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Kommunalpolitik

18.11.2019

Wasserle führt die SPD in die Kreistagswahl

Markus Wasserle führt die Kreistagsliste der SPD an.

Wie die Partei bei den Wählern punkten will und warum es 2020 keinen Landratskandidaten gibt

Mit ihrem Kreisvorsitzenden Markus Wasserle an der Spitze und 59 weiteren Kandidaten tritt die SPD zur Kreistagswahl am 15. März 2020 an. Nominiert wurden sie jetzt in Landsberg. Fünf der sieben amtierenden Kreisräte bewerben sich erneut für einen Sitz im Kreistag, nicht mehr auf der Kandidatenliste finden sich Gunnar Kahmke aus Landsberg und der frühere Schondorfer Bürgermeister Peter Wittmaack.

Markus Wasserle zeigte sich bei der Nominierungsversammlung davon überzeugt, dass „wir die soziale Bürger- und Mitmachpartei des Landkreises Landsberg sind“. Dementsprechend sei die Satzung der Landkreis-SPD geändert worden: Es können jetzt Personen in der SPD politisch tätig und in ein Mandat gewählt werden, die nicht Mitglied der SPD sind. „Ein logischer Schritt auf politisch interessierte und engagierte Bürger zuzugehen, um praktisches Wissen in politische Visionen zu generieren“, heißt es dazu in einer Mitteilung der SPD.

Wasserle verkündete auch die Aktivierung der App „Zukunft Landkreis Landsberg“: Es handle sich um die erste App einer politischen Gruppierung im Landkreis. Sie trage zu Transparenz und Bürgernähe in Zeiten der Digitalisierung bei. Dieser Entwicklung trage auch das Wahlprogramm Rechnung. Angesichts der Digitalisierung dürfe die Basis der Kommunikation nicht vergessen werden, nämlich die von Mensch zu Mensch.

Der Gießener Einzelhändler Hans-Jörg Ebert stellte bei der Nominierungsversammlung in Landsberg dar, wie ein Miteinander in Zeiten von App, Internet und Cloud auch den örtlichen Einzelhandel mitnehme und vor allem gut existieren lasse und somit zu einem lebendigen Stadtbild und einer gelebten Gemeinschaft beitrage.

Die Visionen der Landsberger SPD beruhten auf dem Gedanken, für die Menschen tätig zu werden, wurde in der Versammlung deutlich. Themen aus den Bereichen Umwelt, Wohnen, Mobilität, Soziales haben sich die einzelnen Kandidaten auf die Fahne geschrieben. „Wir sind ein lebendiger Landkreis mit einer starken Gemeinschaft, getragen von vielen unterschiedlichen Institutionen“, so Markus Wasserle in seiner Rede. Er selbst werde sich für ein Hospiz im Landkreis einsetzen. Ein Hospiz entlaste Krankenhäuser, Senioren- und Pflegeheime, die gerade in den letzten zwei Lebenswochen der Patienten die kostenintensivste Phase haben, und entspanne die Situation in den Institutionen.

Sterbende Menschen zu begleiten erfordere Zeit, Geduld, Erfahrung – Faktoren, die im meist hektischen, da personell angespannten Betrieb eines Krankenhauses und Pflegeheimes nicht adäquat angeboten werden könnten. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen stelle ein Hospiz im Heimatkreis darüber hinaus eine große emotionale Sicherheit in den letzten Lebenstagen dar, ist Wasserle überzeugt.

Auf einen Landratskandidaten verzichtete die SPD – dies ganz bewusst, wie die Partei mitteilte: In turbulenten Zeiten brauche es Kontinuität, erklärte Wasserle diese Entscheidung. Turbulent endete auch der Abend dank Hans-Jörg Ebert, der sich nicht nur als Redner, sondern auch als leidenschaftlicher Musiker zeigte, und die Versammlung, an der etwa 70 Besucher teilnahmen, mit Rock, Pop und Schlagern kräftig aufmischte. (lt)

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