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Kaufering

16.04.2020

Was mit der Neuhaus-Spende in Kaufering passieren soll

Bundesligaprofi Florian Neuhaus spendet seiner Heimatgemeinde Kaufering 250.000 Euro, um die Corona-Krise zu bewältigen.
Bild: Quelle: Instagram

Profifußballer Florian Neuhaus schenkt seiner Heimatgemeinde Kaufering eine Viertelmillion Euro, um die Corona-Krise zu meistern. Jetzt steht fest, wie das Geld aufgeteilt werden soll.

Die großzügige Geste von Florian Neuhaus hat bundesweit für Beachtung gesorgt. Der aus Kaufering stammende Fußballprofi in Diensten von Borussia Mönchengladbach hat seiner Heimatgemeinde aufgrund der Corona-Krise 250.000 Euro gestiftet. Am Donnerstag gab er bei einer Telefonkonferenz mit Bürgermeister Thomas Salzberger ( SPD) bekannt, wofür das Geld verwendet werden soll.

„Das Sportliche ist momentan zweitrangig. Für jeden von uns ist das eine neue Situation“, sagte Florian Neuhaus am Telefon. Derzeit befindet er sich in Nordrhein-Westfalen und ist froh, dass bei seinem Bundesligaverein immerhin das Training in Kleingruppen wieder möglich ist. Und auch aus dem Westen der Republik hat er ganz genau verfolgt, wie die Corona-Krise seinen Heimatort, in dem seine Eltern und viele Freunde leben, zugeschlagen hat. Von seiner Großspende aus der eigenen Tasche sollen 150.000 Euro in den sozialen Bereich fließen und 100.000 Euro in die örtliche Wirtschaft. „Die Gärtnerei Konrad, die Spielkiste, Frisöre und natürlich die Gastronomie und die Unternehmen, die Einbußen haben und dadurch überleben sollen“, so der 23-jährige Mittelfeldspieler. Im sozialen Bereich sollen laut Bürgermeister Thomas Salzberger die Monatsbeiträge für die Eltern in den Kindergärten übernommen und zugleich sämtliche Fördervereine und Vereine mit Jugendarbeit in Kaufering unterstützt werden.

Zu Haus kann sich der Bundesligastar ungestört bewegen

Ein direkter Ortstermin zur Übergabe von Spenden ist derzeit nicht geplant. Aber Florian Neuhaus freut sich auf jeden Fall schon auf den nächsten Besuch in der Heimat. „Wenn ich mal wieder da bin, dann werde ich bestimmt im einen oder anderen Geschäft vorbeischauen. Ich genieße es, mich frei im Ort zu bewegen und Leute von früher zu treffen.“ Sein vorerst letzter Besuch daheim liegt einige Wochen zurück. Nachdem die Fohlen-Elf am 29. Februar mit 3:2 beim FC Augsburg gewonnen hatte, bekam er frei und schaute zu Hause in Kaufering bei der Familie vorbei.

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Am 7. September soll Florian Neuhaus in seinem Heimatort geehrt werden

Auf jeden Fall wird Florian Neuhaus am 7. September in Kaufering erwartet. Dann soll erstmals eine Ehrung für Sportler und Künstler stattfinden. Das hat Thomas Salzberger als neuer Bürgermeister ins Leben gerufen und eigentlich das Volksfest als Bühne dafür vorgesehen. „Ob das Volksfest stattfinden kann, wissen wir noch nicht. Ansonsten gibt es einen Live-Stream“, kündigt der Rathauschef an. Er und Florian Neuhaus kennen sich beide schon lange, wie der Profifußballer im Interview erzählte. „Wir haben zum Teil gleichzeitig beim VfL trainiert.“ Während Neuhaus damals als kleiner Bub in der G-Jugend kickte, trainierte Salzberger die F-Jugend beim VfL.

Kauferings Bürgermeister Thomas Salzberger freut sich in einem YouTube-Video über die Spende.
Bild: Screenshot Jordan

Damals war noch nicht abzusehen, dass der örtliche Fußballverein mit Florian Neuhaus seinen größten Star hervorbringen würde. Er wechselte noch im Jugendalter zum TSV 1860 München und reifte dort auch zum Profi. Trotz eines Tores in der Relegation in der Zweitligasaison 2016/2017 gegen Jahn Regensburg konnte Neuhaus mit seinen Teamkollegen den Abstieg nicht verhindern. Er wechselte danach im Sommer 2017 nach Gladbach, wurde jedoch an Zweitligist Düsseldorf ausgeliehen, wo er Führungsspieler wurde und die Fortunen in die Bundesliga führte. Mittlerweile liegt Neuhaus in seiner zweiten Bundesligasaison mit Borussia Mönchengladbach als Vierter noch im Titelrennen. Wann es jedoch in der Bundesliga weitergeht, ist noch offen. Florian Neuhaus hat jedenfalls Vertrauen in die Entscheidungsträger – bundes- und landesweit: „Die Politik macht alles richtig. Zum Glück bin ich Profifußballer geworden.“

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