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Landsberg

16.10.2019

Was wird denn da auf dem Hauptplatz in Landsberg aufgebaut?

Mitarbeiter des Bauhofs haben am Mittwochvormittag eine mobile Straßensperre mit wasserbefüllten Indutainern auf dem Hauptplatz aufgestellt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Im Bauausschuss geht es heute Abend darum, wie zum Beispiel der Christkindlmarkt vor Terrorangriffen geschützt werden kann. Dazu wird eine Idee der Landsberger Mitte am Hauptplatz getestet.

Einem ersten Praxistest sind am Mittwochvormittag die sogenannten Indutainer unterworfen worden – dabei handelt es sich um mit Wasser gefüllte Kunststoffsäcke, die als Anti-Terror-Barrieren für Großveranstaltungen zum Einsatz kommen können. Am Abend will sich der Bauausschuss des Stadtrats die Wasserbarrieren anschauen.

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Vier Mitarbeiter des Bauhofs stellten eine Barriere aus acht Indutainern auf, zwei weitere Behälter sollen am Abend in Anwesenheit des Bauausschusses folgen, hieß es am Vormittag. Bis die ersten zwei Säcke betriebsbereit waren, waren die vier Mitarbeiter eine Dreiviertelstunde beschäftigt. Zunächst mussten aus einem Hydranten jeweils 1,5 Kubikmeter Wasser in die Säcke befördert werden. Um die Kunststoffbehälter davor zu schützen, dass sie aufgeschlitzt werden, wurden sie mit großen Metallnetzen umfasst. Anschließend wurden schwarze Hauben aufgesetzt. So ganz überzeugt waren die Mitarbeiter des Bauhofs nach den ersten praktischen Erfahrungen noch nicht – vor allem im Hinblick auf den zeitlichen Aufwand, diese Hindernisse zu errichten, aber auch wegen der Haltbarkeit des Kunststoffs, die als kürzer eingeschätzt wird als bei massiven Pollern aus Eisen oder Beton. Auf dem Bauhofgelände sei zudem bereits ein befüllter Indutainer umgefallen.

Ein Vorschlag der "Landsberger Mitte"

Die Indutainer gehen auf eine Anregung der „Landsberger Mitte“ zurück. Die Stadtratsfraktion wollte eine kostengünstigere Alternative zu den Überlegungen des Ordnungsamts ins Gespräch bringen. Das Konzepts des Ordnungsamts – eine Kombination aus festinstallierten und mobilen Barrieren entlang des Hauptplatzes, um beispielsweise den Christkindlmarkt zu schützen – war im Sommer vorgestellt worden. Dabei war von möglichen Kosten von rund 680.000 Euro die Rede. Dem Stadtrat war dies überwiegend zu teuer. Die Landsberger Mitte präsentierte daraufhin das Indutainer-Konzept, das nur Anschaffungskosten von rund 47.000 Euro verursachen würde. Außerdem seien solche Wasserbehälter im Ernstfall weniger gefährlich als massive Bauwerke: Im Falle eines Aufpralls eines Fahrzeugs würden allenfalls Wasser spritzen, aber keine Bauteile durch die Luft fliegen, sagte in der Sitzung Stadtrat Dr. Wolfgang Weisensee.

Daneben wurde im Stadtrat im Sommer mit Blick auf den Christkindlmarkt auch vorgeschlagen, ihn auf einen besser zu schützenden Platz zu verlagern oder den Hauptplatz während der Adventszeit an den Nachmittags- und Abendstunden ganz zu sperren.

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