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Wettbewerb

10.07.2020

Was sich am Schlossberg ändern soll

Am Schlossberg in Landsberg wird sich künftig einiges ändern. Es ziehen wieder Grundschüler ein und Gebäude und Gelände werden umgestaltet.
Bild: Thorsten Jordan

Das historische Gebäude steht derzeit leer. Dort soll eine Grundschule Platz finden

Wie die Schlossbergschule künftig genutzt werden soll, ist klar. Das denkmalgeschützte Gebäude soll saniert, der Anbau abgerissen und neu errichtet werden. In den Räumen findet dann eine vierzügige Grundschule mit rund 400 Schülern Platz. Bei einem Wettbewerb mit Preisgericht werden nun Architekten und Planungsbüros Vorschläge machen, wie der für die Stadt historisch bedeutsame Standort künftig aussehen könnte.

Das Stadtgebiet ist in vier Schulsprengel aufgeteilt. Der Sprengel für die Grundschule am Spitalplatz mit den Standorten am Spitalplatz (zweizügig) und an der Pössinger Straße (einzügig) umfasst den Osten der Stadt. Prognosen gehen dort von einer vierzügigen Grundschule aus. Die ist aber an den beiden Schulstandorten nicht möglich.

Mit dem Umzug der Mittelschule in den Westen steht das denkmalgeschützte ehemalige Realschulpensionat auf dem Schlossberg leer. Der 1905 errichtete, lang gestreckte Bau nimmt eine exponierte Lage über der Stadt ein. Im Juli 2018 beschloss der Stadtrat, die beiden Grundschulstandorte zusammenzulegen und in der Schlossbergschule unterzubringen. Um die Vierzügigkeit und die künftig dringend benötigten Ganztagsangebote zu ermöglichen, soll der in den 1960er-Jahren angebaute Gebäudeteil abgerissen werden, der bestehende Altbau unter Berücksichtigung der Denkmalpflege generalsaniert werden und eine Erweiterung entstehen.

Walter Landherr, vom mit der Wettbewerbsbetreuung beauftragten Büro Landherr und Wehrhahn aus München, stellte in der Sitzung des Bauausschusses des Stadtrats die Rahmenbedingungen und Zielsetzungen des Wettbewerbs vor. So müssten denkmalpflegerische Vorgaben und die Altstadtsatzung (verputzter Baukörper, geneigtes Dach, Holzfenster) beachtet werden. In der Grundschule sollen 400 Kinder unterrichtet werden, eine Gymnastikhalle (200 Quadratmeter) sowie Räume für einen gebundenen Ganztagszug, eine Mittagsbetreuung (210 Kinder), ein Speisesaal und eine Küche Platz finden. Die Freiflächen müssten nicht nur für Kinder zwischen sechs und elf Jahren angelegt werden, sondern auch Raum für die Öffentlichkeit bieten.

Christian Hettmer (CSU) fand es schade, dass keine Sporthalle auf dem Gelände Platz findet. Er sprach auch die Verkehrsplanung an – also den Schulbusverkehr und Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen und abholen. Das Thema sei im vorläufigen Auslobungstext des Wettbewerbs verankert, sagte Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV). Die endgültige Fassung des Auslobungstextes werde in der Sitzung der Preisrichter festgelegt. Dem Preisgericht gehören neben sechs Fachpreisrichtern mit Doris Baumgartl, Moritz Hartmann, Felix Bredschneijder, Petra Ruffing (alle Stadtrat) und Schulamtsdirektorin Monika Zintel auch sechs Sachpreisrichter an. (wu)

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