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Dettenhofen

10.07.2020

Was kommt nach dem Fuchs und Has in Dettenhofen?

Über die ehemalige Kult-Kneipe „Fuchs und Has“ in Dettenhofen ist seit der Schließung im März buchstäblich Gras gewachsen. Anstelle des Gasthauses sollen dort Wohnhäuser gebaut werden.
Bild: Gerald Modlinger

Plus Am Montag geht es im Dießener Bauausschuss erneut um die neue Wohnbebauung in Dettenhofen. Der Eigentümer sagt, sein Antrag sei nun genehmigungsfähig. Gibt es irgendwann an anderer Stelle ein neues FuHa?

Einer Neubebauung des „Fuchs-und-Has“- Grundstücks in Dettenhofen steht offenbar nichts mehr entgegen. Am Montag, 13. Juli, ab 19.30 Uhr steht die Bauvoranfrage für einen Dreispänner, ein Doppelhaus und zwei Einfamilienhäuser wieder auf der Tagesordnung des Dießener Bauausschusses – als sogenannte „Wiedervorlage“ des Landratsamts. Dazu kommt es in der Regel, wenn ein Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt hat, das Landratsamt ein Baugesuch aber für genehmigungsfähig erachtet.

So ist es nach den Angaben des Grundstückseigentümers auch in diesem Fall. Das Genehmigungsverfahren sei abgeschlossen, und seine Voranfrage werde als genehmigungsfähig beurteilt. Zuvor habe er aber auch noch einige kleine Änderungen vorgenommen, unter anderem sei es dabei um die Stellung der Gebäude gegangen, um das Sichtdreieck zur Straße hin zu verbessern. Auch die Geschossfläche sei etwas verkleinert worden, „auch bei der Höhe sind wir um 20 oder 40 Zentimeter runtergegangen“, sagt der Antragsteller. Was Gemeinde und Landratsamt gefordert hätten, sei erfüllt worden.

Der Gemeinde war die Planung zu groß

Vonseiten der Gemeinde waren insbesondere wegen der geplanten Gebäudehöhe Bedenken geäußert worden, als die Bauvoranfrage im Januar erstmals im Bauausschuss vorlag: Die geplante Firsthöhe von 11,50 Metern wäre deutlich höher als beim bestehenden Gebäude (10,33 Meter), hieß es seinerzeit. Im Bauausschuss wurden darüber hinaus Befürchtungen geäußert, dass es zu Konflikten zwischen den künftigen Bewohnern und der landwirtschaftlichen Nutzung im Umfeld kommen könnte. Stand Januar sollten auf dem Grundstück des bisherigen „Fuchs und Has“ sieben Wohnungen entstehen.

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Stephan Wilkening hält sich bedeckt

Die Neubaupläne waren im Spätherbst bekannt geworden, als der damalige Pächter, Stephan Wilkening, bestätigte, dass er seine Gaststätte nach 24-jähriger Tätigkeit zum 30. April 2020 räumen müsse, weil es Neubaupläne gebe. Tatsächlich musste das „FuHa“ dann aber wegen des Corona-Lockdowns bereits im März schließen. Seither wurde oft die Frage gestellt, ob das „FuHa“ an einem anderen Ort neu aufleben könnte. Fragen dazu ließ Wilkening jedoch stets unbeantwortet, auch jetzt äußerte er sich auf LT-Nachfrage nicht konkret dazu, sondern gab nur allgemein zu erkennen, dass er versuche, sein Konzept in eine neue Lokalität „einzupflegen“. Auch der Grundstückseigentümer lässt offen, wie es mit dem Grundstück in Dettenhofen konkret weitergehen wird. „Ich weiß noch nicht, ob ich selber baue. Wegen Corona kann es auch sein, dass ich es verkaufe und vielleicht bleibt es auch so stehen, wenn es jemand so kauft, wie es ist.“

Ob es die Kneipe "Fuchs und Has" irgendwann an einem anderen Ort wieder geben wird, lässt Stephan Wilkening derzeit offen.
Bild: Julian Leitenstorfer/Archiv

Veränderungen stehen in Dettenhofen aber nicht nur auf dem „FuHa“-Grundstück an. Im Mai wurde dem Bauausschuss eine Bauvoranfrage für acht Wohnungen auf einem ehemaligen Bauernhof in der Pessingerstraße vorgelegt. Anstelle eines Stalls mit Heuschober soll ein Wohngebäude mit acht Einheiten errichtet werden. Allerdings versagte auch hierzu der Bauausschuss das gemeindliche Einvernehmen.

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