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Dreharbeiten

29.03.2015

Waschen für das Fernsehen

Während Kameramann Steffen Welsch (vorne links) und Tonassistent Carlos Schläger ihr Equipment vorbereiten, gibt Producerin Regina Binar Anweisungen für Moderator Matthias Fiedler und Hauswirtschaftslehrerin Maria Hienle (links).
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Während Kameramann Steffen Welsch (vorne links) und Tonassistent Carlos Schläger ihr Equipment vorbereiten, gibt Producerin Regina Binar Anweisungen für Moderator Matthias Fiedler und Hauswirtschaftslehrerin Maria Hienle (links).
Bild: Frauke Vangierdegom

Das Wissensmagazin „Galileo“ war im Agrarbildungszentrum in Landsberg zu Gast

Kameramann Steffen Welsch und sein Tonassistent Carlos Schläger haben den Blick fest auf Maria Hienle gerichtet. Sie ist Fachlehrerin für Hauswirtschaft und Ernährung am Landsberger Agrarbildungszentrum. Neben ihr steht Matthias Fiedler und stellt Fragen zum Thema „Wie wäscht welche Waschmaschine?“ Er ist vor allem den Fernsehzuschauern ein Begriff, die regelmäßig die Sendung „Galileo“ auf ProSieben anschauen. Fiedler ist TV-Moderator beim Wissensmagazin.

Eine der nächsten Galileo-Beiträge wurde dieser Tage in Landsberg gedreht. Producerin Regina Binar von der „Schwarzbild Medienproduktion GmbH“ ist mit ihrem Team und dem Moderator ins Agrarbildungszentrum gekommen. In der Sendung werden die Zuschauer erfahren, ob es Sinn macht, eine teure Waschmaschine zu kaufen, wie viel Strom und Wasser die Geräte verbrauchen und sie können sich Waschergebnisse anschauen.

Maria Hienle hat in ihrem Job als Hauswirtschaftslehrerin tagtäglich mit diesen Vergleichen zu tun. Schließlich ist sie für den Bereich „Wäschepflege“ zuständig. Etliche Waschmaschinen stehen aneinander gereiht im großen „Waschsalon“. Die mittlere Preisklasse ist ebenso vertreten wie die hohe. Dazu gesellt hat sich ein „Billig-Modell“, das Pro Sieben für den Test ausgewählt hat. Während Regina Binar die Typenschilder der Waschmaschinen abklebt, plaudert Maria Hienle mit dem Moderator. Aufgeregt ist sie nicht, weil heute das Fernsehen zu Gast ist und sie quasi im Mittelpunkt steht. Ganz im Gegenteil: Routiniert beantwortet sie die Fragen, die ihr Moderator Fiedler stellt. Die Hauswirtschaftslehrerin zeigt weder Berührungsängste noch Lampenfieber. „Ich muss ja auch die Fragen meiner Schüler beantworten und ihnen vieles erklären“, meint sie. Dass dabei diesmal eine Kamera läuft, sie „verkabelt“ worden ist, stört sie nicht.

Maria Hienle hat sich vorbereitet. Noch bevor das Fernseh-Team aus München in der Epfenhauser Straße angekommen ist, hat sie vier Geschirrtücher mit Flecken „präpariert“. Auf jedem Tuch die gleichen – Erde, Öl und Tomatensoße gehören dazu. „Das sind hartnäckige Verschmutzungen“, erläutert sie. Wie sauber die Wäsche tatsächlich geworden ist, wird in der Sendung verraten. Doch bevor es soweit ist, steht noch eine Menge Arbeit auf dem Programm.

In der Abteilung Hauswirtschaftstechnik wird die Kamera immer wieder auf Hienle und Fiedler gerichtet, gibt es ein Briefing nach dem anderen. Regina Binar hat ein Konzept in der Hand, das sie im Vorfeld ausgearbeitet hat. Ein richtiges Drehbuch ist das nicht – vielmehr der rote Faden, der durch die Sendung führen soll. Verraten sei hier nur der Anfang: Maria Hienle empfängt Fiedler, der bepackt mit einem Wäschekorb den „Waschsalon“ betritt. Mit einem fröhlichen „Hallo Maria“ beginnt Matthias Fiedler das Gespräch und stellt gleich seine ersten Fragen.

Es braucht nur zwei Anläufe, dann ist der Teil „im Kasten“. Keine großen Scheinwerfer, kein „Klappe die erste“, keine Schminke – alles wirkt vollkommen natürlich. Schwer machen es weder Fiedler noch Maria Hienle der Producerin, mit den Aufnahmen zufrieden zu sein. Den ganzen Tag wird gefragt, geantwortet, gewaschen, beurteilt und natürlich gedreht. Am Ende wird es einen Beitrag geben der acht Minuten und 20 Sekunden dauert. Wann Maria Hienle mit Matthias Fiedler bei ProSieben zu sehen sein wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

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