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Film

19.09.2013

Weil ich mich hier wohlfühle

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2 Bilder
Starregisseur Joseph Vilsmaier und CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt beim lockeren Plaudern im Vorfeld der Filmpräsentation.
Bild: Thorsten Jordan

Starregisseur Joseph Vilsmaier war im Stadttheater zu Gast und präsentierte seine Traumreise durch Bayern

Landsberg Der Abend im Landsberger Stadttheater begann mit einem Versprechen. Joseph Vilsmaier, preisgekrönter Starregisseur aus München (Herbstmilch, Stalingrad, Der Brandner Kaspar, Schlafes Bruder) wird die Lechstadt in seinem nächsten Bayern-Film mit berücksichtigen. Den ersten Teil „Eine Traumreise durch Bayern“ hatte er auf Einladung des CSU-Generalsekretärs Alexander Dobrindt in dessen Bundestagswahlkreis mitgebracht und stellte sich auch vorher einem launigen Gespräch und nach dem Film noch den Fragen der Gäste.

Dabei machte Vilsmaier aus seiner Nähe zur CSU im Allgemeinen und zu Alexander Dobrindt im Speziellen kein Geheimnis. Das mag auch daran liegen, dass er schon einige PR-Filme für die Christsozialen gedreht hatte, zuletzt ein zehnminütiges Porträt über Franz Josef Strauß, das zu dessen 25. Todestag Anfang September in der Hanns-Seidel-Stiftung gezeigt wurde. Natürlich habe es Korrekturwünsche seitens der Partei gegeben bei Dingen, die er, der Nicht-Politiker, nicht wissen konnte. Eine Einflussnahme allerdings, das betont Vilsmaier, habe es nicht gegeben und hätte er auch nicht zugelassen: „Da bin ich wie Robin Hood, gefallen lass ich mir nichts.“

Joseph Vilsmaier, in München geboren und von 1949 bis 1953 in Grunertshofen (Gemeinde Moorenweis) ins dortige katholische Landschulheim gegangen, bezeichnet die Idee zu seinem Bayern-Film als „eine Eingebung“. Normalerweise gehe es ihm in der Themenfindung „mal so und dann wieder schlechter“, doch bei dem Porträt über sein Heimatland sei es ihm ausgezeichnet ergangen. Heraus kam ein Porträt, das beinahe ausschließlich schöne Bilder liefert, zu 75 Prozent aus der Luft, zu einem Viertel mischte sich der Kameramann mitten unter die Leute. Natürlich habe es Kritik gegeben, Vilsmaier zeige nur die schönen Seiten, doch der Filmemacher versicherte: „Es war einfach so. Sollten wir vielleicht vorher Dreck hinschütten?“ Rund 50 Stunden seien sie mit dem Helikopter in der Luft gewesen, hätten den Freistaat abgeflogen („Oberbayern hat ein leichtes Übergewicht“) und dabei selbst einen ganz anderen Blick auf Bayern bekommen. Inzwischen ist die Traumreise ein Kassenrenner, sogar Bayerns Nachbarn in Österreich sind begeistert. Sie haben bei Vilsmaier eine eigene Traumreise in Auftrag gegeben, die dieser bald beendet hat. „Welches Land ist schöner?“, wollte Alexander Dobrindt wissen. Erstmals an diesem Abend präsentierte sich Vilsmaier als Diplomat: „Wir sind uns doch so ähnlich. Mal ehrlich. Auch Österreich ist wunderschön.“

Sein neuestes Projekt führt den bodenständigen Überzeugungs-Bayern im November nach Brasilien. Als Vorbild für diese Tour gilt eine frühere TV-Reihe „Auf Achse“ (1977 bis 1996 unter anderem mit Manfred Krug als Trucker), die Vilsmaier so wiederbeleben möchte. Und dann ist natürlich Teil II der bayerischen Traumreise fest eingeplant – wie versprochen: mit Landsberg, auch aus der Luft. (hön)

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