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21.07.2010

Warnschilder werden einfach ignoriert

Die Verbotsschilder am Lechwehr werden immer wieder ignoriert. Dabei ist die Überquerung laut Wasserwirtschaftsamt gefährlich. Foto: Thorsten Jordan
Bild: Thorsten Jordan

Landsberg So einzigartig das Lechwehr ist, so gefährlich ist es auch, sich darauf aufzuhalten. Ein Sturz auf der glitschigen Betonoberfläche ist keine Seltenheit, und am Ende der Stufen können sich gefährliche Walzen im Wasser bilden, in denen auch geübte Schwimmer es schwer haben, zurück an die Oberfläche zu gelangen. Daher ist es untersagt, das Bauwerk zu betreten, wie Hermann Bamgratz vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim sagt. Seine Behörde ist im Stadtgebiet für den Lech und seine Ufer zuständig.

Kurz unterhalb der Staustufe 15 südlich des Englischen Gartens beginnt der Bereich, der in die Zuständigkeit des Wasserwirtschaftsamts fällt. Er endet einige Hundert Meter nach der Sandauer Brücke. Unter anderem für die Staustufen bei Pitzling und Kaufering hat dagegen die Eon Wasserkraft die Unterhalts- und Sicherheitspflicht. Ebenso wie an den Staustufen sind auch im Bereich des Wehrs Warnschilder angebracht. Sie weisen darauf hin, dass das Befahren und Begehen des Lechwehrs untersagt ist.

"Ob sich die Leute daran halten, können wir nicht kontrollieren", sagt Hermann Bamgratz. Dabei ist es seiner Ansicht nach sehr gefährlich, das Wehr zu betreten. Im westlichen Bereich des Bauwerks seien die Stufen noch mit Planken aus Holz versehen, aus denen unter Umständen Nägel herausragen. Die restlichen zwei Drittel in Richtung Osten des Wehrs haben laut Bamgratz betonierte Stufen. Die seien mit Algen und Moos bewachsen und daher sehr glitschig. Viele ignorieren die Gefahr und nutzen den niedrigen Wasserstand um über das Wehr kostenlos ins Inselbad zu gelangen. Bepackt mit Badetasche und Kind geht es hinüber. Andere steigen über die Ufermauer am Flößerplatz aufs Wehr. Von dort geht es über die Fischtreppe ins Inselbad.

Die Kiesbänke unterhalb des Lechwehrs fallen ebenfalls in die Zuständigkeit des Wasserwirtschaftsamts. "Wir haben nichts dagegen, wenn die Bürger dort liegen", sagt Hermann Bamgratz. Probleme gebe es vor allem, wenn nahe am Ufer gegrillt und Bier getrunken wird. Am Tag danach erinnern Scherben und Unrat an die Feier in der Nacht zuvor. Die Kiesbänke sauber zu halten, falle nicht in den Aufgabenbereich des Amtes.

Warnschilder werden einfach ignoriert

Freier Zugang zur Natur

Laut Gesetz hat jeder freien Zugang zur Natur - allerdings auf eigene Gefahr, wie Hermann Bamgratz sagt. So auch am Lechufer, das nicht als offizieller Badestrand ausgewiesen ist. Wer dort badet und in der Sonne liegt, tue dies auf eigene Gefahr. Der Bauhof wirft erst seit Kurzem gezielt ein Auge auf die Kiesflächen. Allerdings nur auf jene auf der Ostseite unterhalb des Postbergs, an denen vor einigen Tagen die roten Liegen aus Beton aufgestellt wurden. Ein Mal in der Woche wird dort kontrolliert, sagt Referatsleiter Hans Huttenloher. Eine regelmäßige Kontrolle der anderen Uferbereiche scheitere an der Personalstärke des Bauhofs. Werden aber größere Verschmutzungen gemeldet, räumen seine Mitarbeiter auf. (wu)

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