Reichling

04.03.2016

Weitblicke vom Balkon

Südlich von Reichling – wie hier vom Wurzberg aus – reicht der Blick weit über den Lech bis zu den Alpen. 

Die Gemeinde hat für das Landkreisprojekt „Wanderkarte“ viel zu bieten.

Die schönsten Wanderwege liegen manchmal direkt vor der Haustür: Viele kennen sie bloß nicht. Und schon gar nicht die Übernachtungsgäste, die im Lechrain Urlaub machen. Deshalb will die Gemeinde Reichling jetzt eine Wanderkarte erstellen. Den Anstoß dafür gab eine Initiative des Landkreises.

Eine Gruppe von Reichlingern hat sich zusammengesetzt und die schönsten Strecken herausgearbeitet: Walter Dirr, Alexander Graf, Heidrun und Alfred Höbel, Gisela Klöck und Cornelia Berktold haben vier Routen festgelegt, die in einer Wanderkarte verzeichnet und auch ausgeschildert werden sollen. Walter Dirr stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Routen vor.

„Entlang des Steilufers am Balkon des Voralpenlandes“ sind die Wege überschrieben, die allesamt über die landschaftlich schöne Lechhalde führen. Ausgangspunkt ist jeweils am Parkplatz an der Kirche. Von dort aus geht es dann erst mal zum Bruckberg und über die Vorstadt und das Erbistal in Richtung Wasserhäusl. Anschließend gehen die Wanderungen an der Lechhalde entlang.

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Wer sich für die kürzeste Route entscheidet, kann von dort aus gleich wieder zur Kirche zurückkehren. Diese Route – die Heglarunde („Hegla“ kommt vom Flurnamen „Höglaich“) – ist rund sechs Kilometer lang.

Alternativ dazu kann man aber auch noch bis zur Hirschau-Kapelle weiter wandern und dann erst zurück gehen. Dieser Weg, der rund zwölf Kilometer lang ist, wurde Immentalrunde getauft. Noch weiter Richtung Norden – bis zum Staatsforst – führt die dritte Route, die Hirschaurunde (rund 18 Kilometer lang). Wer dann noch nicht genug hat, kann auch noch über das Westerholz gehen: Die sogenannte Westerholzrunde ist rund 20 Kilometer lang.

Außerdem können die Wanderer nach einer der Runden natürlich noch auf den Wurzberg hinauflaufen und von dort aus bei schönem Wetter die Aussicht genießen. In der Wanderkarte sollen auch Aussichtspunkte und Bänke zum Rasten eingezeichnet werden.

Anlass für die Karte war eigentlich eine Initiative des Landkreises, der ein Wanderwegekonzept plant und daher um Vorschläge für Rundwanderwege bat. Die Gemeinde Reichling hat ihre vier Routen für diesen Zweck auch im Landratsamt eingereicht.

Ob sie ins Konzept aufgenommen werden, ist noch unklar. Doch so oder so: Die Gemeinde möchte auf alle Fälle eine Karte drucken lassen und zum Beispiel in den Ferienwohnungen im Ort auslegen. So könne man auch für den Fremdenverkehr etwas bieten, meinte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler.

Im Gemeinderat kam zwar auch die Frage auf, ob es überhaupt erwünscht sei, Wanderer beziehungsweise Gäste von auswärts nach Reichling zu locken, doch schließlich überzeugte das Argument, das vielleicht der eine oder andere im Ort auch in den Wirtshäusern etwas essen würde. Und da es auch mehrere Ferienwohnungen in der Gemeinde gebe, wolle man den Übernachtungsgästen auch ein Freizeitangebot bieten.

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