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Apfeldorf

18.08.2020

Wasser muss in Apfeldorf weiter abgekocht werden

In Apfeldorf wird das Trinkwasser wegen einer Verunreinigung noch mehrere Tage gechlort. Die Gemeinde will die Wasserversorgung auf neue Beine stellen.
Bild:  Julian Leitenstorfer (Symbolfoto)

Plus In Apfeldorf wird das Trinkwasser noch einige Tage gechlort. Bürgermeister Gerhard Schmid bezeichnet die Versorgung als „wichtigste Baustelle“. Was geplant ist.

Seit einer Woche müssen die Apfeldorfer ihr Trinkwasser abkochen. Das wird wohl auch noch einige Tage so bleiben.

Laut Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamts, wird das Wasser in der Lechraingemeinde nach wie vor gechlort und es werden weiterhin Proben genommen. „Die Werte sind jetzt in Ordnung, deswegen wird die Chlorung langsam zurückgefahren und weiter beprobt. Bleiben die Ergebnisse so gut, können wir Ende der Woche mit der Chlorung aufhören.“ Weil derzeit die Chemikalie zugesetzt wird, eigne sich das Wasser auch nicht zur Befüllung von Aquarien oder Fischteichen, heißt es in der Mitteilung, die die Gemeinde Anfang der Woche an die Bürger verteilt hat. Unklar ist bislang laut Bürgermeister Gerhard Schmid auch die Ursache für die Verunreinigung des Trinkwassers.

In der Vergangenheit musste in Apfeldorf schon gechlort werden

Es ist nicht das erste Mal, dass in Apfeldorf gechlort werden muss. Dies war unter anderem im August 2010 und im Juni 2016 der Fall. Vor vier Jahren hatte die Gemeinde nach unwetterartigen Niederschlägen vorsorglich eine mikrobiologische Trinkwasseruntersuchung angeordnet und anschließend Maßnahmen ergreifen müssen.

In der Lechraingemeinde gibt es aber auch ein ganz grundsätzliches Problem mit der Wasserversorgung, was vor allem das Oberdorf betrifft. Dort ist der Druck schlicht zu niedrig. Im vergangenen Mai ist erst wieder der Hochbehälter leergelaufen und einige Anwohner hatten deswegen kein Wasser mehr. Überlegungen, einen neuen Hochbehälter zu bauen – der auch im Brandfall die Wasserversorgung gewährleisten soll – gibt es in der Gemeinde mindestens schon seit dem Jahr 2014. Gerhard Schmid – seit Mai Bürgermeister – bezeichnet das Thema als „wichtigste Baustelle“.

Bau des Hochbehälters ist mit 1,2 Millionen Euro veranschlagt

Die veranschlagten Kosten liegen bei 1,2 Millionen Euro. Errichtet werden soll das Bauwerk auf dem Höhenzug Hüttenleite. „Wir wollen die geografischen Gegebenheiten ausnutzen. Das Gefälle sorgt für den Transport des Wassers. Wir hoffen, dass damit dann das Problem im Oberdorf behoben ist“, so der Bürgermeister. Handlungsbedarf bestehe auch, weil der aktuelle Hochbehälter nicht mehr die gesetzlichen Vorgaben erfülle, was das Fassungsvermögen angehe.

Noch aber laufen die Grundstücksverhandlungen für den vorgesehenen Standort, berichtet Schmid. Bei dem Thema seien die Gespräche aber „sehr weit fortgeschritten.“ Und auch der Corona-Lockdown habe zu weiteren zeitlichen Verzögerungen geführt. Das Wasserwirtschaftsamt Weilheim habe während des Lockdowns keine neuen Förderanträge angenommen. Schmid hofft, dass die Planungen für das Vorhaben im Oktober vorliegen.

Parallel zum geplanten Bau des Hochbehälters gibt es auch Überlegungen, einen Versorgungsverbund mit einer anderen Kommune einzugehen. „Wir müssen uns für die Zukunft wappnen und da ist das sicher eine Option“, so der Bürgermeister.

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