Pläne für ein Freizeitareal mit Fitness-, Gesundheits- und Wellnessbereich, einem Hallenbad und einem Hotel mit öffentlicher Gastronomie vorgestellt. Auch das Warmfreibad hätte man übernommen. Erweiterungspläne hat das Fitnessunternehmen schon seit Jahren, die Klinkes haben die Fläche für das Fitnesscenter in Erbpacht vom Landkreis übernommen.

SPD-Kreisrat Wittmaack bohrt nach

Vor etwa zwei Wochen informierten die Klinkes erneut über ihre Pläne, Kreisrat Peter Wittmaack (SPD) hatte an der Veranstaltung teilgenommen. Von Landrat Thomas Eichinger (CSU) wollte Wittmaack nun am Dienstag im Kreisausschuss wissen, ob es Gespräche geben wird. Wittmaack geht davon aus, dass die Familie Klinke akzeptiert hat, dass der Landkreis das Bad weiter in Eigenregie betreiben wird. Für Wittmaack ist jetzt der Zeitpunkt, miteinander ins Gespräch zu kommen. Er sprach auch kurz den „Unmut“ der Klinkes an, die mehrfach moniert hatten, dass alles so lange dauere und es keinen Dialog gebe. Wittmaack hat auch ein gewisses Verständnis für diesen Ärger.

Keinen schönen Anblick bietet derzeit das alte Greifenberger Warmbad mit ehemaligem Hotel. Das soll sich möglichst bald ändern, fordert Fitnessunternehmer Reinhard Klinke.
Bild: Thorsten Jordan

„Ich habe am 14. Februar einen Gesprächstermin mit den beiden Geschäftsführern von Hardy’s vereinbart“, berichtete Thomas Eichinger. Der Landrat teilt Wittmaacks Einschätzung nicht ganz. vor allem für die Bürger sei es problematisch, dass das Warmfreibad derzeit nicht nutzbar sei. Der Landrat betonte, dass die Priorität immer beim Warmfreibad liegen müsse. Wenn Gebäude geplant werden, muss laut Eichingers Ausführungen gewährleistet sein, dass es in Sachen Immissionsschutz keine negativen Auswirkungen auf das Bad gibt. Dies müsse rechtlich abgeklärt werden und es müssten dann auch entsprechende gut ausgearbeitete Verträge vorliegen. Eichinger geht davon aus, dass sich der Kreistag im Sommer mit diesen Fragen beschäftigen wird und vielleicht schon in der nächsten Kreistagssitzung ein Vor-Ort-Termin im Warmfreibad stattfinden wird.

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23.01.2020

Witzig, es wird ein Flächennutzungsplan, ein Bebauungsplan für Hotel und Schwimmbad erstellt und wenn alles fertig ist wird überlegt ob das Sinn macht? Echt jetzt? 10 Jahre Gespräche, Planung, Treffen, Abstimmung und dann muss man das Bad eröffnen und schauen ob das Sinn macht zusammen? Mit allen Beteiligten wurde Abgestimmt wie das Zusammenspiel funktionieren kann, Synergien mit dem Badplaner besprochen und für gut und notwendig befunden. Das Warmbad wird nun zum 2ten mal Wahlkampfthema? Bisher haben wir mit den Landräten Walter Eichner bis 2014, Thomas Eichinger 2014-2020 verhandelt - gesamt 10 Jahre. Bitte wählen Sie wieder Thomas Eichinger nicht das wir dieses Thema noch mit dem 3ten Landrat bearbeiten müssen. Wenn die linke Hand nicht weiß was die rechte tut...................Ja es ist unser Projekt also müssen wir uns drum kümmern. Wie Thomas Eichinger richtig anmerkte beim IHK Treffen: "Landrat Eichinger forderte, dass sich die Wirtschaft mit den Themen, die ihr unter den Nägeln brennen, vehementer in die öffentliche Diskussion einbringe. „Wohlstand und gute Zukunftsaussichten sind eng mit einer starken Wirtschaft vor Ort verknüpft.“ (lt)

Die Probleme mit Stillstand treffen nicht nur uns sondern auch Landrat Thomas Eichinger z.B. mit der Stadt Landsberg: Eichinger:
Interview mit dem LT: Thomas Eichinger und Mathias Neuner
"Ich würde die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis als eine sehr anspruchsvolle Art der Kommunikation bezeichnen. Manchmal würde ich mir zwar eine schnellere Entscheidung der Dinge im Stadtrat wünschen, aber wir sind mit der Stadt Landsberg sehr eng verbunden. Wenn Entscheidungen ein oder zwei Jahre in der Pipeline hängen, ist das für uns schwer. Wir brauchen möglichst schnelle Antworten, damit wir wissen, wo wir stehen."

Wir sitzen hier alle im gleichen Boot, allerdings hat bei unserem Projekt Thomas Eichinger das Ruder in der Hand!

Gruß aus Greifenberg
Reinhard Klinke

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