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Warum man Tauben nicht füttern sollte

Warum man Tauben nicht füttern sollte
Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
09.06.2018

Der Tierschutz spielt in unserem Leben eine große Rolle. Der Mensch sollte aber nicht immer in den Ablauf der Natur eingreifen, sagt LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger.

Die einen füttern sie gerne, die anderen halten es mit dem österreichischen Sänger Georg Kreisler und würden gerne „Tauben vergiften im Park“. Das ist natürlich verboten. Ebenso darf man keine Rehkitze niedermähen, wie es einem Landwirt am Ammersee passiert ist. Das verbietet der Tierschutz und das sollte für Landwirte, die viel mit der Natur zu tun haben, eine Selbstverständlichkeit sein.

Sehr emotionale Themen

Die beiden Tierthemen sind hoch emotional, das merkt man sofort, wenn man darüber mit Betroffenen redet – und vom Menschen selbst gemacht. Beim Mähen muss immer alles schneller und großflächiger gehen – im Frühsommer sollte man aber wenigstens die Vorgaben der Jäger beachten und vielleicht ein wenig länger absuchen. Das ist nicht nur für die Kitze gut, sondern erspart den Landwirten auch eine Menge Ärger.

Jammern hilft hier nichts

Das Thema Tauben spaltet die Landsberger. Denn der Mensch ist meist gut darin, sich Schädlinge heranzuziehen und jammert dann, wenn er sie bekämpfen muss, wenn ihm das Problem über den Kopf wächst. Unsere „Schädlinge“ Tauben haben sich hauptsächlich deshalb so gut vermehrt, weil wir sie so füttern. Die einen meinen es zu gut (oder sind zu faul, ihre Essensreste mitzunehmen) mit den lieben Stadttauben und die anderen müssen dann ihren Dreck und ihre Hinterlassenschaften wegmachen.

Keine Plage, aber Grund zum Nachdenken

Es gibt immer mehr Firmen, die in der Altstadt Netze und Stacheln aufstellen müssen. Auch wenn Landsberg noch keine Taubenplage hat: Wenn wir nicht wollen, dass alle Hinterhöfe wie bei einer Belagerung aussehen, sollten wir uns Gedanken zu diesem Thema machen. Die Tipps der Expertin sind wichtig, zeigen aber auch, wie langsam ein Ungleichgewicht entstehen kann. Denn neben der Bekämpfung der Tauben verdammen wir auch andere Vögel und die Fledermäuse aus der Stadt. Immer, wenn der Mensch eingreift, entsteht dieses Ungleichgewicht – dann muss er wieder eingreifen, um es in Form von Taubenhäusern oder durch die Ansiedlung natürlicher Feinde wieder zu beseitigen. Ein menschliches Problem, keins der Taube.

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