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Notverbund

24.01.2014

Wasser aus Fuchstal und Vilgertshofen „verträgt sich gut“

Das Pumpenhaus im Vilgertshofener Ortsteil Lechmühlen ist einzigartig: Es gewährleistet eine Trinkwasserförderung ins Netz mit eigener Wasserkraft.
Bild: Frauke Vangierdegom

Die Gemeinden wollen künftig bei der Versorgung zusammenarbeiten

Vilgertshofen Die Gemeinde Vilgertshofen plant in Sachen Trinkwasserversorgung einen Notverbund mit Fuchstal. Hierzu hat die Gemeinde Vilgertshofen ein Ingenieurbüro aus Pfaffenhofen beauftragt, Planungsunterlagen für einen solchen Notverbund zu erstellen.

Roland Kindelbacher vom Planungsbüro stellte den Gemeinderäten und Bürgermeister Konrad Welz in der jüngsten Gemeinderatssitzung die ersten Ergebnisse vor. Der geplante Notverbund soll im Vilgertshofener Ortsteil Lechmühlen nahe der B17 zustande kommen.

Da Lechmühlen selbst teilweise vom Netz der Gemeinde Vilgertshofen und teilweise von der Gemeinde Fuchstal mit Trinkwasser versorgt wird, galt es zunächst zu prüfen, inwieweit die beiden vorhandenen Leitungssysteme überhaupt miteinander verbunden werden können. Das Wasser aus dem Fuchstal vertrage sich mit dem Wasser aus Vilgertshofen sehr gut, teilte Planer Kindelbacher dem Rat mit.

Vilgertshofen muss auf Wasser aus Tiefbrunnen verzichten

Bei den Planungen sollte berücksichtigt werden, dass Vilgertshofen sein Trinkwasser größtenteils mit eigener Wasserkraft zu den Hochbehältern beziehungsweise ins Leitungsnetz pumpt. Diese Möglichkeit soll nach den Vorstellungen der Gemeinde auch erhalten bleiben. Nicht zuletzt, weil das Wasserhaus in Lechmühlen wohl einzigartig ist, wie Konrad Welz betont. Diese Technologie spare erhebliche Energiekosten ein. Die Trinkwassermengen für dieses Pumpwerk im Wasserhaus Lechmühlen werden ausschließlich aus der Quellfassung genommen. Eine weitere Entnahmestelle bestünde am naheliegenden Tiefbrunnen, aus dem das Trinkwasser mittels Elektropumpe direkt ins Netz gefördert wird.

Aufgrund der aktuellen Schutzgebietsfestsetzung aber muss die Gemeinde Vilgertshofen auf die Trinkwasserversorgung aus diesem Brunnen verzichten, da für die Schutzzone im Anstrombereich des Brunnens eine Ausnahmegenehmigung für ein Beweidungsverbot zugunsten des Grundstückseigentümers erteilt wurde. Also muss für den Notverbund eine weitere Versorgungsstelle als Ergänzung der Trinkwassergewinnung aus der Quellfassung her.

Geplant wird jetzt eine Verbindung der bestehenden Leitung des Netzes Fuchstal mit der Zuleitung des Brunnens in das Netz der Gemeinde Vilgertshofen. Damit entstünde ein Verbindungsanschluss zum Pumpenhaus in Lechmühlen. Und die mit eigener Wasserkraft betriebene Förderung ins Netz der Gemeinde bliebe erhalten. Einstimmig sprachen sich die Räte dafür aus, diese Planung weiter zu verfolgen.

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