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Landsberg

04.05.2019

Was machen die Neuners auf dem Autodach?

Oberbürgermeister  Mathias Neuner und Renate Neuner probieren beim Rundgang über den Autosalon gleich einmal aus, wie sich's anfühlt in einem Zeltaufbau auf einem Pickup zu sitzen.
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Oberbürgermeister  Mathias Neuner und Renate Neuner probieren beim Rundgang über den Autosalon gleich einmal aus, wie sich's anfühlt in einem Zeltaufbau auf einem Pickup zu sitzen.
Bild: Thorsten Jordan

Am Samstag und Sonntag gehörte die Waitzinger Wiese den Autos: Zum 20. Mal präsentierten die Landsberger Händler ihre Neuigkeiten, darunter auch einige ungewöhnliche Fahrzeuge.

Der Landsberger Autosalon feierte Jubiläum: Zum 20. Mal präsentierten die Landsberger Autohändler am Samstag und Sonntag ihre Modelle. Trotz des schlechten Wetters – immer wieder gab es Regen- oder Schneeregenschauer, zieht Organisator Helmut Seibold am Sonntagnachmittag eine positive Bilanz: Gekommen seien natürlich nicht so viele auf die Waitzinger Wiese wie 2018 bei sehr schönem Wetter, dafür seien es interessierte Kunden gewesen und auch Autoverkäufe zustande gekommen.

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Die Veranstalter Helmut Seibold und Wolfgang Stütz eröffnen den Autosalon mit einem Presserundgang mit OB Mathias Neuner, Mitgliedern des Stadtrates und Sponsoren.
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Der Landsberger Autosalon auf der Waitzinger Wiese
Bild: Thorsten Jordan

Noch Glück mit dem Wetter hatten Politik und Presse beim traditionellen Rundgang am Samstagvormittag, zu dem die Organisatoren Helmut Seibold und Wolfgang Stütz eingeladen hatten. 22 000 Quadratmeter standen den Ausstellern zur Verfügung, vertreten waren nicht nur die Händler von über 20 Automarken, sondern auch Händler von E-Bikes, Quads und Zubehör.

Campingfahrzeuge sind zurzeit gefragt

Welche Trends beobachtet Helmut Seibold auf dem Automarkt? Viele Hersteller reagierten auf das anhaltende Interesse an Campingfahrzeugen, sagte Seibold. Neben den klassischen Wohnmobilen würden Campingvarianten für andere Fahrzeugtypen entwickelt. Seibold verwies auf VW, dort war der Minivan Caddy mit Bett im Kofferraum zu finden. Christoph Pröll von VW Auto & Service erläuterte auf Nachfrage des Landsberger Tagblatts, dass dank größerer Stückzahlen diese Varianten jetzt auch preislich interessanter würden.

Und bei Toyota Seibold kann man sich auf den Pick-up Hilux eine Art Zeltbox bauen. Oberbürgermeister Mathias Neuner und seine Frau Renate kletterten hinauf und sahen sich diese Campingvariante an. Natürlich waren auch klassische Wohnmobile auf der Waitzinger Wiese zu finden. Und ein ganz besonderes Gespann: Eine Transport- und Wohnstätte für Mensch und Tier. Fabio Romanacci von der Iveco Bayern GmbH erklärte den teuren Pferdetransporter, der Platz für Pferde bietet, zur Hälfte aber Wohnmobil ist und auch noch mit einem Pferdeanhänger, der ebenfalls Schlafmöglichkeiten bietet, erweitert werden kann. Neben Besonderheiten gab es natürlich die vielen aktuellen Pkw-Modelle vom Kleinwagen bis zur Limousine und die Experten dazu, die Auskunft über die technischen Daten ihrer Fahrzeuge gaben.

Ein Händler und seine Zweifel an der E-Mobilität

Man habe darüber nachgedacht, einen eigenen Stand für Elektrofahrzeuge zu machen, sich dann aber entschlossen, dass diese Modelle bei den jeweiligen Händlern bleiben sollten, erklärte Helmut Seibold. Der Händler selbst ist kein so großer Freund dieser E-Mobilität. Die Produktion der Batterien sei „nicht sehr umweltfreundlich“.

E-Mobilität der anderen Art betrachtete Mathias Neuner: Gleich zu Beginn des Rundgangs zeigte er sich begeistert von einem extrem leistungsstarken E-Bike, das Roland Winkler präsentierte. Für einen Sport ganz anderer Art interessierte sich Zweite Bürgermeisterin Doris Baumgartl: Sie probierte sich als Rennfahrerin in der Racing Box des Landsberger Tagblatts aus: Nach einigen Sekunden manövrierte sie in dem Formel-1-Simulator den Boliden auf die Wiese, doch nach den Anfangsschwierigkeiten ging es zügig in die Kurven der imaginären Rennstrecke.

Die Wetterprognose war noch schlechter als das Wetter

Ausprobieren konnten sich auch die Kleinen: Beispielsweise bei Suzuki Schaller an einer Kletterwand, bei der AOK auf einer Tigerente und bei der VR-Bank in kleinen ferngesteuerten Mercedes-Autos, in denen Kinder herumkutschiert werden konnten. Wer an diesem Wochenende den Autosalon besuchte, tat dies laut Helmut Seibold zumeist mit einem konkreten Interesse. Wie beispielsweise das Ehepaar Stefanie und Robert Moritz. Sie informierten sich bei Auto Max Kettner über ein Mikroauto für ihre 17-jährige Tochter, die neun Kilometer zum Ausbildungsort fahren muss. Kettner-Mitarbeiter Simon Kreutterer hätte als Jugendlicher auf dem Weg von Issing zum Ausbildungsbetrieb in Dienhausen früher selbst gerne so einen 45-Stundenkilometer fahrenden Zweisitzer gehabt. „Ich musste damals Moped fahren.“

Ein neues Familienauto will sich die Familie Liebig aus Waal zulegen. „Wir haben schon ein paar Modelle in Vorauswahl, die wollen wir uns hier anschauen“, erzählt Katja Liebig. Heuer fehlte es zwar an Besuchern, angesichts des oft ernsthaften Kaufinteresses waren die Autohändler laut Seibold jedoch unterm Strich zufrieden – vor allem angesichts der Wetterprognose, die noch schlechter als das Wetter war. „Die Resonanz war erstaunlich gut“, sagt Helmut Seibold. Welche Kundenwirkung eine Messe hat, zeigt sich oft erst im Nachgang: „Nach dem Autosalon 2018 haben wir fünf Autos verkauft“, erläuterte Claus Kisser von Mercedes MedeleSchäfer.

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