1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Was CSU-Politiker im Landkreis über AKK denken

Landsberg

10.12.2018

Was CSU-Politiker im Landkreis über AKK denken

Michael Kießling (links) war selbst beim CDU-Parteitag in Hamburg, Alex Dorow sieht in der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen Parteichefin nicht unbedingt einen Neuanfang.
Bild: Thorsten Jordan/Archiv

Landtagsabgeordneter Alex Dorow reagiert zurückhaltend auf die neue CDU-Chefin. Michael Kießling war beim Parteitag in Hamburg dabei. 

Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 35 Stimmen gelang der ehemaligen saarländischen Ministerpräsidentin und Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer der Sprung an die Spitze der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDU). Als Nachfolgerin von Kanzlerin Angela Merkel gelang es ihr, beim Parteitag in Hamburg am Samstag auch noch ihren Wunschkandidaten als Generalsekretär durchzubringen. Ein erster zweifelhafter Erfolg, denn Paul Ziemiak kam lediglich auf 63 Prozent der Delegiertenstimmen. Wie haben unter CSU-Politikern des Landkreises nachgefragt, wie sie die Neuaufstellung bei ihrer Schwesterpartei einschätzen.

Es ist nicht das Signal, das sich der Landsberger Alex Dorow gewünscht hatte. Ein Neuanfang sei die Wahl der Vertrauten von Bundeskanzlerin Angela Merkel jedenfalls nicht. Dennoch ist der CSU-Landtagsabgeordnete der Meinung, dass die neue CDU-Bundesvorsitzende, Annegret Kramp-Karrenbauer, nun die Chance der ersten 100 Tage verdient habe, um ihre Anhänger zu bestätigen und die Kritiker zu überzeugen. „Die Situation innerhalb der CDU ist für mich ein Spiegelbild unserer gespaltenen Gesellschaft“, ist Dorow überzeugt. Interessant sei für ihn auch die Personalie des neuen Generalsekretärs Paul Ziemiak. Dieser sei ein junger konservativer Mann mit einem kritischen Geist. Er sei gespannt auf diese interessante Konstellation. Für seine CSU sprechend möchte er der neuen CDU-Chefin „freundlich und positiv begegnen“.

Der frühere Denklinger Bürgermeister und jetzige CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kießling war beim CDU-Bundesparteitag am Freitag und Samstag in Hamburg mit dabei und hat dort „einen wahren Krimi mit Stichwahl“ erlebt. Die große Anspannung unter den 1001 Delegierten sei deutlich zu spüren gewesen, die spätere Stichwahl aber vorauszusehen. Gleich nach der Wahl habe er Kramp-Karrenbauer gratulieren und sich mit ihr kurz unterhalten können. Er glaubt, dass Kramp-Karrenbauer ein eigenes Profil zu entwickeln in der Lage sei und sich dabei sehr wohl von ihrer Mentorin Angela Merkel absetzen werde: „Sie hat Familie, war im Saarland Ministerpräsidentin und ist einfach anders aufgewachsen.“ Dass sie mit dem JU-Vorsitzenden Paul Ziemiak ausgerechnet einen Unterstützer ihrer Mitbewerber um den Parteivorsitz als Generalsekretär mit ins Boot geholt hat, hält er für ein „gutes Signal an die unterlegene Seite“. Sie sei vermutlich auch die richtige Person, unterschiedliche Interessen innerhalb der CDU wieder zusammenzuführen.

Dass mit Annegret Kramp-Karrenbauer nicht nur ihre Favoritin den Sieg um den CDU-Parteivorsitz davongetragen hat, sondern nach Angela Merkel auch wieder eine Frau die Schwesterpartei führen wird, hat Reichlings Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler begeistert. „Mir geht allerdings dabei eher um die Kompetenz“, versichert sie. Die neue Vorsitzende der CDU schätzt sie als tatkräftig und kompetent ein – und als große Teamworkerin. Der beste Beweis dafür sei die Wahl Paul Ziemiaks zum Generalsekretär, denn die in sich in Lager gespaltene Partei nun wieder zu einen, sei eine erste große Herausforderung.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
_JOR2305.JPG

Wie kann der Thaininger Dorfladen überleben?

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen