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Landsberg

08.11.2019

Was die Innenstadt von Landsberg so attraktiv macht

Auch mit seinem Stadtbild kann Landsberg punkten, daneben mit Events in der Innenstadt: Die Stände für den Christkindlmarkt werden bereits aufgebaut.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Landsberg bekommt bei einer bundesweiten Studie deutlich bessere Noten als vergleichbare Städte. Wie die Besucher Einzelhandel, Gastronomie und Stadtbild bewerten und wo es hapert.

Wie lebendig und attraktiv ist die Landsberger Altstadt? Antworten auf diese Frage hat es jetzt im Wirtschaftsausschuss des Stadtrats gegeben. Dort wurden die Landsberger Ergebnisse einer bundesweiten Studie „Vitale Innenstädte“ präsentiert. Nach den Antworten von rund 450 im September 2018 befragten Passanten in Landsberg ist die Innenstadt deutlich attraktiver als in vergleichbaren Städten.

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Attraktivität Im bundesweiten Vergleich unter insgesamt 37 Städten zwischen 25.000 und 50.000 Einwohnern konnte Landsberg sogar mehrere Bestmarken setzen, verdeutlichte Wirtschaftsförderer André Köhn bei der Präsentation der Studie. So bewerteten die Befragten die Attraktivität der Innenstadt im Durchschnitt mit der Schulnote 1,8. Der bundesweite Vergleichswert lag bei 2,7. Dazu tragen nach Ansicht der Landsberger und Besucher der Stadt vor allem das Gastronomie-, Freizeit- und Dienstleistungsangebot bei. Eher etwas schlechter werden die Ladenöffnungszeiten und Parkmöglichkeiten bewertet, was André Köhn mit Verweis auf die Parkgaragen jedoch verwunderte. Punkten kann Landsberg auch mit seinem Stadtbild und mit Sauberkeit, so die befragten Passanten.

In der Landsberger Innenstadt gibt es anders als in anderen Städten nach wie vor einen lebendigen Einzelhandel, unser Bild zeigt den Vorderen Anger.
Bild: Thorsten Jordan

Einzelhandel Fast alle Bewertungen zu den einzelnen Einzelhandelsbranchen und zur Gastronomie folgten diesem Trend. Bestmarken erreicht Landsberg beispielsweise bei Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, Uhren und Schmuck, Unterhaltungselektronik, Wohnen, Einrichten und Dekorieren. Mittelmäßig wird hingegen das Lebensmittelangebot in der Innenstadt bewertet.

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Vier von fünf Besuchern sehen einen hohen Erlebniswert

Gastronomie Mit einer Durchschnittsnote von 1,9 wurden Gastronomie und Events in Landsberg fast ebenso gut bewertet. Punkten konnten vor allem Cafés, Eisdielen, Außengastronomie, Restaurants und moderne Gastronomiekonzepte, weniger dagegen Fast-Food-Angebote und Gastronomie, die man zum Beispiel in Kaufhäusern findet. Doch da stellte sich für André Köhn die Frage, ob man darin wirklich einen „Nachholbedarf“ sehen müsse. Zusammenfassend sagten 78,6 Prozent der Befragten, dass die Innenstadt einen hohen Erlebnis- und Unterhaltungswert habe. In den anderen untersuchten Städten stimmten dieser Aussage nur 47,2 Prozent der Befragten zu.

Wer nach Landsberg kommt, kehrt auch gerne in den Lokalen der Innenstadt ein. Am Peter-Dörfler-Weg ist vor allem im Sommer viel los.
Bild: Julian Leitenstorfer/Archiv

Aufenthaltsdauer Die Attraktivität der Innenstadt führt auch dazu, dass sich Besucher im Stadtzentrum verhältnismäßig lange aufhalten. 46,6 Prozent der befragten Passanten erklärten den Interviewern, sie würden mehr als zwei Stunden bleiben. In den mit Landsberg vergleichbaren Städten in Deutschland machten diese Aussage nur 27,1 Prozent. Allerdings: Der Anteil derjenigen, die täglich oder wöchentlich in die Innenstadt kommen, ist in Landsberg mit 70 Prozent etwas niedriger als in vergleichbaren Städten, in denen es 75 Prozent waren.

Die Mehrheit der Befragten sagt, sie kaufen weiter in der Innenstadt ein

Online Gefragt wurde auch, wie online-affin die Landsberg-Besucher sind: Dabei gaben 45 Prozent an, es sei ihnen wichtig, sich online über die Geschäfte in der Innenstadt informieren zu können. 14,9 Prozent erklärten, sie kauften verstärkt online und deshalb weniger in der Innenstadt ein. 54,2 Prozent sahen keine Änderung ihres Einkaufsverhaltens im örtlichen Handel und 30,9 Prozent gaben an, sie kauften überhaupt nicht online ein.

Besucherprofil Am Ende formulierte die Studie auch noch ein Profil eines typischen Innenstadtbesuchers in Landsberg: Die Befragten leben überwiegend in der Stadt selber, sind weiblich und 47 Jahre alt, sind mit Pkw oder Motorrad unterwegs und kommen im Durchschnitt einmal in der Woche, um einzukaufen oder ein Lokal zu besuchen. Die am Donnerstag befragten Personen nannten zudem noch Behördengänge, einen Arztbesuch oder ihren Arbeitsplatz als Grund, in die Innenstadt zu kommen, am Samstag war es Sightseeing.

Aus dem Süden kommen nicht so viele nach Landsberg

Einzugsgebiet Das Einzugsgebiet der Landsberg-Besucher ist nach dem Dafürhalten von Wirtschaftsförderer André Köhn recht groß: Es reicht von Kaufbeuren im Westen bis in die Räume Augsburg und Fürstenfeldbruck und in das nördliche und westliche Ammerseegebiet. Vergleichsweise wenig Besucher kommen aus dem Süden. Das wunderte insbesondere Hans-Jürgen Schulmeister (Landsberger Mitte) etwas: „Die Schongauer Innenstadt hat ja relativ große Probleme, warum kriegen wir die Schongauer nicht mehr nach Landsberg?“ Interessant wäre auch zu erfahren, warum Menschen nicht in Landsberg einkaufen.

Machen an manchen Sonntagen die Geschäfte wieder auf?

Schulmeister wies auch auf die Bedeutung des Stadtbilds, des Flairs der Stadt und die Gastronomie hin. Das führe ja gerade auch dazu, dass die Stadt an Sonntagen besonders gut besucht sei – an Tagen, an denen die Geschäfte geschlossen seien. Wie man die sonntägliche Besucherfrequenz besser nutzen könne, sei ein Thema, das man anpacken sollte, meinte André Köhn. Er verwies auf die Möglichkeit, im Jahr vier verkaufsoffene Sonntage abzuhalten.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar: Attraktive Innenstadt: Landsberg hat es gut

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